The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D Review

Nintendo 3DS

 

Majora's Mask. Man liebt es oder man hasst es. Nun hat das merkwürdigste und experimentellste aller Zelda-Spiele ein Remake bekommen. Ob The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D immer noch begeistert, lest ihr in unserem Test.

Ich habe kein Geheimnis daraus gemacht, wie sehr ich das Original liebe. Das größtes Problem des Spiels war schon immer sein Vorgänger Ocarina of Time, das für viele Leute einfach das Non-Plus-Ultra in Sachen Videospiele überhaupt ist. Majora dagegen ist kleiner, ruhiger, aber auch schräger und trauriger.

Zelda-Majoras-Mask-3D-skull-kid  The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D ReviewNach den Ereignissen von Ocarina of Time macht sich Link auf die Suche nach seiner verlorenen Freundin Navi. Unterwegs wird er vom Horror Kid überfallen, ein Kobold mit einer merkwürdigen Maske. Link verfolgt ihn und landet in der Welt von Termina, einem Land das Hyrule sehr ähnelt und doch sehr anders ist.

Termina hat aber außerdem ein ziemlich großes Problem. Der Mond droht auf die Erde zu stürzen und Link hat nun drei Tage Zeit den Fluch des Horror Kids zu brechen, das Land und seine Bewohner zu retten und den Mond aufzuhalten. Es wird nicht reichen.

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Oberflächlich funktioniert Majora wie jedes andere Zelda auch: Man reist durch’s Land, sucht nach den Eingängen von verschiedenen Dungeons, findet dort ein Item das essentiell für die Durchquerung und das Bezwingen des Bosses ist und öffnet damit den Pfad in neue Gebiete. So weit, so bekannt.

In Sachen Gameplay hebt sich Majora’s Mask durch zwei Elemente von seinem Vorgänger ab: Zeit und Masken.

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Link kann im Spiel zwei Dutzend verschiedene Masken tragen, die ihm unterschiedliche Fähigkeiten verleihen oder neue Gesprächsoptionen eröffnen. Mit einer Maske kann man Gerüche sehen, eine andere macht einen so gut wie unsichtbar. Zentral für das Gameplay sind drei Masken mit denen Link seine Gestalt komplett verändern kann. Als Deku kann man an Blumen durch die Luft gleiten, als Gorone schwere Schläge verteilen und als Zora wie ein Fisch durchs Wasser schießen.

Im Prinzip spielt man vier unterschiedliche Charaktere, was MM zu einem der abwechslungsreichsten Zeldas macht. Es ist einfach schön den klassischen Schwert-und-Schild Link einfach mal eine Weile zu ignorieren und die Gegner stattdessen mit Zora Kung-Fu zu vermöbeln.

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Das andere zentrale Gameplay-Element von Majora’s Mask ist die Zeit. Link hat drei Tage Zeit die Welt zu retten, ein Zeitraum der ungefähr 70 Minuten Echtzeit lang ist. Ist die Zeit um, muss man sich mit der Ocarina der Zeit zurück zu Beginn des ersten Tages begeben. Items wie der Enterhaken und Masken bleiben erhalten, doch man verliert alle gesammelten Rubine, Munition und auch der Fortschritt an den Orten selbst wird zurück gesetzt.

Gefangen in der Zeitschleife wird Link zum Bill Murray der Videospiele. In einem Zyklus lernt man wann was wo passiert und wo man bestimmte Dinge findet oder man erhält ein Stück des Puzzles mit dem man im nächsten Zyklus gleich einen Schritt weiter kommt. Die Zeit reicht meistens nicht aus, ein neues Gebiet zu erreichen und das Dungeon dort zu öffnen und zu bestehen. Aber hat man erstmal die Speicherpunkte gefunden, kann man sich zu Beginn des nächsten Zyklus direkt vor den Eingang des Dungeons teleportieren. Hat man den Boss darin einmal bekämpft, kann man vom Eingang aus jederzeit sofort wieder gegen ihn kämpfen und so einen Teil der Welt “retten”, was wiederum neue Sidequests eröffnet.

 

Der Weg ist das Ziel

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Man kommt beim Reviewen eines Zelda-Spiels nicht drum herum auch über die Dungeons zu sprechen, immerhin sind diese seit nun fast 30 Jahren das Herz(-teil) der Serie.

In meiner Erinnerung gehörten die Dungeons in The Legend of Zelda: Majora’s Mask nicht zu den besten die die Serie zu bieten hatte, doch ich muss meine Meinung nun beim erneuten Spielen revidieren. Tatsächlich würde ich den Great Bay Temple, in dem Zora-Link eine Reihe von Pumpen aktivieren muss, wodurch durch die veränderte Strömung in den Wasserwegen neue Pfade eröffnet werden, zu einem der besten Dungeons der ganzen Zelda-Serie erklären!

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Die Dungeons fühlen sich zwar etwas kürzer als in anderen Teilen an, aber sie müssen ja auch so designt sein, dass diese in einem begrenzten Zeitraum bewältigt werden können. Das macht aber nichts, denn dafür ist der Teil bis zum Eingang eines jeden Tempels deutlich komplexer als in anderen Zelda-Teilen.

Twilight Princess z.B. hetzt den Spieler in der 2. Hälfte von einem Dungeon ins nächste, doch die Quests die man im Ikana Canyon von Termina erfüllen muss, bis man den Stone Temple erreicht, sind fast schon aufwendiger als das Dungeon selbst. Was uns zu einer weiteren großen Stärke von Majora’s Mask bringt:

It’s the end of the world as we know it

Termina ist eine der am besten ausgearbeiteten Oberwelten aller Zelda-Spiele. Die vier Gebiete, die man von der zentralen Ebene aus erreichen kann, wirken anstatt simpler Orte schon fast wie angrenzende Länder. Und jedes leidet unter der finsteren Hexerei von Majoras Maske.

Der Sumpf ist vergiftet, das Land der Goronen im ewigen Eis erstarrt und das Königreich Ikana nur noch eine Ruine. Überall trifft man auf verschiedene Charaktere, die alle mit ihren ganz eigenen Problem zu kämpfen haben, euch aber auch ein tolles Bild davon vermitteln was eben dort abgeht. Gleichzeitig ist die Kultur und Geschichte der anderen Völker etwas intensiver ausgearbeitet als noch in Ocarina of Time.

Zelda-Majoras-Mask-3D-Deku-King  The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D Review

Durch die zahlreichen Sidequests lernt man die Welt noch viel besser kennen. In einem Notizbuch werden Details, Zeitpläne und Gerüchte festgehalten, was einem den Überblick massiv erleichtert.

Eine kleine Änderung gegenüber dem Original: Man bekommt von den kleinen Jungs, die in der Stadt leben, Hinweise wo die nächste Sidequest zu finden ist.

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Oh, diese Sidequests. Der Kern von Majora ist die bedrückende Atmosphäre durch den bevorstehenden Weltuntergang und es sind die kleinen Geschichte in und um Clocktown, die einem in Erinnerung bleiben. Besorgte Mütter, gierige Händler, getrennte Liebespaare, nichts wirklich “episches”, aber gerade deshalb sind sie so extrem gut. Majora ist in vielerlei Hinsicht kleiner und intimer als alle anderen Zelda-Spiele.

Keine Zeit!

Einen großen Lob verdient auch der Soundtrack, der trotz der eher beschränkten Audio-Möglichkeiten des N64 Originals wirklich perfekt passt. Die Musik ist immer ein bisschen hektisch, traurig oder einfach nur unheimlich.

Kurz: Sie unterstreicht die Atmosphäre perfekt.

Fazit

Ich halte The Legend of Zelda: Majora’s Mask weiterhin für das beste Zelda überhaupt. Die klassischen Zelda-Elemente, wie Dungeons, Items, Bossmonster etc., sind alle super, aber gleichzeitig machen sie so viel mehr aus. Interessantere Charaktere, besser ausgearbeitete Settings, eine fantastische Atmosphäre und ein wirklich cleveres und einzigartiges Grundkonzept.

Das größte Problem unter dem das Spiel “leidet”, ist, dass es nicht wirklich einfach ist. Obwohl einige Elemente gegenüber dem Original vereinfacht wurden und das Spiel sich deutlich besser bedienen und navigieren lässt, ist es immer noch ärgerlich kompliziert und an manchen Stellen verworren. Ich wusste das meiste noch von früher, aber es könnte sein, dass einige Neulinge mit dem Spiel weniger gut klar kommen als mit dem im direkten Vergleich deutlich zugänglicherem Ocarina of Time.

Ich möchte nicht abstreiten, dass Nostalgie hier durchaus ein Faktor ist, aber für mich war The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D ein nahezu perfektes Remake von einem großartigem Spiel.

Ja, es ist total durch, aber dafür liebe ich es so!

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Good

  • Das selbe Gameplay wie Ocarina of Time
  • Großartige Atmosphäre
  • Maskenverwandlung
  • Tolle Sidequests
  • Zugänglicher als das Original
  • Super Soundtrack

Bad

  • Manchmal evtl. etwas undurchsichtig
10

Meisterhaft

Selbserklärter König der Nerds, Herausforderer bitte hinten anstellen. Ich bin der mit den Nunchakus und dem im Wind flatternden Bandana.

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