Captiva gamescom 2016 Advanced-Edition im Test

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Erst vor wenigen Tagen hatten wir Captivas neue HyperX-Edition im Test und nun zieht der etwas günstigere Komplett-PC in der Advanced-Edition nach, welche beide passend zur gamescom 2016 veröffentlicht werden. Kann auch die Advanced-Edition überzeugen? Erfahrt dies im Test!

Wer ist Captiva?

Wenn ihr bereits unseren Test zur HyperX-Edition durchgelesen habt, so wisst ihr inzwischen wer oder was genau Captiva ist. Für alle neuen Leser hier, möchte ich dennoch noch mal kurz auf Captiva selbst eingehen.

Die Firma Captiva GmbH existiert seit über 20 Jahren (Gründung 1995) und startete vorerst unter dem Label Captiva mit dem Vertrieb von Grafikkarten. Mittlerweile verfügt aber die Firma über ein großes Portfolio, zu welchem allerlei Tablet PCs mit dem passenden Zubehör, individuell konfigurierbare PCs mit hohen Qualitätsansprüchen sowie externe Festplatten gehören.

Seit 2007 fertigt Captiva im so genannten Built-to-Order-Verfahren (BTO) Komplett-PCs. Genau bedeutet dies, dass der bestellte PC genau nach den gewünschten Anforderungen und Wünschen zusammengestellt und gefertigt wird. Zudem bietet die Firma immer wieder Aktions-PCs an, wie zum Beispiel jetzt drei Komplett-PCs (Starter-Edition, Advanced-Edition und HyperX-Edition) zur gamescom 2016.

Die Hardware der gamescom 2016 Advanced-Edition

Bereits Anfang des Jahres durften wir bereits unseren ersten Komplett-PC von Captiva mit dem Captiva HyperX Gaming-Edition i7-6700 im Test haben. Erst vor wenigen Tagen kam dann mit dem Captiva gamescom 2016 HyperX-Edition der zweite Komplett-PC im Test. Nun folgt mit dem Captiva gamescom 2016 Advanced-Edition der dritte Captiva-Test bei uns.

Wie gewohnt hat Captiva auch bei der Advanced-Edition selbstverständlich ausschließlich Hardware von Markenherstellern verwendet. Auf dem ersten Blick sieht die Hardware auf dem Papier auch ganz gut aus:

  • Gehäuse: Sharkoon VG5-V
  • Netzteil: Thermaltake TR2 S 500W
  • Prozessor: Intel Core i7-6700
  • Mainboard: Gigabyte GA-H110M-S2H
  • Grafikkarte: NVidia GTX960 4GB GDDR5 von Inno3D
  • RAM: 8GB DDR4 Kingston HyperX
  • Festplatte: 120GB SSD Kingston HyperX und 1TB SATA WD
  • Laufwerke: DVD-Brenner
  • Software: Windows 10 Home 64-bit und Ahead Nero 12
  • Extras: Gehäuselüfter LED blau (hinten)
  • Service: 24 Monate Pick-Up Service, Handbücher, Kostenloser Versand

Wie man auf dem ersten Blick sehen kann, ähnelt das Angebot dem der HyperX-Edition. Da die HyperX-Edition allerdings gut 500,- € mehr kostet, müssen selbstverständlich auch Einsparungen vorgenommen werden. So finden wir in der Advanced-Edition leider nur eine GTX 960 von Inno3D. Zudem wurde der Arbeitsspeicher um die Hälfte reduziert, was außerdem auch auf die SSD-Festplatte zutrifft. Auch die dedizierte Soundkarte fehlt erneut.

Für gewöhnlich sagt man, dass das Auge mit isst. Was ist denn bei einem PC das, was man am meisten sieht? Nicht die tolle Hardware, nicht die Leistungsdaten auf dem Papier, sondern das Gehäuse. Während Captiva noch bei der HyperX-Edition auf das für uns wunderschöne Gehäuse Versa N21 von Thermaltake gesetzt hat, so wird bei der Advanced-Edition das VG5-V von Sharkoon verwendet. Ich weiß, dass man über Geschmack streiten darf und zumindest auf dem ersten Blick sieht dieses Gehäuse auch nicht sonderlich schlecht aus. Aber sobald der PC angeworfen wurde, wirft die Gehäusefront eine penetrante, starke blaue Beleuchtung entgegen, die so hell ist, dass dies selbst beim Spielen, je nachdem wo man den PC positioniert hat, im Augenwinkel stören könnte. Ich habe das Leuchten ständig im Augenwinkel gehabt und empfand dies als ziemlich nervig. Zudem lassen Gamer gerne mal ihren Rechner über die Nacht an, da man vielleicht über Steam mal wieder ein zig-Gigabyte großes Spiel herunterladen muss. So hat man ständig das penetrante blaue Licht im Raum. Ich hätte es schöner gefunden, wenn Captiva ein anderes Gehäuse gewählt hätte, oder aber Sharkoon selbst die Möglichkeit geboten hätte, per Schalter dieses Licht auszustellen oder zumindest zu dämmen. Ich mein, gegen die blauen Gehäuselüfter ist nichts einzuwenden, aber diese zwei Streifen links und rechts an der Front erleuchten fast den kompletten Raum und das ist viel zu viel des Guten.

gtx960_IMG_3074  Captiva gamescom 2016 Advanced-Edition im Test

Die Performance

Aber kommen wir nun zum wichtigsten Teil, der euch mit Sicherheit am meisten interessieren dürfte: Die Performance des Captiva gamescom 2016 Advanced-Edition. Wie bereits erwähnt lässt der erste Blick auf die Spezifikation positiv stimmen. Allerdings konnten wir direkt schon einen kleinen Flaschenhals entdecken, welcher das System im Bereich der Spiele ausbremsen könnte. Zwar ist hier im Gegensatz zur HyperX-Edition nur die Hälfte an Arbeitsspeicher verbastelt, allerdings finde ich das in Verbindung mit einem Intel Core i7-6700 nicht sonderlich schlimm. Vor allem weil Arbeitsspeicher nicht mehr sonderlich teuer ist. Zumindest wird hier direkt zukunftsorientiert gedacht und man hat gleich einen DDR4-Speicher ins Mainboard gesetzt. Allerdings wurde nur ein einzelner Ram-Riegel verwendet. Dies bedeutet, dass ihr nicht das Feature des Dual Channels nutzen könnt. Aber wie gesagt ist ein zweiter Riegel nicht mehr teuer, schnell gekauft und auch recht fix eingesetzt. Was aber wirklich der Flaschenhals bei der Advanced-Edition ist, ist die GTX 960 Grafikkarte.

Ich persönlich bin von den X60er Karten von Nvidia alles andere als überzeugt, was auch die Performance-Benchmarks gleich zeigen werden. Natürlich lassen sich damit auch aktuelle Spiele in Full-HD spielen, allerdings kann es hier schon passieren, dass nicht mehr alle Spiele die auf der gamescom 2016 gezeigt werden, auch mit vollen Details laufen. Auch an VR wie die Rift oder Vive sollte man bei diesen Komplett-PC nicht denken, denn dafür ist man noch zu viele Punkte im Benchmark entfernt.

gtx960_3DMark  Captiva gamescom 2016 Advanced-Edition im Test

gtx960_heaven  Captiva gamescom 2016 Advanced-Edition im Test

gtx960_valley  Captiva gamescom 2016 Advanced-Edition im Test

Fazit: Nicht für jeden Geschmack

Vor allem das Gehäuse trifft aufgrund der aufdringlichen Beleuchtung nicht jeden Geschmack. Aber selbstverständlich gibt es auch Personen, die genau deswegen sich ein Gehäuse kaufen würden, aber es ist absolut nicht meins. Zudem, auch wenn es sich hierbei um eine Advanced-Edition handelt, bin ich mit der Wahl der Grafikkarte nicht ganz so zufrieden. Aber vielleicht war auch dieses Mal der Preis für den PC so knapp kalkuliert, dass sich eine GTX 970, die ca. 100,- € mehr kosten dürfte, einfach nicht gelohnt hat bzw. das Budget des PCs gesprengt hätte. Mit der GTX 960 wird der durchschnittliche Gamer zwar eine Zeit lang durchkommen, aber es dauert nicht all so lange, bis auch dieser nach mehr schreit. Aber eventuell wurde bis zu diesem Zeitpunkt fleißig gespart, so dass der PC mit einem weiteren RAM-Riegel und einer besseren Grafikkarte aufgerüstet werden kann. Denn eine solide Basis erhaltet ihr mit diesem PC auf jeden Fall und dank DDR4 und einer bereits modernen CPU seid ihr was das Aufrüsten des PCs betrifft, für die Zukunft gut gerüstet.

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Der Captiva gamescom 2016 Advanced-Edition ist im Online Shop von expert für 999,- € erhältlich. Mehr Infos zum PC selbst findet ihr auf der Website von Captiva.

Good

  • Nur Markenkomponenten verwendet
  • gutes Kabelmanagment
  • Ausreichende SSD-Festplatte für wichtigste Programme
  • keine unnötige Software vorinstalliert
  • Anstecken - Spiele installieren - loszocken
  • inklusive Windows 10 Home Lizenz
  • Zukunftssichere Basis fürs spätere upgraden

Bad

  • Könnte unter Volllast etwas leiser sein
  • zu starke und nervige Beleuchtung an der Gehäuse-Front
  • "nur" eine GTX960
  • keine dedizierte Soundkarte
8

Sehr gut

Michael Bragg ist der Chefredakteur von games! Dein Gaming-Magazin. Er hat kein spezielles Genre, sondern zockt alles was er in seine Finger bekommen kann.

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