Follow
Startseite » Reviews » Gaming Reviews » The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test

The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test

Erneut ist unser Held, ein junger Kerl (namens Link) der eigentlich etwas ganz anderes mit seinem Leben anfangen wollte, als er auf einmal in eine epische Schlacht zwischen Gut und Böse gezogen wird. Der Schurke ist dieses mal ein von Schönheit besessener Magier namens Yuga, der irgendwie aussieht wie Ganondorfs kleine Schwester. Der hat mithilfe seines Zauberstabs Menschen in Portraits verwandelt (ob und wie ein Zusammenhang mit Bowser Jr. besteht ist unbekannt) und sie in die Schattenwelt Lorule, ein dunkles Spiegelbild Hyrules, entführt. Jetzt liegt es an Link die sieben Weisen zu retten und die Ordnung im Lande wiederherzustellen.

The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test 1-ALBW-Yuga

Eines der ersten Dinge die einem an ALBW auffällt, ist der Rubinzähler. Links Geldbörse ist von Spielstart an unbegrenzt und man kann mehrere tausend Rubine sammeln. Dieses Feature wird auch dringend benötigt, als Link unerwartete Hilfe bekommt. Der fahrende Händler Ravio bietet Link einen revolutionären Service an der die Grundstruktur der Zelda-Reihe total auf den Kopf stellt: Bei Ravio könnt ihr Items mieten. In seinem Shop, den er ohne mit der Wimper zu zucken mal schnell in Links Haus einrichtet („du benutzt es ja grade eh nicht“) vermietet er euch zum Spotpreis von 50 Rubinen Zelda-ikonische Ausrüstungsgegenstände wie Bogen, Bomben oder Enterhaken.

Apropos Haken: Der Deal hält so lange, bis Link das Zeitliche segnet, dann fordert Ravio all sein Hab und Gut wieder ein und man muss es erneut bei ihm mieten. Später könnt ihr Ravio seine Items auch für einen hohen Betrag abkaufen und sie damit dauerhaft eurem Inventar hinzufügen. Auf einmal wird es klar, warum in eurer Geldbörse so viel Platz ist, wenn ihr für jedes Item 800 Rubine auf die Theke legen müsst. Erworbene Items können danach außerdem bei einem freundlichem Monster aufgelevelt werden.

The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test 2-ALBW-Ravio-shop

Dieses System ist aus mehreren Gründen genial: Erstens wird ein Tod im Spiel damit sehr viel ärgerlicher als er es in den letzten paar Spielen üblich war und der andere Grund… tja, das ist wo A Link between Worlds so richtig loslegt. In letzter Zeit wurden Zelda-Spiele immer linearer, Skyward Sword war dabei der schlimmste Täter. Doch dank Ravios Item-Vermietung steht euch hier nach einer kurzen Einführung (fast) die ganze Welt von Anfang an offen.

Wo es in anderen Zelda-Spielen noch hieß „geh in den Wald, dann gehste auf den Berg, dann zum See“ ist es jetzt ein simples „mach mal, wir melden uns später“. Es stachelt euch gerade zu an, jede Ecke und jedes Loch in dieser Welt zu finden und erforschen und das ist genau das Feeling, das ich in Skyward Sword vermisst habe.

Hinzu kommt, dass die späteren Dungeons und Gegner auf eine angehme Art und Weise tatsächlich leichter werden, da nicht nur euer Inventar wächst, sondern auch die Qualität eurer Ausrüstung. In einem Dungeon zum Beispiel müsst ihr große Stahlkugeln über einen Pfad lotsen um brüchige Felsen zu zerstören. Oder ihr benutzt einfach die aufgelevelten Bomben. Der Eis-Dungeon wird in mehr als einer Hinsicht zum Klacks, wenn ihr euren Feuerstab aufgelevelt habt.

The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test 3-ALBW-Bos

Es fühlt sich wie eine Ewigkeit an, seit Nintendo das letzte 2D-Zelda veröffentlicht hat. Dabei ist A Link between Worlds gar kein richtiges 2D-Spiel. Die meiste Zeit seht ihr die zwar Welt von oben herab, ähnlich wie in Link’s Awakening oder Minish Cap, aber da hört es nicht auf. Oft seht ihr durch ein Gitter oder Loch was direkt über oder unter euch passiert, so sind die an sich „flachen“ Räume in mehrere Ebenen untertweilt. Manche Items sind dabei weniger „geradeaus“, als man eigentlich meinen möchte. Ein Schuss aus dem Feuerstab z.B. gleitet erst einmal in Richtung Boden, was an einer Stelle genutzt wird um eine weit entfernte Fackel zu entzünden, erschafft dann aber eine wandernde Feuersäule, mit der man auch fliegende Gegner vom Himmel holen kann. Die Mechaniken und Rätsel sind alle sehr gut durchdacht und es macht immer wieder Spaß, so einen Lösung zu entdecken.

The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test 4-ALBW-Firestaff

Neben den üblichen Items verfügt Link über eine besondere neue Fähigkeit: Er kann sich in eine Wandmalerei verwandeln und so an Wänden entlang wandern. Dies eröffnet nicht nur unzählige neue Pfade in der altbekannten Welt, sondern ist natürlich auch essentiell für viele Rätsel und auch einige Kämpfe. Was macht man, wenn ein großes Monster mit dem Kopf voraus auf einem zurennt? Sich in die Wand verziehen. Als Wandmalerei kann Link sich durch schmale Ritzen zwängen, an der Seite von sich bewegenden Blöcken verharren oder sogar mit Items wie dem Sandstab sich seine ganz eigenen Wände erschaffen. Es ist ein wirklich witziges und originelles Gameplay-Element, das aber irgendwie nicht ganz ausgeschöpft wird.

The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test 5-ALBW-wall

Der Soundtrack ist erneut ein Meisterstreich von Nintendo. Quasi eine offizielle Orchesterversion des Soundtracks von A Link to the Past. Ich empfehle das Spiel wenn möglich mit Kopfhörern zu spielen, die Lautsprecher des 3DS werden diesen Kompositionen einfach nicht gerecht. Mein persönlicher Lieblingstrack ist Lorule Field, die neue Version des klassischen Dark World Themas.

Es ist eine typische Design-Philosophie Nintendos, das Gameplay vor Setting und Story kommt. Doch bei A Link between Worlds hatte ich den Eindruck, dass ein Bisschen mehr Arbeit in dieser Richtung nicht geschadet hätten. So wundervoll das Spiel durch das Feature der Item-Vermietung auch bereichert wird, wirkt das Konzept doch etwas merkwürdig, wenn es um mächtige Artefakte wie den Eisstab geht.

Dann ist da noch die Spielwelt selbst. A Link between Worlds spielt chronologisch gesehen zwar einige Generationen nach A Link to the Past, aber viel hat sich in Hyrule nicht verändert. Zwar gibt es hier und da ein paar neue Bewohnerm die Oberwelt ist aber die selbe. Viele der Dungeons befinden sich ebenfalls an den selben Orten wie früher, das Layout ist aber ein völlig anderes. Lorule gleicht der Schattenwelt aus ALTTP ebenfalls stark, hier gibt es teilweise sogar die selben Endbosse wie Blind the Thief. Allerdings wird im Laufe der Handlung nicht wirklich klar gestellt, inwiefern Lorule mit der Schattenwelt zusammenhängt. Wenn überhaupt.

Auch das Monster-Design hätte ein Update vertragen können. Viele der Monster aus der SNES-Ära sehen als 3D-Model weniger schmeichelhaft aus. Einmal abgesehen von den Wandmalereien ist das generelle Design der Welten ärgerlich unkreativ.

The Legend of Zelda: A Link between Worlds im Test 6-ALBW-Monsters

Summary
A Link between Worlds ist in vielerlei Hinsicht der sprichwörtliche Schuss in den Arm, den die Serie gebraucht hat. Die Rückkehr zur 2D-Perspektive und die Welt von ALTTP als Basis sorgen für ordentlich Nostalgie, aber wo das Spiel wirklich brilliert, sind die Momente in denen die Zelda-Formel einfach völlig auf den Kopf gestellt wird. Losgelöst von der Linearität eines Skyward Sword oder Twilight Princess weckt ALBW euren Forscherdrang wie es lange kein Zelda mehr getan hat. Rubine und Upgrades warten an jeder Ecke und man kann der Handlung in seinem ganz eigenem Tempo folgen.Abseits von den Neuerungen verlässt sich das Spiel aber gerade in Sachen Optik zu sehr auf ein Spiel, das jetzt immerhin schon über 20 Jahre auf dem Buckel hat. Wie viel Freude man an einem Wiedersehen mit diesem Hyrule hat, hängt natürlich ganz davon ab, was A Link to the Past für einen bedeutet. Es ist eine spielerisch grandiose Wiederkehr in die Welt, stolpert aber an ein paar Elementen, die damals beeindruckender waren als heute. Trotzdem ist ALBW ein großartiger neuer Teil für die Reihe und ich bin schon sehr gespannt, wie Nintendo die Serie weiter führt.
Good
  • Klassische 2D-Perspektive
  • Item mieten
  • Jede Menge Nostalgie
  • Verwandlung in Wandmalerei
  • Toller Soundtrack
  • Super Level-Design
Bad
  • Welt fast eine direkte Kopie von früher
  • Abgedroschenes Monster-Design
  • Yuga ist ein Kerl?!
7.5
Gut
Written by
Selbserklärter König der Nerds, Herausforderer bitte hinten anstellen. Ich bin der mit den Nunchakus und dem im Wind flatternden Bandana.

Bewerte den Artikel

0 0

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Lost Password

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.