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TxK im Vita-Test

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Tunnelblick mal anders

Auf dem Weg durch den Weltraum wird man mit seinem halbmondförmigen Raumschiff immer wieder auf geometrischen Formen abgesetzt, auf denen man von Außerirdischen angegriffen wird. Mit seiner Bordkanone muss man den Ansturm beseitigen. Zerstörte Gegner lassen oftmals Gegenstände fallen, die einem das Leben etwas leichter machen. Ob Punkteboni, die Fähigkeit von der Form nach hinten zu springen oder ein freundlicher KI-Bot, der einem bis zum Ende eines Levels beim Abschießen unter die Arme greift: Gegenstände sind in TxK essentiell, um das eigene Überleben zu sichern.

Und dann gibt es da noch Warpprismen. Sammelt man von denen 4 Stück ein, wird man in eine Bonusrunde transportiert, wo man Extrapunkte und sogar einen Bonusmultiplikator sammeln kann. Speziell angekündigt vom Sprecher werden außerdem die wertvollen Extraleben. Sobald eines erscheint ertönt ein geradezu hypnotisches „Extra…“ und macht den Spieler aufmerksam, um das erfolgreiche Einsammeln mit einem passenden „…live!“ zu quittieren.

Aber die Gegner machen es einem nicht leicht. Sind sie anfangs noch einfache Hindernisse, so fangen sie später an zurückzuschießen. Dann gibt es Gegner, die eine ganze Reihe unter Strom setzen können oder Ziele, die das Aussehen des Gitters verändern und so mit der Steuerung spielen. TxK wirft einem in jedem Level andere Hindernisse entgegen, bei denen eine schnelle Änderung der Taktik gefragt ist. Man muss dem Spiel aber zugute halten, dass es sich seines Schwierigkeitsgrads durchaus bewusst ist. Deswegen wird man oftmals nach einem extrem hektischen Level in ein ruhigeres versetzt, in denen man sich etwas „ausruhen“ kann. Wird man trotzdem überrannt, so darf man in jedem Level eine Smartbombe zünden, die alle Gegner auf dem Bildschirm ausschaltet. Das schöne ist, dass man diese Bombe auch gezielt einsetzen kann, um Extrapunkte zu generieren. Hat man dann einen Level geschafft, darf man sich auf dem Flug zum nächsten in Präzision üben, während man Tore passiert, mit denen man Extrapunkte verdienen kann.

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Eine der besten Spieleideen der letzten Jahre

100 Level hat TxK und diese können in drei verschiedenen Modi gespielt werden: Im Classic-Modus versucht man einfach bis zum Ende des Spiels zu kommen. Man kann jederzeit aufhören und wieder einsteigen. Oder man geht in vorherige Level zurück, um sich zu verbessern. Denn TxK hat eine geradezu geniale Idee im Classic-Modus umgesetzt. Das sogenannte Restart Best. In jedem Level merkt sich das Spiel 2 Sachen: Wie viel maximale Punkte man hatte, wenn man es betritt und wie viele Leben. So kann man z.B. in einem Level bei 0 einsteigen. Schafft man es, kommt Restart Best zum Einsatz: Es schreibt einem die Punkte gut, die man bei seinem besten Run durch ein Level bis dahin auf dem Konto hatte und man kann an der Stelle weitermachen, um seinen Highscore aufzubessern.

All das kann aber auch anders funktionieren: Hat man Probleme mit späteren Leveln, kann man in früheren Leveln weitere sammeln. Sobald man einen Level mit mehr Leben erreicht als in seinem besten Run, wird Restart-Best diese neue Marke nehmen. Sollte man diesen Level schließlich schaffen, so werden die in diesem Run überschüssigen Leben und der Highscore als Restart Best-Marke gesetzt, bis man sie irgendwann mal übertrumpfen kann. Laut Jeff Minter ist Restart Best eine Mechanik, die schon in zahlreichen früheren Spielen seines Teams zum Einsatz kam und sie es als Standard adaptiert haben, weil es so gut ankommt. Aber man kann diese Idee nicht hoch genug loben. Einerseits wird TxK dadurch extrem fair, auch für nicht geübte Spieler, andererseits kann man es so jederzeit für ein paar Levels zur Hand nehmen und sich keine Sorgen um seinen Fortschritt machen. Jedenfalls, wenn man nur für den Classic-Modus da ist.

Dann gibt es noch den Pure- und den Survival-Modus. Beide müssen von Level 1 an gespielt werden, bis zum Ende in Level 100. Pure ist dabei kein großer Unterschied zu Classic. Erst wenn man alle Leben verliert, muss man ganz von vorne anfangen, aber man darf so viele davon sammeln wie man kriegen kann. Survival hingegen ist etwas für richtig taffe Leute: Hier hat man für alle 100 Level nur drei Leben zur Verfügung und es wird einem die Möglichkeit genommen, weitere zu sammeln.

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OLED is the Retina of the Mind’s Eye

TxK verwendet praktisch den selben Grafikstil von Tempest 2000 mit vielen bunten Farben, allen möglichen geometrischen Formen und vor allem vielen Lichteffekten. Sogar so viele, dass mir Zweifel aufkamen, ob das Spiel unbedingt für Epileptiker geeignet ist. Leider hat Llamasoft an einer Sache nicht gearbeitet: Wenn man erst mal richtig am spielen ist, füllt sich der Bildschirm unweigerlich mit allen möglichen Dingen und man übersieht dadurch schnell mal Hindernisse, die einen dann ein wertvolles Leben kosten. Schwer zu konzentrieren ist es auch dank der Musik. Nicht weil sie zu schlecht ist, ganz im Gegenteil: Sie ist so gut, dass man sich nur zu leicht davon ablenken lassen kann, wie toll die Beats und Bässe doch so sind. Zwar finden sich keine aus Tempest 2000 bekannten Melodien, aber der Soundtrack ist variabel genug, um auf seinen eigenen Füßen zu stehen.

Die Steuerung geht leicht von der Hand, da man nur nach links und rechts steuert, mit X schießt und mit R springt. Die Smartbombe wird mit einem Druck auf Kreis aktiviert oder mit einem Tap auf den Bildschirm der Vita. Ansonsten finden sich auch Online-Leaderboards in TxK. Die Menüführung ist schnörkellos und die Ladezeiten minimal. Kaum gestartet kann es auch schon losgehen, was es ideal auch für kurze Spielzeiten macht.

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FAZIT: Ein wahres Tempest!

Anmerkung: Getestet wurde die PS Vita-Version. Gerüchteweise sind auch Versionen für PC und PS4 in der Entwicklung.

Summary
Meine Erwartungen konnte TxK voll erfüllen: Es ist ein kunterbuntes, schnelles, actionreiches Spiel mit toller elektronischer Musik und simplen Regeln. Sehr flach gesagt ist es Space Invaders mit der Musik von Daftpunk. TxK hat jedenfalls erhebliches Suchtpotential und könnte nach Ablauf der 3 monatigen Vita-Exklusivität auch auf anderen Systemen zu einem massiven Zeitfresser werden, denn es ist einfach sehr schwer damit wieder aufzuhören. Allerdings spricht genau das für ein gutes Puzzlespiel. Und TxK ist ein grandioses! Ein Pflichtkauf für jeden Vita-Fan!
Good
  • Fantastischer Soundtrack!
  • Hoher Suchtfaktor
  • Einzigartige Präsentation
  • Einfache Steuerung
  • Geniale Umsetzung von Spielideen
  • Ideal für alle Spielergruppen
Bad
  • Wenig Übersicht
  • Nutzt die Möglichkeiten der Vita nur bedingt aus
9
Großartig
Written by
Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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