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Größere Online Gaming-Erfolge durch einen verbesserten Ping

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©iStock.com/thinkhubstudio

Im Online Gaming ist bei vielen Spielen deine Reaktionszeit der entscheidende Faktor über Sieg und Niederlage. Diese Zeit hängt jedoch nicht nur von deinem Spielkönnen ab, sondern auch vom technischen Setup. Bisher könntest du also mit angezogener Handbremse gespielt haben. Wie du die Verbindungszeiten zum Spielserver optimierst, verraten wir dir in diesem Artikel!

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Der Ping – ein unterschätzter Erfolgsfaktor

Die meisten Spieler konzentrieren sich bei ihrer Verbindung vor allem auf die Up- und Downloadgeschwindigkeit. In Speedtests im Internet siehst du neben diesen beiden Werten jedoch noch eine dritte Größe: Den Ping!

Der Ping beschreibt den Zeitraum, welcher verstreicht, bis deine Spielbefehle zum Server gelangen und dessen Antwort wieder bei dir einlangt. Hast du hier einen größeren Abstand, verschafft dir das einen Wettbewerbsnachteil und mindert deine Spielfreude.

Der optimale Ping

Beim Up- und Download freuen wir uns über möglichst hohe Werte. Der Ping hingegen funktioniert in die andere Richtung. Hier ist es umso besser, je niedriger der Wert ist. Den Ping misst man dabei in Millisekunden. Wie hoch sollte er nun also sein? Bei Ego-Shooter sollte der Ping höchstens 20 Millisekunden betragen. Bei Rollenspielen fährst du mit einem Wert bis 40ms gut. Grundsätzlich kannst du ab einem Ping von 100ms mit Problemen rechnen.

Zur Feststellung deines aktuellen Pings existieren verschiedene Varianten. Die erste Möglichkeit sind die verschiedenen Speedtests im Internet. Hier kannst du mehrere verwenden, um dir selbst einen guten Durchschnitt zu ermitteln. Neben diesem Weg gibt es auch eine Variante direkt an deinem Computer: Drücke Windows + R. Dabei erscheint ein Suchfeld, in welches du „cmd“ tippst. Nun öffnet sich die Konsole. Mit dem Befehl ping und einer beliebigen URL testest du schlussendlich deinen Ping (der Befehl setzt sich zum Beispiel so zusammen: ping games-magazin.de).

Die Konsole zeigt dir nun deinen mittleren, maximalen und minimalen Ping an. Auf dieser Basis erfolgt die Optimierung. Erzielst du hier bereits erstklassige Werte, dann bist du bereits gut aufgestellt. Bist du jedoch über den empfohlenen Werten oder sehr nahe an diesen, optimieren wir diese nun.

Guide zur Ping-Optimierung

Der eine goldene Weg existiert bei der Optimierung leider nicht. Deswegen drehen wir an verschiedenen Schrauben, um für dich die besten Lösungen zu finden. Von Fall zu Fall funktionieren unter Umständen andere Herangehensweisen besser. Diese kurze Anleitung umfasst die wichtigsten Faktoren, die dich ausbremsen könnten. Gehe folgendermaßen vor:

  1. Der weite Weg zum Spieleserver
    Oft denkt man, dass der eigene Computer oder die Spielekonsole auf direktem Weg mit dem Spieleserver kommuniziert. In der Praxis nehmen deine Spieleingaben jedoch einen Weg über verschiedene Verbindungspunkte (Hops) im Netzwerk. Deine individuellen Gegebenheiten beeinflussen dabei, wie viele Verbindungspunkte der Weg beinhaltet. Zu deinen persönlichen Faktoren zählen beispielsweise der Wohn-/Spieleort, der Netzanbieter und der Standort des Servers.

    Das Internet bietet verschiedene Anwendungen, um auszutesten, welchen Weg deine Datenpakete nehmen. Damit bekommst du einen ersten Eindruck, ob du hier das erste Verbesserungspotential hast. Gamer debattieren online sehr kontrovers über verschiedene Lösungswege. Einer ist beispielsweise die Verwendung einer VPN-Verbindung (Was ist ein VPN?). Damit nimmst du definitiv einen anderen Weg im Netzwerk. Die Krux dabei ist, dass dieser Lösungsweg bei manchen helfen kann, bei anderen jedoch wieder gar nicht. Eine Alternative dazu ist die Auswahl deines Spielserverstandortes. Dabei solltest du auf europäische Server setzen. Spielst du beispielsweise auf einem amerikanischen Server hast du ansonsten automatisch einen viel längeren (physischen) Weg.

  2. Auslastung deines Routers
    Oft bist du nicht das einzige Haushaltsmitglied, welches den Internetzugang nutzt. Sieht jemand auf Netflix oder Amazon Prime Serien, führt Updates durch oder lädt größere Datenpakete hoch, verschlechtert sich auch dein Ping.

    Was für andere Personen gilt, trifft auch auf dich und deine Geräte zu. Oft führen diese Hintergrundupdates oder andere Aktivitäten durch. Das heißt, du könntest auch selbst deinen Ping verschlechtern. Check also alle deine Geräte (Computer, Konsole, Smartphone, etc.), ob diese deinen Internetzugang mehr belasten, als du denkst. Bei Computern führst du dies übrigens ganz einfach durch, indem du den Taskmanager aufrufst (Strg+Alt+Entf) und dir hier im Prozesse-Reiter die Spalte Netzwerk ansiehst. Mit einem Klick auf die Spaltenüberschrift ordnest du die Programme absteigend und siehst die größten Nutzer deiner Bandbreite. Fallen dir hier Anwendungen auf, die eigentlich deutlich weniger Bandbreite oder gar keine verbrauchen sollten, kannst du dies in den individuellen Programmeinstellungen ändern.

  3. Vermeide Funkverbindungen
    Ein direkter LAN-Anschluss läuft dem WLAN eindeutig den Rang ab. Funkverbindungen verzögern die Verbindungszeit erheblich. Deine erste Wahl sollte deswegen immer eine LAN-Verbindung sein. Glasfaserkabel schaffen übrigens Pingzeiten von 5-10ms. Hast du keine Möglichkeit umzusteigen, experimentiere mit deinem WLAN-Router und finde den idealen Ort in deiner Wohnung. WLAN-Verstärker helfen bei der Optimierung ebenfalls.
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Michael ist unser Inhaber und Chefredakteur von games! Dein Gaming-Magazin. Er zockt, was ihm alles unter die Finger kommt. Am liebsten allerdings Sport inklusive Racing, Simulationen und Action-Adventure.

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