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Hollywood aufgepasst: Games machen Filmen Konkurrenz

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Gerade erst wurde von den Machern der Life is Strange-Serie ein möglicher neuer Titel angekündigt, der als Life is Strange 3 zum mittlerweile fünften Spiel der Reihe werden soll (bei zwei Teilen handelt es sich um Prequels oder Spin-Offs). Die Spiele haben eine solch filmische Qualität, wie man auch im Trailer erkennen kann, dass sie laut manchen Spielern gar nicht mehr so richtig in die Gaming-Szene passen. Stattdessen bezeichnet man das Genre mittlerweile gerne als interaktiven Film. Werden Entwicklerstudios wie Dontnod Entertainment oder Quantic Dream – den Machern von Heavy Rain – für Hollywoodstudios nun zur echten Konkurrenz?

Vom Nischenmarkt zum Mainstream-Hype

Von Gamern gab es lange Zeit ein absolut falsches Bild. Sie wurden als einsame Nerds dargestellt, die in abgedunkelten Zimmern ihre Nächte vor dem PC oder Fernseher verbrachten und dabei stundenlange Sessions in World of Warcraft und Co. abhielten. Während wir nicht anzweifeln möchten, dass es solche Spieler tatsächlich gibt, machen sie heute wie damals nicht das gesamte Spektrum an Spielern aus. Sowohl Männer als auch Frauen und Menschen in ganz verschiedenen Altersstufen lieben es, Videospiele zu spielen. Und die Spielerzahlen wachsen immer weiter, denn es entstehen ständig mehr Spielgenres und der Fokus auf eine gute, mitreißende Story wird immer wichtiger. Bei den komplexen Spielen der heutigen Zeit kann kaum noch die Rede von simplen Ballerspielen sein und viele User freuen sich über die neuen Entwicklungen. Der interaktive Film ist dabei eine relativ junge Erscheinung, die bei der breiten Masse aus unterschiedlichen Gamertypen gut ankommt. Spiele wie Heavy Rain und Beyond: Two Souls sowie Life ist Strange und seine Nachfolger zeigen das vor. Sie werden mittlerweile auf ähnliche Weise produziert wie Filme und haben dabei sogar deutlich mehr Drehtage und oftmals über tausend Seiten lange Drehbücher. Auch Top-Schauspieler begeistern sich dadurch mittlerweile für die Branche.

Schauspieler gehen in die Spielbranche über

Aufgrund der wachsenden Anzahl an Spielern steigen natürlich die Anforderungen und damit die Investitionen in die Spielbranche. Mittlerweile ist die Produktion eines großen Gametitels oftmals teurer, als der Dreh eines Blockbusters, wie in einer Infografik von Betway verglichen wurde. Mit den wachsenden Budgets steigen natürlich auch die Chancen für Schauspieler in dem für sie relativ neuen Markt. Schauspieler gibt es zwar schon lange als Vorlage für Spielfiguren, erst seit einigen Jahren sind jedoch sogar Weltstars an Videospielen beteiligt. Bereits bei Beyond: Two Souls konnte man erkennen, dass die Spielebranche Hollywood seine Stellung in der medialen Unterhaltung streitig machen will. Die beiden Hollywood-Größen Willem Dafoe und Ellen Page spielten darin nämlich Seite an Seite und wurden mithilfe von Motion-Capture-Technologien in animierte Charaktere verwandelt. Durch den Einsatz dieser Technik wurden die Spielfiguren in ihren Bewegungen und ihrer Mimik extrem realistisch. Und ein weiterer Schauspieler wartet bereits auf gespannte Gamer. Im Spiel Cyberpunk 2077, das im September 2020 erscheinen soll, wird eine Spielfigur nämlich von keinem anderen als Keanu Reeves verkörpert. Sogar Jeff Goldblum und Keifer Sutherland sind bereits digitalisiert worden. Mittlerweile trifft man also auf jede Menge Film- und Fernsehstars in der Spielewelt. Für sie hat sich eine völlig neue Branche aufgetan.

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Interaktive Filme sind ein Spielgenre, das selbst jene Menschen anzieht, die eigentlich nicht gerne Videospiele spielen. Hier verwischen sich die Grenzen zwischen Film und Spiel und es entsteht eine Geschichte, die der Spieler selbst steuern kann. In diesem Genre – aber auch in anderen – werden nun immer mehr bekannte Schauspieler eingesetzt, die eine Vorlage für die animierten Charaktere bilden. Während die Gaming-Branche wächst, wird sie nun zur echten Konkurrenz für Hollywood. Und wir finden: Zu Recht!

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