Startseite » Specials » Kolumnen » Zum 30. Geburtstag von Game-Gear: 6 Spiele, die uns an die legendäre Konsolenzeit erinnern

Zum 30. Geburtstag von Game-Gear: 6 Spiele, die uns an die legendäre Konsolenzeit erinnern

Sega-Game-Gear

Die Simpsons, das Internet der DFÜ-Zeiten, Tamagotchis … in den 90er Jahre gaben es viele coole Dinge zu bestaunen. Und ganz besonders gefragt waren zum Beginn des dieses Jahrzehnts die unterschiedlichsten Handheld-Konsolen, die schön langsam begannen, den Spielemarkt zu erobern.

So veröffentlichte zum Ende des Jahres 1990 Sega seine brandneue „Game-Gear“ zuerst in Japan, um so mit Nintendos revolutionärem „Game Boy“ konkurrieren zu können. Und schon bald danach wusste Sega auch auf dem europäischen und US-amerikanischen Markt zu reüssieren.

Und was machte eigentlich diese 8-Bit-Konsole zu dieser Zeit so unschlagbar und weltweit so erfolgreich? Vor allem waren es die einzigartige Spielebibliothek und der mehr als wettbewerbsfähige Preis. Auf einmal waren beliebte Spiel-Charaktere wie „Sonic the Hedgehog“ auch auf Handheld-Formaten verfügbar.

Aber es war nicht nur Sonic, der unsere Fantasie beflügelte. In diesem Artikel stellen wir Ihnen sechs weitere Spiele vor, die auch 30 Jahre nach der erstmaligen Veröffentlichung von „Game-Gear“ äußerst beliebt und bekannt sind.

Streets of Rage II

Einige Elemente der „Mega-Drive“-Version dieses Computerspiel-Genres  „Beat ’em up“ wurden in der 8-Bit-„Game-Gear“-Version überhaupt nicht berücksichtigt – so hatten zum Beispiel die im Spiel vorkommenden Feinde gar keine Namen oder Lebensleisten. Dennoch waren die „Straßen der Wut“ zu jener Zeit, in denen dieses Spiel veröffentlicht wurde, ein brillantes und viel gekauftes Handheld-Spiel: ganz besonders beliebt war der Zwei-Spieler-Modus, bei dem die beiden Spieler ihre Geräte miteinander verkabeln mussten und so gegeneinander antreten konnten.

Jeder einzelne Spielecharakter war mit einem eigenen Spezialangriff ausgestattet, der mittels einer bestimmten Tastenkombination ausgelöst wurde, und der den Feinden zusätzlichen Schaden zufügen konnte. So war es der eigenen Spielfigur möglich, mehrere Gegner gleichzeitig zu besiegen.

Sega veröffentlichte von diesem Spiel gleich mehrere Fortsetzungen, die jedoch immer auf dem Erfolg der Originalversionen beruhten. So wurde auch im Jahr 2015 ein 3D-Titel auf den Markt gebracht, aber die meisten „SoR-Fans“ blicken immer noch gern und wehmütig an die goldenen Zeiten zurück, als sie diesen Klassiker zum ersten Mal in ihrer Hand halten durften.

Road Rash

Allzu schnell haben wir vergessen, wie revolutionär sich Rennen im 2D-Rennsport in den frühen 90er Jahren auf einem Handheld-Gerät angefühlt haben. Ja, heutzutage haben selbst unsere Smartwatches weitaus bessere Grafiken, als die Spiele seinerzeit sie hatten, aber wir hatten schon vor mehr als einen Vierteljahrhundert das Verständnis dafür, wie es sich anfühlt, wenn wir mit „Road Rash“ mit einem Motorrad über eine kurvenreiche und rutschige Asphaltbahn steuerten.

Brandneu war auch in diesem Spiel die integrierte Speicherfunktion, denn diese ermöglichte es den Spielern zum ersten Mal dort weiterzumachen, wo Sie gerade das Spiel unterbrochen hatten. Aber auch die große Auswahl an Rennorten war zu dieser Zeit verblüffend. Diese ermöglichte es unter anderem auch, sich auf eine virtuelle Tour durch Nordamerika zu gegeben.

Das aber wahrscheinlich beste Feature dieses Spiels steckte in der Möglichkeit rivalisierende Fahrer mitten im Rennen zu treten und zu schlagen. Das war ein Spaß!

Lemmings

„Lemmings“ basierte auf einer genialen Idee einer Gruppe schottischer Programmierer, die sich eines schönen Tages mit dem Bitmap-Grafik Zeichenprogamm Deluxe Paint herumspielten. Ihr Spielkonzept war gleichzeitig einfach aber auch genial: Rette möglichst viele Leben der Lemminge. Und das war bei weitem keine einfache Aufgabe, vor allem dann, wenn die kleinen Kreaturen scheinbar keine eigene gesunde Lebenseinstellung hatten.

Das Spiel war auch viel schwieriger zu spielen, als es auf den ersten Blick aussah. Während die Spielstrategien, die die Spieler anwenden mussten, zwar nicht so komplex waren wie jene der echten Strategiespielen oder bei Spielen wie „Command and Conquer: Rivals“ oder gar bei den Spieltaktiken, die beim Blackjack angewendet werden können, so mussten  sie aber dennoch immer über Ihren nächsten Schritte im Spiel nachdenken. Sie konnten sich im Spiel dadurch verbessern, indem den Lemmingen eigene spezielle Fähigkeiten wie das Klettern oder das Fallschirmspringen zugewiesen wurden, oder diese konnten auch mit Kamikaze-Aufgabe versehen werden. So konnten Sie einen Lemming in die Luft jagen, um sich so den Weg durch Hindernisse frei zu bomben.

Ursprünglich wurde „Lemmings“ für Amiga entwickelt, war aber auch auf dem „Game-Gear“ sehr erfolgreich und in Summe verkaufte sich dieses Spiele insgesamt mehr als 20 Millionen Mal. Natürlich folgten über die Jahre mehrere Fortsetzungen und Remakes, aber keines dieser Nachfolgerprodukte schaffte jemals an die Ausstrahlungskraft des Originals heranzukommen.

Mortal Kombat II

Mortal Kombat ist eines der erfolgreichsten Spiele im Spielegenre der „Punch ’em ups, vergleichbar etwa mit Titeln wie „Street Fighter“ und „Tekken“.

Erfreulich war bei der Erstveröffentlichung für alle Fans, dass beim Portieren dieses Spiels auf die 8-Bit-Version des „Game-Gears“ nicht zu viel an Qualität und Spieleigenschaften verloren ging. Spiel-Charaktere aus der Originalversion – wie Sub Zero und Liu Kang – konnten daher noch stärkere Rundumschläge verteilen und hatten sogar einen neuen geduckten Schlag im Kampf-Repertoire. Und zusätzlich war ihre Erholungszeit bedeutend kürzer als zuvor und die neuen Spezialattacken und Kombinationsschläge konnten schneller als je zuvor ausgeteilt werden.

Von allen Kritikern dieses Spiels haben stets die „beeindruckenden Grafiken“ des „Game-Gear“ immer wieder hervorgehoben. Und einige aus der Spielefachwelt kürten Mortal Kombat auch zum besten Handheld-Beat-Em-Up aller Zeiten. Und dazu wussten „Makers Acclaim“ auch genau, wie ein Spiel vermarktet werden sollte, denn sie veröffentlichten es am gleichen Tag auch auf dem Game Boy, SNES und Genesis, und riefen diesen besonderen Tag zum „Mortal Tuesday“ aus.

Prince of Persia

„Der Prinz aus Persien“ sorgte aufgrund seiner 60. minütigen Spielzeitbeschränkung  für einen hohen Spielstressfaktor auf Seiten der Gamer und eroberte die „Game-Gear“ Fangemeinde im Sturm. Auch der Spielverlauf tat sein Übriges hierzu, denn ein böser Zauberer inszeniert einen Putsch und bemächtigt sich noch zusätzlich der Tochter des Sultans. Und es war nun Ihre Aufgabe, die bildhübsche Prinzessin aus den Klauen des Entführers zu retten. Das schien auf den ersten Blick ein einfaches Unterfangen zu werden, aber dies war es mit Sicherheit nicht. Denn zuerst mussten Sie aus einem dunklen Verlies fliehen, sich an zahlreichen Feinden vorbeischleichen und hinterhältig gelegten Fallen ausweichen.

Prince of Persia“ war Wegbereiter, wie innerhalb eines Spiels, eine Vielzahl von unterschiedlichen Bewegungen durchgeführt werden konnten, wie z. B. Springen, Laufen und Kämpfen. In den zuvor käuflich erwerbbaren tragbaren Plattformen konnten diese Fähigkeiten nur hintereinander ausgeführt werden. Und außerdem tickte permanent die Uhr, und Sie wussten, dass Sie schnelle Entscheidungen treffen mussten, um Ihr Ziel erreichen zu können. Für Spannung war gesorgt bei diesem Spieleklassiker.

Dragon Crystal

Haben Sie jemals ein Geschäft betreten und dort eine mysteriöse Kristallkugel in einem Verkaufsregal erblickt, dessen Kraft Sie in eine Fantasiewelt voller gefährlicher Monster entführen kann? Wahrscheinlich wird Ihnen dies noch nicht passiert sein, aber in diesem „Game-Gear“-Klassiker konnten Sie in eine seltsame und wundervolle Welt eintauchen.

In diesem Spiel mussten Sie sich mittels Drehen und Kippen der Spielkonsole durch die verschiedensten Labyrinthe hanteln. Diese Fortbewegungsart ermöglichte es Ihnen auch, leichter an Waffen und Sammlerstücke zu gelangen und Ihre Spiellebensdauer zu verlängern. Aber dennoch waren Sie permanent im Stress, da sich jederzeit die furchterregenden Feinde nähern konnten.

Dieses Spiel wird oft mit Zelda verglichen, aber das ist wohl doch etwas zu weit hergeholt, da letzteres Spiel wohl eine der besten Spieleentwicklungen von Nintendo ist, die dieses Unternehmen je hervorgebracht hat. Dragon Crystal hatte es auf jeden Fall geschafft, dass sich Mitte der 90er Jahre Millionen von Spieler in große Abenteuer in fernen Fantasieländern stürzen konnten und Abenteuer erleben konnten, die zuvor noch nie mit einer Handheld-Konsole möglich waren.

Written by
Michael Bragg ist der Chefredakteur von games! Dein Gaming-Magazin. Er hat kein spezielles Genre, sondern zockt alles was er in seine Finger bekommen kann.

Bewerte den Artikel

0 0

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Lost Password

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.