Gemischte Gefühle zum „The Witcher“

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Es scheint aktuell ein absoluter Trend zu sein, Bücher und Spiele in Serien zu verpacken. Und diese dann auf den großen Streaming Diensten der breiten Öffentlichkeit in einem Rutsch anzubieten. „The Witcher“ ist der letzte Versuch von Netflix, einem Millionenpublikum mit einer klug umgesetzten Geschichte kurz vor Weihnachten eine Freude zu machen. In Zeiten, in denen die halbe Welt aber immer noch über das schreckliche Ende von „Game of Thrones“ jammert, begibt man sich hier auf ganz dünnes Eis. Denn da auch immer mehr Anbieter auf den Markt kommen, scheint der Kampf um die Vorherrschaft der Streaming Dienste am seidenen Faden zu hängen. Wie also ist der „Witcher“ angenommen worden bei der Fan Basis? Und kann man daraus für die Zukunft irgendwelche Schlüsse ziehen?

Jahre an Spielen und Büchern zu verpacken

Die Voraussetzungen sind aber auch denkbar ungünstig. Denn wie bei so vielen Adaptionen muss man sich mit einer riesigen Menge an Material befassen, um wirklich alles mitzunehmen. Jeder noch so kleine Handlungsstrang, und davon gibt es rund um Geralt von Rivia so einige, muss bedacht werden, um sich auch für zukünftige Staffeln abzusichern. Beim Witcher gehen die Macher davon aus, dass man bis zu 8 Staffeln hinbekommt. Mit aktuell ebenfalls 8 Folgen in einer Staffel mit knapp unter 60 Minuten jeweils, gibt es also noch jede Menge Potenzial, um alles auszuschöpfen – oder es aber komplett zu vergeigen. Denn die ersten Gedanken zur Serie sind eher…zwiegestalten. Man ist zwar durchaus begeistert, was der Hauptdarsteller Henry Cavill – der schon dafür gesorgt hat, dass Justice League nur eine halbe Katastrophe war – aus dem Witcher herausgeholt hat. Allerdings sieht man immer noch jede Menge Luft nach oben. Und die soll schon bald kommen, immerhin ist der Drehbeginn für Staffel 2 bereits für das kommende Frühjahr angekündigt worden. Man scheint also Nägel mit Köpfen machen zu wollen, um schnell wieder ein Zugpferd auf Netflix installieren zu können.

Vom Papier auf die Leinwand

Schon oft waren die Vorhaben mit viel Elan angegangen, sind dann aber krachend gescheitert. Denn nicht immer erscheint es so leicht, eine erfolgreiche Geschichte aus der analogen Welt in die digitale übertragen zu können. Die Harry Potter Bücher waren zwar genial, bei den Filmen und Spielen aber musste man sich vieles im Kopf nachspielen, da es aus Gründen des Umfangs nicht für den Schnitt gereicht hat. Auch in der Unterhaltungsbranche kommt dies immer mal wieder vor. Zwar hat man es beim hochwertigen und spielintensiven https://www.casino.com/de/ geschafft, das Casinogefühl aus Las Vegas in den Browser zu verlegen. Allerdings war auch dies ein steiniger Weg der mit viel Willen und Arbeit erreicht wurde. Manchmal also zahlen sich die Dinge aus, man muss aber oft nachhaken.

Was vom Witcher bleibt: viele Fans gucken jetzt zwar lieber den polnischen, von Fans produzierten, Film, sind aber dennoch milde gestimmt, was die Netflix-Adaptation betrifft. Immerhin ist eine mäßige Serie besser, als rein gar nichts auf dem Bildschirm zu haben. Und solange es am Ende kein böses Erwachen wie bei „Game of Thrones“ gibt, sollte man im Allgemeinen zufrieden sein dürfen.

Michael Bragg ist der Chefredakteur von games! Dein Gaming-Magazin. Er hat kein spezielles Genre, sondern zockt alles was er in seine Finger bekommen kann.

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