Follow
Startseite » Reviews » Gaming Reviews » Total War: Warhammer Review Call Of The Beastmen-DLC

Total War: Warhammer Review Call Of The Beastmen-DLC

Lohnt es sich dem Call Of The Beastmen, dem teuersten Total War-DLC aller Zeiten, Folge zu leisten? Wir haben es herausgefunden!

 

Die Alte Welt, und vor allem der von Menschen bewohnte Teil, muss brennen – wieder einmal. Dass die Menschen sich ihrer Wälder ermächtigt haben, hat die Tiermenschen mächtig erbost. Nun blasen sie zum Gegenangriff, um sich ihre Vorherrschaft zurückzuerobern. Diesen Rachefeldzug tritt die neue Rasse der Tiermenschen sogleich in zwei Kampagnen an: Einerseits legt sie sich in der „Großen Kampagne“ mit der gesamten Alten Welt an, andererseits geht Khazrak der Einäugige in „Auge um Auge“ seine ganz persönliche Vendetta gegen Boris Wüterich, den Kurfürsten von Middenland, an. Ähnlich wie bei den Chaoskriegern handelt es sich bei den Tiermenschen um eine Hordenfraktion: Das heißt sie bauen keine Städte, sondern führen ihre Gebäude mit sich und leben insgesamt vom Plündern und Brandschatzen.

Ein offizielles Gameplay zur Minikampagne

Auge um Auge – die erste Warhammer Minikampagne

Da Sega „Call of the Beastmen“ ausdrücklich als Kampagnenpaket für 17,49€ vermarktet, womit es das bisher teuerste DLC eines Total War-Spiels ist, macht es Sinn, zunächst einen Blick auf seine neue Minikampagne „Auge um Auge“ zu werfen. Boris Wüterich nahm Khazrak in einer Schlacht ein Auge, was ihm den Beinamen „Der Einäugige“ verlieh. Nun sinnt Khazrak der Einäugige auf Rache und führt die Tiermenschen in seiner Vendetta gegen Middenland und seine Verbündeten. Schauplatz dieses Feldzugs ist die eigens für die Minikampagne gestaltete Kampagnenkarte, die zwar deutlich kleiner als die der Großen Kampagne ausfällt, dafür aber mit viel Hingabe gestaltet worden ist. Dementsprechend gut weiß Ihre Optik zu überzeugen.

Vor dem Start von „Auge um Auge“ könnt ihr euch genau zwischen den Tiermenschen unter Khazrak und den Tiermenschen unter Khazrak entscheiden. Damit ist die Minikampagne des teuersten Kampagnen-DLCs aller Zeiten auch die allererste Minikampagne des Franchises, in der man nur eine einzige Fraktion spielen kann. Warum das so ist, bleibt schwer zu beantworten. Selbst ohne groß mit neuen Einheiten zu protzen, wäre es reizsam gewesen, mit Middenland gegen Khazrak zu ziehen. Zumindest brachte das kostenlose Update den Bernsteinzauberer als neue Einheit und das DLC bringt mit Boris Wüterich einen neuen Kommandanten. Letzterer kann in der Kampagne vom Spieler jedoch nicht ausgewählt werden. Zum Glück hat Creative Assembly keine Imperiumseinheiten in den kostenpflichtigen DLC gepackt. Ein spielbares Middenland wäre mit ein paar kostenlosen Einheiten für das Imperium, querfinanziert durch Call of the Beastmen, wirklich sehr cool gewesen. Verlangen sollte man dies aber nicht – ein spielbares Middenland hätte so schon ausgereicht. Da auch die Grünhäute auf der Karte präsent sind, hätte Creative Assembly die Gunst der Stunde nutzen können, um mit einem spielbaren Stamm ein paar neue Mechaniken in die Kampagne einzufügen. Im Großen und Ganzen verzichtet Creative Assembly nämlich auf neue Funktionsweisen, die extra für diese kleine Kampagne geschaffen sind. Weil es zwangsweise neue Mechaniken erfordert hätte, hätte ein spielbarer Grünhautstamm gerade deswegen Spielspaßpotenzial besessen. Da nur sehr wenige Regionen von Grünhäuten erobert werden können, hätte eine spielbare Grünhautfraktion in dieser Kampagne zu spielen eine besondere Erfahrung geboten. Auch für sie hätte es nicht unbedingt neue Einheiten gebraucht.

Zusammengefasst gelingt es nur den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und einer kürzlichen Änderung der Siegesbedingungen für mich einen gewissen Wiederspielbarkeitswert zu erzeugen. Es ist zu befürchten, dass wer sie einmal gewonnen hat, noch nicht einmal ihren Startdialog überhaupt anklicken wird. Trotz der aufwendig gestalteten Kampagnenkarte verschenkt Creative Assemlby aufgrund der fehlenden Wiederspielbarkeit die Möglichkeit, einen längerfristig interessanten Spielplatz für Total War: Warhammer zu schaffen. Noch unglücklicher stimmt dieser Umstand dadurch, dass dieser einmalige Durchgang wirklich Laune bereitet. Durch die vergleichsweise kleine Karte und die Verbrüderung der menschlichen Fraktionen wird der Spieler schnell von mehreren Armeen über die Karte gejagt. Jeder falsche Schritt kann in eine ungewünschte Schlacht führen, die für eine Hordenfraktion wie die Tiermenschen das Ende bedeuten kann. In anderen Situationen übernehmen die eigenen Tiermenschenhorden die Rolle des Jägers und überfallen die, mitunter arglosen Menschen, aus dem Schutz der Wälder. Mit diesem Feldzug ist man etwa 10 Stunden oder auch ein paar Stunden länger beschäftigt, was im Vergleich zu so manch anderem Franchise fremden DLC gar kein so schlechter Schnitt ist. Trotzdem schwächelt die neue Kampagne zu sehr, um allein als Kaufgrund für Call of the Beastmen herzuhalten.

So spielen sich die Tiermenschen auf einer Kampagnenkarte

Zum Glück gibt es noch die Tiermenschen, als neue Rasse bilden sie den zweiten Teil des digitalen Erweiterungspakets. Überspitzt handelt es sich bei ihrem Kampagnenauftritt um einen Mix aus Chaoskrieger- und Grünhautfunktionsweisen, ergänzt durch ein paar neue Mechaniken. Wie eingangs erwähnt, zählen sie wie die Chaoskrieger zu den Hordenfraktionen, die keine Städte erobern, sondern nur brandschatzen können. Folglich errichten die Tiermenschen ihre Gebäude nur als Zeltstädte, die sie mit sich herumschleppen, wobei Creative Assembly ihnen einen ganz eigenen Gebäudebaum spendiert hat. Dieser wirft keinerlei Geld ab, sondern bietet nur die Reduktion von Unterhaltskosten an. Was im ersten Moment nach einer unheimlich blöden Idee klingt, lässt sich durch regelmäßiges Plündern, Brandschatzen und eben durch Gebäude und Charaktereigenschaften erzeugte Unterhaltsreduktion abfedern. Beispielweise reduziert ein später verfügbares Gebäude den Gesamtunterhalt einer Armee in seiner ersten Stufe bereits um 25%, in der Zweiten sogar um 50%. Zudem findet sich im untersten Fähigkeitsbaum eines jeden Horden-Kommandanten eine praktische Eigenschaft, durch die sich Rekrutierungs- und Unterhaltskosten weiter reduzieren lassen – (meiner Erfahrung nach lohnt es sich hier sehr ein paar Punkte zu investieren). Als Fraktion von Total War: Warhammer bleibt den Tiermenschen auch nichts anderes übrig, als zu forschen. Ihr sehr rudimentärer Forschungsbaum verliert mit jeder erforschten Technologie Effektivität, was nur durch kostenintensive Forschungen in einem zweiten Ast ausgeglichen werden kann – da der Baum aber eben so rudimentär ist, kann man auch einfach länger auf ihre Erforschung warten.

Da das eindeutig noch nicht genug Kopfzerbrechen für die mickrigen Menschen der Alten Welt bedeutet, gibt ein „Bestienwutometer“ jederzeit Auskunft darüber, wie es um die Wildheit einer jeweiligen Horde bestellt ist: Überschreitet dieser Wert eine gewisse Grenze und besteht die Horde aus mindestens 17 Einheiten (ihre Qualität ist dabei egal), taucht eine KI gesteuerte Großherde auf, die der Spieler herumkommandieren kann. Diese Funktion kommt euch erschreckend bekannt vor? Nein, ihr erlebt kein Deja-vu – eine quasi exakt gleich funktionierende Anzeige findet sich auch bei den Grünhäuten, nur heißt sie dort etwas anders und lässt einen WAAAGH! statt einer Großherde auftauchen. Die pure Macht und Nützlichkeit der Großherden tröstet aber über den Umstand, dass die Funktion nicht wirklich neu ist, hinweg.

Auch wenn es bis jetzt den Anschein hat, kopieren sich die Tiermenschen nicht alles zusammen: Da wären zum Beispiel die etwas unscheinbaren Chaosmond-Ereignisse. Wie aufmerksamen Spielern schnell bewusst werden dürfte, klebt oben rechts ein kleiner Mond am Interface der Tiermenschen. Alle paar Runden löst dieser liebliche Mond „Morthlieb“ ein Event aus, in dessen Zuge man sich einen Effekt aussuchen kann. Doch Vorsicht – jeder dieser Effekte hat nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile. Eine deutlich erhöhte Verstärkungsrate zu haben, mag zwar sehr nützlich sein, geht aber auf Kosten des Wachstums. Andersherum kann der Mond auch den Wachstum stark boosten, setzt die Verstärkungsrate dafür jedoch auf Null. Jeder dieser Effekte bleibt nur für ein paar Runden aktiv, der Spieler muss sich aber immer für einen Effekt entscheiden. Es gilt abzuwägen, wann welcher Effekt am nützlichsten und wann er gerade überhaupt nicht angebracht ist.

Total War: Warhammer Review Call Of The Beastmen-DLC 20160801221326_1

Wirklich zum Glänzen bringt Creative Assembly seine neue Fraktion jedoch erst durch ihre neuen Armeestellungen, seine Optionen nach einer Belagerung und den Wegfall eines Antifeatures: Standardmäßig befinden sich Tiermenschen-Horden in einer Überfallstellung, durch die eine recht hohe Wahrscheinlichkeit besteht, feindliche Armeen bei einem Angriff in einen Hinterhalt zu locken. Diese Hinterhalte verlagern die Schlacht auf eine spezielle Bestienpfadkarte, die eure FPS etwas strapazieren wird. Ihre Lagerstellung ist zwar grundsätzlich nicht neu, tarnt die eigenen Armeen jedoch dauerhaft – dadurch eignet sie sich ausgezeichnet für Hinterhalte oder für einen überstürzten Rückzug. Während die Plünder- genauso wie bei allen anderen Rassen funktioniert, ähnelt die Bestienpfadstellung der Untertunnelung der Zwerge und Grünhäute und kann damit selbst unpassierbares Gelände überwinden. Allerdings muss man aufpassen, da eine abfangende Armee die auf den Pfaden wandelnde Horde in einen Hinterhalt auf einer Bestienpfadkarte lockt – was sehr übel enden kann. Jeder braucht Geld, sogar die Tiermenschen, auch wenn es bei ihnen Gunst heißt (die Chaoskrieger lassen grüßen). Gewinnen die Ungetümer eine Belagerungsschlacht können sie zwischen zwei Optionen wählen: Soll die Stadt zerstört und geschändet oder ausgeraubt und zerstört werden? Ersteres gibt einen Wachstumsboost, zweiteres mündet in eine Menge Gunst. Weil das alles noch nicht genug Kummer für die anderen Rassen der Alten Welt bedeutet, kennen die Tiermenschen keine Rivalität unter ihren Horden. Das heißt, sie können alle zusammen in einem großen Pulk über die Karte ziehen und alles in Schutt und Asche legen.

Etwas zusätzlichen Lob hat Creative Assembly für eine weitere Änderung verdient: Malagor und Khazrak, die beiden legendären Kommandanten, starten tatsächlich von unterschiedlichen Punkten in der Alten Welt. Während Khazrak in Bretonnia seinen Feldzug beginnt, muss sich Malagor aus dem Ödland der Grünhäute vorkämpfen. Damit gibt es endlich einen nennenswerten Unterschied je nachdem, welcher legendärer Kommandant vor dem Beginn der Kampagne gewählt wird. Ferner verfügen beide über ihre eigenen Questschlachten. Auch um Helden kommen die Tiermenschen nicht herum, deren Rolle einerseits der beeindruckende Gorebull und andererseits drei verschiedene Varianten von Schamanen übernehmen, die die zwei neuen Lehren der Bestien und Wildheit und die alte Todesmagie ausüben können.

Wie bekommt man Tiermenschen eigentlich in eine Schlachtreihe?

Bei dem ganzen Zerstörungverbreiten auf der Kampagnenkarte steht auch die ein oder andere Schlacht an. Auf dem Schlachtfeld setzen die Tiermenschen hauptsächlich auf schwach gepanzerte und vergleichsweise schnelle Ungor- und Gor-Truppen (nur ihre absolute High-Tier-Infanterie, die Bestigorherde, ist stark gepanzert). Viele der Einheiten lassen sich außerhalb der Standardaustellungszone aufstellen, was sehr nützlich sein kann. Mit ein wenig bestienhafter Infanterie kann man allerdings niemanden begeistern. Wirklich interessant wird es bei den Tiermenschen erst bei den Spezialeinheiten, Monstern, Helden und Kommandanten. Wer Minotaureninfanterie durch Infanteristen springen sieht, versteht einfach was damit gemeint ist. Diese Bestien sind der Hammer. Dazu kommen Zentauren, Zygore, Gnargore, Gnargorstreitwagen, Chaosbrut, Chaoshunde und ein Riese. Da wären außerdem die zyklopenartigen Zygoren, die große Felsen nach ihren Feinden werfen, als gedopte Chaoshunde in Wildschweinform über das Schlachtfeld stürmende Gnargore und Zentauren (auch Centigor), die als schnelle Kavallerie ordentlich Ärger bereiten. Fünf Einheiten werden euch beim Spielen der Tiermenschen allerdings sehr bekannt vorkommen: Chaoshunde, Chaoshunde mit Giftschaden, Chaosbrut und Riesen finden sich auch bei den Chaoskriegern. Aber keine Sorge, Creative Assembly hat sie nicht einfach kopiert, sondern jeder Einheit ihr eigenes Bestienaussehen verpasst. Ihr werdet einen Chaosriesen nicht so schnell mit einem Riesen der Tiermenschen verwechseln. Ebenfalls eindrucksvoll kommt der Gorebull daher, der als eine übergroße Variante der Minotauren über das Schlachtfeld stürmt. Wenn ihr eine andere Bestie loswerden wollt, kann er euch behilflich sein.

Diese interessanten Einheiten zum Trotz kommen die Tieremenschen, selbst wenn man das bloße Ausrüsten von Schilden als neue Einheit zählt, maximal auf 20 Standardeinheiten. Viele dieser Einheiten kommen durch Waffenwechsel zustande, was meiner Meinung nach meist nicht schlimm ist, weil beispielsweise der Wechsel von Einhand zu Zweihandwaffen oder gar Fernkampfwaffen die Einheit wirklich verändert. Allerdings hört der Spaß bei bloßen Hinzufügen eines Schilds auf. Sowohl für die Gorherde, die Ungorspeerkämpfer, die Zentauren als auch die Minotauren gibt es eine zusätzliche Variante mit Schilden. Also verfügen die Tiermenschen defacto nur über 16 Standardeinheiten. Zwar kommen da noch die drei Schamanenvarianten (kommandantenfähig), der Gorebull und der Bestienkommandant hinzu, nichtsdestotrotz weiß die Einheitenauswahl selbst bei gutem Willen nicht zu verbergen, dass Creative Assembly versucht hat, sie nach mehr aussehen zu lassen. Da das auch tatsächlich zutrifft, rechtfertigt dieser Umstand etwas Pedantsein: Fans des Tabletops werden bei einem Blick auf die vollständige Einheitenauswahl schnell klaffende Lücken erblicken, denn die Tiermenschen von „Call of the Beastmen“ können weder Harpyen, noch Todesbullen, Razorgor-Streitwagen, Ghorgor oder Jabberslythe in die Schlacht führen. Creative Assembly begründet die unvollständige Einheitenauswahl damit, dass das DLC sonst zu teuer und der Aufwand zu hoch geworden wäre. Wenn die Kampagne mehr Wiederspielbarkeitswert besäße, dann wäre diese Ausrede mehr als annehmbar, beim jetzigen Stand löst diese Aussage nur Enttäuschung beim Konsumenten aus. Sie klingt nach einer schlechten Ausrede, auch wenn sie Sinn macht, weil die an der Kampagnenkarte arbeitenden Mitarbeiter zumeist nicht gerade 3D-Artisten sind, welche genauso gut neue Einheiten bauen könnten.

Statt dieser Entschuldigung hätte ich mir eine andere gewünscht, eine die mehr dem Verhalten entspricht, das Creative Assembly an den Tag legt: Die allermeisten Total War-DLCs waren bis dato immer schon preislich höher angesetzt. Dafür patchte das Studio häufig kostenlose Inhalte nach, wenn es wirkliche Lücken gab. Genau diese sollte das Team auch für “ Call of the Beastmen“ liefern. Es müssen nicht alle fehlenden Einheiten hinzukommen, aber drei der aufregendsten wäre sehr wünschenswert. Die Tiermenschen sind Total War: Warhammer eindeutig würdig und bereiten Laune in der Schlacht, könnten jedoch noch Verstärkung gebrauchen.

Fazit: Eine mäßige Minikampagne und eine tolle Fraktion mit Verstärkungsbedarf

Call of the Beastmen ist für 17,49€ ausschließlich für den PC erhältlich und setzt den Besitz von Total War: Warhammer voraus.

Summary
Ein Kampagnenpaket baut sich normalerweise um eine neue Minikampagne herum auf: Hier zeigt es neue Funktionen und lässt die Spieler ein neues Szenario ausprobieren, das franchisetypisch Wiederspielbarkeitswert aufweist. Zugegebenermaßen verdienen nicht alle diese Zusatzkampagnen Lobpreisung, zumeist waren sie mehr vom Gleichen: Neue Maßstäbe setzten hier Rise of the Samurai für Shogun 2 und das Zeitalter Karls des Großen für Total War: Attila. Mit diesen hochkarätigen DLCs kann sich "Call of the Beastmen" bei bestem Willen nicht messen. Seine Minikampagne taugt bestenfalls als netter Zusatz zu den Tiermenschen, bietet aber wenig Wiederspielbarkeitswert und keinerlei neue Features. Dafür sieht sie zumindest hübsch aus und ein einmaliger Durchgang lohnt sich.Ganz offensichtlich ist der Star von "Call of the Beastmen" nicht die Kampagne, sondern die Tiermenschen an sich. Sie zu spielen bereitet mir in den Kampagnen unheimlich viel Spaß, auch wenn sie sich einige Features bei den anderen Fraktionen abgeguckt haben. Tatsächlich sind sie auf der Weltkarte sogar etwas spaßiger als die Chaoskrieger, was am fehlenden Rivalitätsverschleiß, den neuen Armeestellungen und dem schnelleren Niederbrennen von Städten liegt. Während Creative Assembly für Total War: Warhammer gewohnt hohe Qualität an Einheiten für die Echtzeitschlachten abliefert, weist die Einheitenauswahl deutliche Lücken auf. Hier besteht Nachbesserungsbedarf, der durch für Käufer des DLCs kostenlose Zusatzinhalte gedeckt werden sollte. Eine Schlacht mit den Tiermenschen zu bestreiten, macht Laune, genau deswegen wünsche ich mir eine Vervollständigung der Fraktion. (Glücklicherweise sind schon Gerüchte aufgetaucht die so etwas andeuten. Eine Bestätigung bleibt momentan leider noch aus.)Für wen lohnt sich Call of the Beastmen also? Wenn ihr große Total War: Warhammer Fans seid und das Geld etwas lockerer sitzt, könnt ihr allein wegen der spaßigen Tiermenschen-Fraktion zugreifen. Da die Minikampagne maximal mäßig ist und die Einheitenauswahl der Tiermenschen noch Lücken aufweist, liegt für alle anderen die Empfehlung nah, auf eine Preissenkung oder eine Überarbeitung des DLCs zu warten. Zur Überbrückung bietet sich hier das gelungene Chaoskrieger-DLC an.
Good
  • Bisher bestes Hordenspielerlebnis auf der Kampagnenkarte
  • Tiermenschen nutzen eigene Armeestellungen
  • Bestienpfadschlachten neu eingeführt
  • Mondereignisse bieten neues strategisches Element
  • Selbst schon bekannte Einheiten wie die Chaosriesen, die die Tiermenschen laut der Tabletop-Vorlage ebenfalls nutzen, haben eigene Modelle erhalten
  • Sehr gelungene Einheiten für die Schlachten - Minotauren, Zygoren und Zentauren sind einfach toll!
  • Unterschiedliche Startpunkte für die legendären Kommandanten
  • Neue Magielehren für die Schamanen
Bad
  • Neue Kampagne "Auge um Auge" hat kaum Wiederspielbarkeitswert
  • Nur eine Fraktion in "Auge um Auge"
  • Keine neuen Features in "Auge um Auge"
  • Einheitenauswahl der Tiermenschen weist erhebliche Lücken auf - wichtige Einheiten aus dem Tabletop fehlen
  • Preis-/Leistungsverhältnis im Vergleich zum Zeitalter Karls des Großen und den Chaoskriegern mäßig
Written by
Michael Bragg ist der Chefredakteur von games! Dein Gaming-Magazin. Er hat kein spezielles Genre, sondern zockt alles was er in seine Finger bekommen kann.

Bewerte den Artikel

0 0

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Lost Password

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.