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Wolfenstein: The New Order

PC PlayStation 3 PlayStation 4 Xbox 360 Xbox One
8.5

Sehr gut

Wolfenstein: The New Order Preview

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Der 2.Weltkrieg ging anders aus, als man annahm. Zumindest wollen Bethesda und Entwickler MachineGames uns das weiß machen. Denn in Wolfenstein: The New Order hat Deutschland den Krieg gewonnen – und damit der Welt seinen ganz eigenen Stempel aufgedrückt. Auf der Gamescom in Köln durfte ich dieses Wochenende schon einmal einen Blick in die Demo werfen.

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Zwei Waffen gleichzeitig

Es beginnt im Jahre 1946. Der Krieg geht inzwischen schon rund ein Jahr länger als gedacht und die Nazis sind alles andere als besiegt. Im Gegenteil: Eine kleines Kommando der Amerikaner dringt in feindliches Territorium ein, um General Deathshead zu eliminieren, dessen grauenvolle Experimente Deutschland erst ermöglicht haben, den Krieg zu ihren Gunsten zu wenden. Wie auch schon in den bisherigen Teilen übernimmt der Spieler die Kontrolle über Sergeant B.J. Blaskowitz, schon seit langen Jahren der traditionelle Protagonist der Reihe. In der allerersten Sequenz erklimmen wir mit Seilen gesichert die Wand eines Schlosses, während uns deutsche Soldaten von den Fenstern aus beschießen.  Ziel ist das Fenster auf der obersten Etage, hinter dem man sich sich seinen Weg durch die Gänge des Schlosses frei schießt. Das ist jedoch nur ein möglicher Weg, denn wahlweise kann man auch versuchen, mit Stealthkills durchzukommen. Leider ist das Stealthsystem etwas rudimentär, denn Leichen kann man z.B. nicht wegräumen und so wird man zwangsläufig früher oder später doch entdeckt. Immerhin darf man diesmal auch zwei Waffen gleichen Typs gleichzeitig tragen. Vorausgesetzt, man findet auch welche. Dabei gibt es keine Unterschiede, ob man Pistolen oder Sturmgewehre benutzt. Nebenher sammelt man auch andere Gegenstände ein, wie z.B. herumliegendes Essen, welches die Gesundheit wiederherstellt und – in einer sehr netten kleinen Referenz – auch wertvolle Gegenstände wie Goldkelche und -Schwerter, die als Sammelgegenstände fungieren.

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Verzweifelte Flucht

In der Festung trifft Blaskowitz schließlich auf seine Kameraden, die versuchen, in das Wrack eines abgestürzten Flugzeugs einzudringen. Man selbst muss derweil mit einem schweren MG-Geschütz für Feuerschutz sorgen. Leider erweist sich das gesuchte Wrack als Falle und man stürzt ab in einen Raum, der sich als riesengroßer Krematoriumsofen entpuppt, aus dem man flüchten muss. Doch im anderen Raum stellt sich dann zum ersten Mal ein ikonischer Gegner der Wolfenstein-Reihe der Gruppe: Der Supersoldat. Nach einem kurzen Feuergefecht (und mehrerer entleerter Magazine) kippt der Koloss schließlich um. Leider gehörte er zu einer ganzen Gruppe, die General Deathshead persönlich anführt – und die uns auch prompt gefangen nimmt. Der Professor zwingt uns schließlich, einen unserer Kameraden auszuwählen, an dem Experimente durchgeführt werden sollen. Anschließend werden wir alleine gelassen in dem schon angesprochenen Krematorium. Einer von Blaskowitzs Kollegen kann sich von den Fesseln befreien und gibt uns ein Eisenrohr, mit dessen Hilfe wir die Brenner zerstören müssen. Nach dem man schließlich ein Schloss geknackt hat, springt man aus dem Fenster und wird bei der darauf folgenden Explosion schwer verletzt.

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Ein Haus, das Irre macht

Nun folgt ein Sprung in der Geschichte. Man wird in ein polnisches Sanatorium eingeliefert. 14 Jahre lang findet sich Blaskowitz in einem Dämmerzustand. Obwohl er alles in seiner Umgebung mitbekommt, kann er nicht auf sich aufmerksam machen. Gepflegt wird er in dieser Zeit von einer Frau namens Anya und ihren Eltern, dem leitenden Arzt der Anstalt und der Oberschwester. 1960 sind die Nazis – die den Krieg inzwischen gewonnen haben – gekommen, um die Anstalt zu schließen. Vor unseren Augen nehmen sie Anya gefangen und erschießen ihre Eltern. Gerade als der Soldat auch Blaskowitz ausschalten wird, erwacht dieser aus seinem Koma und erledigt ihn selbst. Noch ganz benommen, aber bewaffnet muss man sich nun seinen Weg aus der Anstalt bahnen, um Anya rechtzeitig vor ihrem Abtransport herauszuholen. Mit der Ankunft an ihrem Auto endet schließlich die Demo.

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Okkult war gestern

Technisch betrachtet ist die Demo recht gelungen. Die Grafik ist leider nicht beste, bietet aber immerhin einige nette Lichteffekte. Der Soundtrack sticht nicht besonders hervor und bietet größtenteils Orchestermusik. Dafür sind die Soundeffekte gelungen und geben den Waffen den nötigen Klang, denn man von einer Waffe der 40er Jahre erwarten kann. Nach dem Ende der Demo fragte ich nach den für Wolfenstein typischen irren Waffensystemem wie Tesla-Spulen und das Venom-Gewehr. Man versicherte mir, dass dieser Teil der Demo noch sehr früh in der Kampagne spielt (genau genommen ist es der Teil direkt nach dem Prolog) und dass modernere und bekannte Waffensysteme in den späteren Leveln folgen sollen. Auch interessant war die Anmerkung, dass diesmal Okkultismus wohl sehr viel weniger eine Rolle spielen soll. Statt mystischen Elementen sollen es diesmal vor allem Waffen richten, die der wahnsinnigen Technik der Nazis entsprungen sind.

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AUSBLICK: Solider Weltkriegsshooter mit einer ordentlichen Portion Science Fiction

Insgesamt scheint Wolfenstein: The New Order seine Vorgänger konsequent fortzuführen. Mit Spannung darf man eine alternative Geschichte erwarten, die sich offenbar stark an dem Roman “Vaterland” von Robert Harris orientiert und gleichzeitig mit verrückter Technik und altbekannten Elementen der Wolfenstein-Reihe aufwartet.

Nach einer Verschiebung vor einigen Wochen, wird Wolfenstein: The New Order 2014 für PC, Xbox 360, PS3, Xbox One und PS4 in den Handel kommen.

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