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The Legend of Zelda: Symphony of the Goddess – Master Quest in Zürich

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Seit 2012 tourt das Symphony of the Goddess Konzert – bei dem Musik aus der Legend of Zelda-Serie gespielt wird – nun schon durch die USA und Europa. Es war für mich immer so ein „ja, vielleicht irgendwann mal“-Ding. Jetzt war ich endlich da. Und bei den Göttinnen, es war so toll!

Videospiel-Konzerte sind ja an sich nichts neues, doch Zelda ist halt… naja, Zelda halt. Es ist eine Serie die abertausende Fans auf der ganzen Welt berührt hat, nicht nur, aber auch durch ihre Musik. Inzwischen trägt das Konzert den Untertitel Master Quest und das Programm wurde um Stücke aus Majora’s Mask und A Link between Worlds erweitert.

Bevor ich aber zur Musik selber komme, ein paar Sätze zum Ort. Das Konzert fand im Hallenstation in Zürich statt. Haltestellen gab es dort einige und auch ein Parkhaus findet sich in unmittelbarer Umgebung. Als wir eine Stunde vor Konzertbeginn dort eintrafen gab es erst einmal ein Ärgernis. Über dem Eingang hing ein großes Schild, dass uns darauf hinweist, dass Kameras im Haus verboten sind. Nicht, dass das im Zeitalter der Handy-Kameras irgendwelche Bedeutung hätte, einmal abgesehen davon, dass die Fotos die ich dann trotzdem mache leider alle scheiße aussehen.

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Auch Taschen sämtlicher Art sind in der Halle verboten und mussten an einer seperaten Garderobe an der Außenseite des Gebäudes abgegeben werden. Gerade in der letzten Woche ist das Thema Sicherheit auf Großveranstaltungen zwar wieder relevant geworden, doch ärgerlich war es schon sehr. So konnten meine Freunde und ich nämlich nur schwer unsere 3DSe mit in die Halle nehmen um dort Street Pass Begenungen zu sammeln (und vielleicht auch Mitspieler für Triforce Heroes zu finden). In meiner Sakko-Tasche ist leider kein Platz für mein 3DS XL Etui. Nochmal nerviger – einmal abgesehen davon, dass ich in der Halle mehrere Taschen und 3DSe sichtete – die Tatsache, dass es IN der Halle NOCH eine Garderobe gab wo man seine Jacke gegen ein WEITERES Endgeld abgeben konnte. Und dann gab noch nicht mal gratis WLAN.

Neben einem kleinen Merchandise Stand (wo soll man sein Merch eigentlich hinpacken, wenn niemand Taschen mitbringen darf?) gab es auch eine Handvoll Cosplayer. Meine Begleitung hatte selbst über ein Cosplay nachgedacht, doch wir entschieden uns stattdessen für schickere Garderobe. Und waren damit inmitten von Twilight Princess T-Shirts und Royal Crest Hoodies sehr overdressed.

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Dafür, dass wir auf den „billigen Plätzen“ saßen, hatten wir einen super Blick auf die Bühne. Bevor’s los ging liefen über die Leinwand konstant Trailer für Majora’s Mask 3D, Wind Waker HD und Ocarina of Time 3D. Eigentlich schade, dass man nicht auch Footage von Zelda U gezeigt hat, oder den erst kürzlich veröffentlichten Trailer zu Twilight Princess HD. Aber kommen wir nun endlich zur Musik.

Eröffnet wurde das Konzert mit einem Opening Medley, dessen Beginn sogar Musik aus Triforce Heroes verarbeitete. Es folgte eine kurze Zeitreise, mit Footage und Musik aus den beiden NES-Teilen, A Link to the Past und Ocarina. Ich hatte fast schon damit gerechnet, dass sie Link’s Awakening ganz rauslassen würden und hatte damit leider recht. Die Ballade des Windfischs war mal Teil der Symphony of the Goddess Tour, nur leider nicht von diesem Konzert.

Nach der Eröffnungs-Overtüre folgte das Zelda Musik-Stück schlechthin. Ihr wisst wovon ich rede. So ikonisch das klassische Main Theme auch ist, so fantastisch die Musik in Majora auch sein kann, wenn es ein Stück gibt, das es verdient hat das beste Stück Zelda-Musik genannt zu haben, gibt es nur eine Antwort: Gerudo Valley. Und Göttin-verdammt, sie haben es so gerockt. Tatsächlich ist das Stück auch auf der Orchester-CD enthalten, aber selbst diese Version ist kein Vergleich. Das war der Punkt wo mir erst klar wurde, was für ein Abend mich erwartet. Die Einleitung mit dem Xylophon, dann die Flöten, die Streicher und dazu auf der Leinwand die Bilder aus Ocarina (3D). Teilweise muss ich sagen, dass ich die Bild-Untermalung an diesem Abend etwas zu übertrieben fand, dass die Musik etwas unterging, aber dann ritt Epona auf die Brücke zu und….

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Als nächstes folgte ein Medley aus verschieden Bosskampf-Stücken. Das war auch eines von diesen Stücken bei denen ich überall Gänsehaut bekam. Diese OoT-Mittelboss Melodie ist mir so in Fleisch und Blut übergegangen und dann zu hören wie anstatt des digitalen Geklimpers auf einmal die Streicher einsetzen. Einfach toll! Das Stück aus Wind Waker begeisterte dann mit einem sehr subtilen Einsatz des Chors, der in den Aufnahmen des Stücks die ich mir angekuckt habe, gar nicht richtig zur Geltung kommt.

Es folgte ein Stück zu Majora’s Mask welches besonders von den eingespielten Bildern profitierte, weil es mit dem Intro des Spiels begann. Link allein im Wald und die Begegnung mit Skull Kid. Schaurig schön. Die orchestrierte Intro-Musik des Majora-Intros fing den schrägen Ton der Vorlage perfekt ein. Die Geigen etwas zu schrill, die Bläser etwas zu dumpf, als wäre man selbst wieder in Termina. Die Musik traf mich genau richtig, eben weil man diese Melodien einfach so intus hat, dass es einfach perfekt klingt, wenn sie von einem richtigen Orchester gespielt werden.

Nach der Pause präsentierte ein Ghirahim im Anzug und dicken schweizer Akzent die Cosplayer des Abends, sogar ein lila Link war dabei, dabei ist der inzwischen doch arbeitslos. Allem Anschein nach war der Auftritt der Cosplayer in eine Art Wettbewerb eingebunden, den ich so aber nicht wirklich mitbekommen habe. Ich wünschte wirklich ich hätte anständige Fotos machen können.

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Mit dem nächsten Stück hatte ich wirklich nicht gerechnet und es war wieder so ein Fall, wo man erst langsam merkt in welche Richtung die Musik sich entwickelt. Eine Harfe und ganz subtile Chöre begleiten die Erschaffung von Hyrule wie man sie in Ocarina of Time erzählt bekommt. Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: Gänsehaut.

Es folgte das Hauptgericht: Das Ocarina of Time Symphonic Arrangement. Und ja, es hat das Klavier aus dem Intro. Zum in den Finger beissen wundervoll, ich kann das nicht oft genug betonen. Dieses Stück zu hören wie es live gespielt wird und dazu die Bilder wie Link über die Steppe reitet. Ich sag immer ich mag Majora lieber als Ocarina, aber das da, right there, das ist ein Stück Kindheit, dass ich nie vergessen werde. Und das Stück ging noch weiter, natürlich waren auch die Verlorenen Wälder und der Kampf gegen Ganondorf Teil der Vorstellung.

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Auch Wind Waker bekam ein Segment spendiert, doch ich will eigentlich nicht noch mehr einfach nur aufzählen, denn viel mehr als „oh mein Gott es war so schön!“ kriege ich fast nicht mehr aus mir raus. Ich habe mir das Programm vorher nicht angesehen, aber kein Stück mit dem ich ernsthaft gerechnet hätte hat gefehlt. Es gab keine Musik aus den Oracle Spielen, was aber auch zu erwarten war und auch Spirit Tracks wurde unter den Teppich gekehrt. Rückblickend finde ich es nur schade, dass ich die Ballade vom Windfisch nicht hören konnte.

Und gerade als alle dachten es wäre fertig und tatsächlich schon einige Nasen aufstanden und gingen, kam die Dirigentin zurück auf die Bühne und lieferte ein mehr-teiliges Encore das genau die zwei Stücke enthielt, die ich in ihrem jeweiligem Medley so vermisst hatte und die auch gar nicht im Programm verzeichnet waren. Es war ein perfektes Ende.

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Das Symphony of the Goddess Konzert hat mich echt berührt. Natürlich fragt man sich bei sowas am Schluss, warum war dieses oder jenes Stück nicht drin? Wie kann man eine Suite zu OoT schreiben ohne Kotakes und Koumes Thema einzubauen, oder die Musik aus der Goronenstadt? Auf der anderen Seite war auch kein Stück dabei auf das ich hätte verzichten wollen. Es war eine kleine, aber sehr schöne Auswahl. An sich bin ich auch gar kein so großer Freund von Live Musik. Aber diese Melodien, dieser Bombast, diese Erinnerungen die es bei mir auslöste. Es war einfach ein wunderschöner, unvergesslicher Abend dem ich jeden Zelda Fan ernsthaft ans Herz lege.

Tour-Daten gibt es unter Zelda-Symphony.com

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Selbserklärter König der Nerds, Herausforderer bitte hinten anstellen. Ich bin der mit den Nunchakus und dem im Wind flatternden Bandana.

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