Tom Clancy´s The Division Review Untergrund-DLC

PlayStation 4 Xbox One

 

Am 28. Juni erschien nun der lang erwartete erste große DLC für Tom Clancy´s The Division. Dieser kam zusammen mit einem umfassenden Update für das Spiel daher und brachte neue Aufgaben, Rüstungssets und herausfordernde Missionen mit sich. Wir haben den DLC gespielt und verraten euch, ob der DLC sein Geld wert ist.

 

Seit dem Release im März erschienen für das Online-Spiel von Ubisoft zahlreiche Updates und kleinere, kostenlose Erweiterungen. Letztere brachten neue Waffen und Rüstungssets für alle Jäger und Sammler da draußen und für fleißige und tapfere Gruppenspieler gab es die Übergriffe Falcon verloren und Klarer Himmel. All diese Neuerungen wurden kostenlos zur Verfügung gestellt und brachten den Spielern zahlreiche Stunden Spielspaß. Für €14,99 erschien nun kürzlich der erste Bezahl DLC Untergrund, der entweder separat oder als Teil des Season Pass erhältlich ist.

Neue Zentrale im Untergrund

Zu Beginn führt uns der Weg in die neue Operationszentrale für alle Division Agenten. Hier gibt es im Vorfeld ein Hub, wo neue Händler hochwertige Ausrüstung verkaufen. In der Operationszentrale selbst finden wir Computerterminals, an denen man sich mit anderen Spielern zusammenschließen und die neuen Untergrund-Operationen angehen kann. Diese führen die Spieler in die Kanalisation beziehungsweise in verwaiste U-Bahnschächte, in denen Gegner ihre Lager aufgeschlagen haben. Die Spielergruppen müssen hier zumeist spezielle Gegner ausschalten, Informationen beschaffen oder verloren gegangene JTF-Gruppen befreien.

Ein schönes Detail bei diesem neuem Gebiet ist, dass es sich bei jedem Operations-Start neu zusammensetzt. Die Level bestehen aus einzelnen Abschnitten, die immer wieder neu ausgewählt und zu einem großen Ganzen generiert werden. So muss man sich in beinahe jeder Mission neu orientieren und hat folglich mehr Abwechslung. Das ist eine schöne Sache, wie wir finden, auch wenn man nach einigen Stunden fast alle Abschnitte gesehen hat.

Weiterhin hat Ubisoft ein neues Rang-System eingeführt. Mit den in den Operationen verdienten Erfahrungspunkten steigt ihr im Rang auf und könnt damit Direktiven festlegen, die den Schwierigkeitsgrad eurer Mission etwas anpassen. So könnt ihr per Direktive die Minimap und Gegnermarkierungen ausschalten oder die Verwendung der Skills innerhalb der Gruppe erschweren. Auch die Länge der Missionen kann erweitert werden. Dauert eine Operation zu Anfang bis zu maximal 15 Minuten in einer Phase, kann eine Operation ab einem bestimmten Rang bis zu drei Phasen umschließen und die Spielzeit so auf 45 Minuten gestreckt werden – zugunsten von mehr Erfahrungspunkten und selbstverständlich mehr Loot.

Mit dem DLC kommen auch 4 neue Sets ins Spiel, die auf den üblichen bekannten Wegen erbeutet werden können. Zum einen kann man sie regulär bei diversen Elite-Gegnern oder als Bauplan finden, zum anderen gewisse Teile gleich ganz beim Händler kaufen. Gleichzeitig mit dem DLC erschien auch das Update 1.3, das gleich 10 neue Waffen bereithielt. Vor allem das G36 steht bei vielen Spielern hoch im Kurs, überzeugt es doch durch eine hohe Durchschlagskraft, Genauigkeit sowie eine schnelle Feuerrate. Mit dem Showstopper fand auch eine automatische Shotgun den Weg ins Spiel.

Willkommen in der Hölle

Wer sich selbst, seinen Agenten und Gruppenmitglieder mal so richtig testen und verausgaben möchte, der sollte dem Drachenhort einen Besuch abstatten. Diese neue Übergriff-Mission reiht sich in die mittlerweile drei herausfordernsten Missionen von The Division ein. Wie auch schon Klarer Himmel und Falcon verloren, ist der Drachenhort nur für Spieler mit gutem Gear ab Stufe 30 zugänglich. Die Spieler bekommen es hier mit den Cleaners zu tun, die nur zu gerne mit dem Feuer spielen. Dementsprechend geht es sprichwörtlich die gesamte Zeit über heiß her. In die Reihen der Widersacher mischt sich auch ein neuer Gegnertyp: Der Techniker ist ausgestattet mit einer Shotgun, mit der er auf kurze bis mittlere Entfernung dem Spieler eins über den Pelz brät. Doch die eigentliche “Fieslichkeit” ist das ferngesteuerte Auto, welches er auf die Position der Spieler zurasen lässt, um es dann zur Explosion zu bringen.

Diese kleinen Flitzer werden schon nach kurzer Zeit zu einem lästigen Mückenschwarm, sobald auf dem recht großen Dach, nebst einer Horde schwerer Cleaner, das erste große Gefecht ausbricht. Gut alle 10 Sekunden kommen 2-3 Autos angesaust und lassen alles in mehreren Metern Umkreis entflammen. Gutes Teamwork, viel Bewegung und Heilungskoffer, die die Spieler immun gegen Feuereffekte machen, sind hier das A und O. Ist der Kampf auf dem Dach überstanden, geht es weiter hinab in Richtung Endboss. Dieser stellt sich als umgewandelter Feuerwehrwagen heraus, der kein Feuer löscht, sondern es verbreitet. Während von allen Seiten Gegner heranstürmen, lässt der Einsatzwagen eine große Fläche der Kampfarena in Flammen aufgehen. Hier wird es dann so richtig heiß und die Spieler müssen einen großen Tank per Kran über den Wagen positionieren und ihn damit zerstören. Gutes Timing und viel Zähigkeit braucht es, um hier den Sieg davonzutragen.

Leider muss man als Spieler wie auch in den vorangegangenen Übergriffen eine gute, zusammen agierende Gruppe erwischen. Randomgruppen ohne VoIP-Absprache können gleich einpacken. Das ist nach wie vor eines der Mängel, das wir an The Division beobachten können. Denn nicht immer sind die Spieler einer Gruppe gewillt oder dank Sprachbarriere in der Lage, miteinander zu kommunizieren. Da hilft es auch nicht, den empfohlenen Gearscore von 180 zu übertreffen. In unseren Randomgruppen brachten es alle Spieler oft auf mindestens 210 bis hin zu 240. Erfolgreich gingen wir dennoch nie aus dem Übergriff hervor. Das frustriert natürlich und eine kleine Anpassung, zumindest für den ersten Schwierigkeitsgrad, wäre wünschenswert. Für feste Raidgruppen, die stets per VoIP kommunizieren, stehen dann noch zwei weiter Härtegrade, Herausfordernd und Heldenhaft, zur Verfügung.

Fazit

Der Untergrund-DLC hat uns wieder für viele Stunden vor den Bildschirm gefesselt und sorgte für neue Sammelwut und die Operationen unterhalb von New York machten allesamt eine Menge Spaß. Dieser wurde im Drachenhort allerdings recht schnell zu Asche verbrannt. Der hohe Schwierigkeitsgrad und die schier nicht enden wollenden Sprengsatzautos machen den Übergriff für Gelegenheitsspieler zur Höllenqual, aus der man eher frustriert wieder herauskommt. Diese Spieler sollten eher in die Operationen gehen und hier ihr Glück und guten Loot suchen.

Wer über eine feste Gruppe mit eingespielten Leuten und guter Kommunikation verfügt, hat im Drachenhort sicherlich mehr Spaß und Erfolg. Ist denn der DLC nun seine knapp 15 Euro wert? An und für sich bietet „Untergrund“ viel Neues, lässt uns aber mit gemischten Gefühlen zurück. Wer stets zusammen mit Freunden auf Beutezug geht, der macht hier bestimmt nichts verkehrt. Wer nur selten ins Spiel schaut und zur Zeit wenig Drang verspürt, sich den Hintern im Drachenhort versengen zu lassen, sollte eventuell noch warten, bis der DLC im Preis sinkt. Denn abgesehen von Drachenhort und den Untergrund-Operationen, ist der Inhalt des DLCs doch sehr übersichtlich.

Good

  • Drachenhort sorgt für herausfordernde Kämpfe
  • Untergrund-Operationen abwechslungsreich durch neu generierte Level
  • Neuer Heldenhaft-Modus für besonders starke Spielergruppen, die nach Herausforderungen suchen
  • Neue Rüstungssets und starke Waffen
  • Outfits zum 30. Bestehen von Ubisoft

Bad

  • Drachenhort nur gering für Randomgruppen geeignet
  • Neuer Content recht schnell durchgespielt
Shooter-Urgestein, Let´s Player und Twitch-Streamer, Abgedreht und doch freundlich

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