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Der Massen-Twitch-Exodus: Warum Streamers gehen

Young Asian Pretty Pro Gamer having live stream and playing in Online Video Game
©iStock.com/ryanking999

Streamers und Twitch – noch vor einiger Zeit war das Eine ohne das Andere einfach undenkbar, oder besser noch: jeder, der Streamer bekommen wollte, musste die Twitch-Plattform nutzen. Die Möglichkeiten sind viele: auf Twitch können Spieler ohne technischen Aufwand eigene Partien live ins Netz übertragen, sich im Chat direkt austauschen, sich beim Zocken zuschauen lassen und sogar Geld verdienen. Twitch hat nämlich, unter anderem, auch seine Casino-Bereiche, in denen Streamer ihr Glück bei verschiedenen Casinospielen wie Viking Runecraft, Jackpot und Blackjack versuchen, und sich Geldgewinne erhoffen.

Die Plattform hat bis vor kurzem Millionen von Nutzern gehabt. Im Laufe des vergangenen Jahres hat sich aber die Live-Streaming-Szene verändert, und viele bekannte Entwickler stiegen in andere Platformen wie Mixer, Caffeine, YouTube und Facebook Gaming, um.

So manche Fans wundern sich: warum ?

Ninja begann den „exodus Trend“

Als erster verlaß Twitch der bekannte Streamer Tyler „Ninja“ Blevins, wahrscheinlich einer der berühmteste Streamer aller Zeiten. Seit Sommer 2019 streamt er beim Konkurrenten „Mixer“. Er war einer der erfolgreichsten Streamers von Twitch, er trat in verschiedenen Talkshows auf, spielte mit Prominenten wie Drake, organisierte Speilturniere und hat sich sogar mit der NFL für einen Super Bowl-Werbespot zusammengetan.

Blevins begründigte seinen Rücktritt von der Streaming-Plattform Twitch mit seinen Ambitionen und Zukunftsplänen außerhalb des Streamings. Wie dem auch sein mag, sein Anfang bei Mixer war sehr erfolgreich, unklar bleiben jedoch die Auswirkungen seines Umstieges von Twitch zu Mixer, weil Twitch ist doch eine wesentlich größere Streaming-Plattform. Die Zeit wird zeigen, ob Mixer auch langfristig wirklich ein erstzunehmender Konkurrent wird.

Casino-Kanäle immer noch bei Twitch erlaubt

Wie bereits erwähnt, Twitch hat seine eigene Casino-Bereiche. Manche Casino-Streamer, wie Beispielsweise Kanal CasinoDaddy, der seit 2016 egsistiert und mehrere Tausende Verfolger hat (sogar über 130.000), verfügen über eine regelmäßige Besetzung von Streamern, die mit dem Chat interagieren und für Unterhaltung sorgen.

Andereseits bieten einige Kanäle nur Video-Feeds von digitalen Jackpot-Spielen, die rund um die Uhr gespielt werden. Viele Casino-Streamer, einschließlich CasinoDaddy, überladen die Beschreibungen ihrer Kanäle mit endlosen Casino-Anzeigen. Nachdem man sich erfolgreich durchgeklickt hat, erhält man Boni. Boni ist normalerweise zusätzliches Startergeld oder Punkte, mit denen man auf verschiedenen Glücksspielseiten wetten kann.

Fazit: CasinoDaddy warnt zu einem, dass es nur für Personen zugelassen sei, die 18 Jahre oder älter sind, und stellt damit zugleich eine Verbindung zu einer in Großbritannien ansässigen Wohltätigkeitsorganisation her, die sich der Minimierung von Schäden durch Glücksspiele widmet, andererseits leitet sie jedoch zugleich ihre Zuschauer auf eine Website, auf der sie Wetten platzieren können auf Hunderten von verschiedenen Slots, Blitz, Jackpot, Roulette, Blackjack und Tischspielen. Absurd, oder?

Warum verlassen eigentlich immer mehrere Streamer Twitch?

Jedes mal wenn ein Streamer Twitch verläßt und seinen Umstieg zu einer anderen Plattform bekannt gibt, fragen sich seine Fans: warum? Sie mögen vermuten der Streamer wird Zuschauer verlieren, oder sich fragen, wieviel Geld wohl im Hintergrund steckt? Nicht jeder Streaming-Dienst mag das gleiche Publikum wie Twitch haben, jedoch bietet jeder seine eigene Vorteile um Streamer anzuziehen. Für so manche Streamer bietet neue Plattform zugleich eine neue Herausforderung, um beim Aufbau von etwas Neuem zu helfen.

Zum ersten Mal in der Geschichte, da alle Platformen im Konkurrenzfeld stehen und es hier offensichtlich nicht nur um die besten vorhandenen Talente geht, sondern vielmehr auch darum, eben alle Streamer, die gerade erst anfangen, anzuziehen, scheinen die Streamers jetzt in einer besseren Position zu sein. Als Twitch die einzige echte Plattform war, mussten die Streamer quasi daraus das Beste machen. Jetzt aber, da sich die Branche öffnet, haben Streamer die Gelegenheit ganz groß rauszukommen und die richtige Lösung für sich und ihr Umfeld aufzubauen und weiterzuentwickeln.

Michael ist unser Inhaber und Chefredakteur von games! Dein Gaming-Magazin. Er zockt, was ihm alles unter die Finger kommt. Am liebsten allerdings Sport inklusive Racing, Simulationen und Action-Adventure.

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