The Last Tinker: City Of Colors im Test

PC

 

Eine Welt voller Farben wartet in The Last Tinker: City Of Colors auf den Spieler. Wir haben das farbenfrohe Puzzle-Action-Adventure Spiel von Mimimi Productions aus München für euch getestet und verraten euch, was mit diesem Titel auf euch wartet.

   

Die Geschichte

Die Geschichte von The Last Tinker: City Of Colors beginnt in Farbstadt, in einer, wie der Name bereits vermuten lässt, Stadt voller Farben. Auf den ersten Blick ist alles bunt und fröhlich und die Bewohner der Stadt scheinen ein glückliches Leben zu führen. Unter ihnen lebt auch Koru, ein Affenjunge, welcher den Helden der Geschichte spielt. Doch wie in beinahe jedem Spiel gibt es natürlich ein Problem, welches den Helden vor eine komplizierte Aufgabe stellt, die er bewältigen muss, um die Welt zu retten.

In der Welt von Farbstadt gibt es nämlich drei farblich voneinander getrennte Bezirke, in welchen auch nur Bewohner der Stadt leben, die die gleiche Farbe besitzen: der rote, der blaue und der grüne Bezirk, welche alle jeweils von einem sogenannten „Farbgeist“ ihrer Farbe repräsentiert werden. Unter den unterschiedlichen Bezirken herrscht jedoch ein großer Konflikt, da diese sich untereinander zerstritten haben und mit den jeweils anderen Bezirken nun nichts mehr zu tun haben wollen.

Bereits zu Beginn fällt auf, dass unser Held Koru, anders als die anderen Bewohner Farbstadts, bunt ist und abgeschieden von den Bezirken der Stadt lebt, wo ihm eines Nachts ein neuer Farbgeist, der die in keinem der Bezirke vertretene Farbe lila trägt, erscheint. Er nimmt Koru mit in den Turm der Farben, wo er ihm ein riesiges Portrait von Farbstadt zeigt, welches nur die Farben rot, blau und grün beinhaltet und bittet unseren Helden der Geschichte um Hilfe, da er laut eigener Aussage von den anderen Farbgeistern verstoßen wurde. Als Koru zustimmt zu helfen, entpuppt sich sein wahres Vorhaben: er will Farbstadt und alle seine Einwohner vernichten, indem er jeden Winkel der Stadt mit der sogenannten „Bleiche“ entfärbt.

Diese zieht sich nun langsam wie eine Lawine über die farbenfrohe Stadt und dessen Bewohner und beginnt nach und nach diese zu zerstören, indem sie alle Farben mit einem tristen weiß übertönt. Nun ist es natürlich an Koru, den bösen Geist aufzuhalten und die Stadt zu retten.

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Willkommen in Farbstadt

In der Welt von The Last Tinker: City Of Colors wird alles aus Farbe, Papier und Kleber erschaffen und erinnert somit auf den ersten Blick an das Spiel Little Big Planet: fantasievolle Umgebungen und viele Erkundungsmöglichkeiten werden dem Spieler immer wieder geboten und dabei bestehen diese immer sichtbar aus Pappe, Papier oder anderen Bastelstoffen. Eine meist fröhliche Musik, welche mich an die Musik aus alten Playstation-Spielen wie Spyro erinnert, unterstreicht stets die Atmosphäre der Gegenden.

Wie bereits oben erwähnt ist die Stadt in drei voneinander getrennte Bezirke unterteilt, welcher von den jeweiligen Trägern der Farbe bewohnt wird. Einzig und allein der Marktplatz bietet eine Zusammenkunft der verschiedenen Farben an einem Ort. Immer wieder fallen die vielen kleinen Details auf, welche von den Entwicklern eingearbeitet wurden, wie zum Beispiel die Lebensmittel, welche an den Ständen des Marktplatzes angeboten werden und alle samt aussehen, als hätte sie ein Kind aus Pappe ausgeschnitten, was wirklich eine sehr niedliche Idee ist.

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Die Bewohner Farbstadts

Im Anschluss möchte ich euch einige Bewohner der bunten Stadt vorstellen. Alle von ihnen sprechen nicht, sondern geben nur tierische Laute von sich und sind vom Aussehen her niedlich und teilweise wirklich lustig gestaltet. Außerdem sind die verschiedenen Farben wichtig für den Charakter der Bewohner, denn jede Farbe hat ihre eigene Art: während rote Bewohner als aggressiv und wütend gelten, sind grüne Bewohner eher ängstlich und verstecken sich gerne vor den anderen Farben. Blaue Bewohner sind stets traurig und durch und durch Pessimisten.

Koru

Als erstes widme ich mich natürlich dem Protagonisten von The Last Tinker: City of Colors. Der Affenjunge Koru lebt, wie bereits oben erwähnt, abseits der einfarbigen Bezirke, in dem sogenannten Außenbezirk. Er ist mutig und einer der besten Kämpfer, wie es sich für einen echten Helden gehört. Seine Hilfsbereitschaft wird immer wieder deutlich, wenn man durch die Bezirke wandert, da man von fast allen Seiten ein Dankeschön für irgendeine erbrachte Hilfeleistung erhält, wie beispielsweise das Reparieren einer Brille eines Stadtbewohners. Er selbst spricht jedoch nie.

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Tap

Das kleine grüne und fliegende Schweinchen Tap ist Korus bester Freund und steht ihm bei allen seinen Aufgaben zur Seite. Der Spieler kann ihn als eine Art Wegfinder einsetzen, worauf hin er zum Ziel der aktuellen Aufgabe fliegt und eine bunte Spur Konfetti hinter sich herzieht. Tap wirkt sehr clever und gibt mit Abstand einen der niedlichsten und liebenswertesten Charaktere des Spiels ab.

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Biggs/Bomber

Biggs oder auch Bomber ist eine für das Spiel ebenfalls sehr wichtige Figur, da er eine Art Hilfsmittel darstellt, um bestimmte Situationen meistern zu können. Der Grund für die zwei unterschiedlichen Namen ist, dass es das lustige Kerlchen in zwei verschiedenen Größen und somit mit zwei verschiedenen Funktionen gibt: Biggs ist die größere Version des Charakters. Auf ihm kann man unter anderem reiten, mit ihm zusammen die Bleiche bekämpfen oder mit seiner Hilfe weit entfernte Knöpfe auslösen.

Wenn man ihn jedoch mit Hilfe einer bestimmten Blume schrumpfen lässt, wird er zu dem um einiges kleineren Bomber, welcher jedoch mindestens doppelt so gefährlich ist wie seine XXL-Version. Denn wie der Name vermuten lässt, kann der kleine Kerl ganze Wände und Gegner wegsprengen. Biggs und Bomber können außerdem von Koru herbei gepfiffen werden und so hinter ihm herlaufen oder an bestimmten Orten platziert werden. Vorallem Biggs hat mich öfters mal zum Schmunzeln gebracht, da er ein wenig planlos durch die Gegenden spaziert und sobald Koru in der Nähe ist fröhlich, begleitet von der mit Abstands lustigsten Stimme des Spiels, hinter ihm her läuft.

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Die Farbgeister

Die Farbgeister sind so etwas wie die Repräsentanten aller Bewohner der Stadt mit der jeweiligen Farbe, denn jeder der insgesamt vier Farbgeister besitzt eine der Farben der verschiedenen Bezirke. Jeder von ihnen zeichnet sich durch die den Farben zugeordneten Charaktereigenschaften aus, wie zum Beispiel der grüne Geist, welcher vor alles und jedem Angst hat und sich am liebsten versteckt. Der rote Geist ist sehr impulsiv und neigt gerne mal dazu, etwas lauter zu werden, während der blaue Geist einfach alles schlecht redet und in allem nur negatives sieht. Koru braucht die Hilfe aller Geister, um dem vierten und letzten Farbgeist das Handwerk zu legen und Farbstadt zu retten.

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Der lilane oder auch bleiche Farbgeist ist der Bösewicht des Spiels. Wie bereits oben erwähnt versucht er, die Stadt und seine Bewohner mit Hilfe von weißer Farbe, die alles Leben aus dem zieht, was sie berührt, zu vernichten. Was seine Intention dahinter ist, ist unklar, wird aber zum Ende des Spiels entblößt. Der etwas gruselig wirkende Gegner Korus ist zwar ein gut getroffener Bösewicht, ich denke jedoch, dass er vielleicht auf kleinere Kinder, welche das Spiel spielen könnten, etwas erschreckend wirken könnte.

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Die Bewohner der Stadt

Natürlich gibt es noch einen Haufen normaler Bewohner Farbstadts, welche keinesfalls unwichtig für das Spiel sind, denn viele liebevolle Dialoge, welchen man immer wieder folgen darf, machen das Spiel um einiges belebter und detailreicher. Die Sprechblasen der Bewohner sind aus Pappe geformt und können wie ein Pappschild nur von einer Seite gelesen werden, was meiner Meinung nach ein niedliches Detail ist. Jeder einzelne Bewohner besitzt, ebenso wie die Farbgeister die für seine Farbe typischen Merkmale, was sich in den einzelnen Dialogen, die nebenbei sehr kinderfreundlich und einfach gehalten sind, immer wieder herausstellt.

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Die Steuerung

Die Steuerung von The Last Tinker: City Of Colors ist für Kinder meiner Meinung nach vielleicht schon etwas zu umfangreich, da Koru mit jedem Geist, den er als Verbündeten gewinnt, einen neuen Schlag dazu gewinnt und dies beim Verwenden der Maus hin und wieder für Verwirrung sorgen könnte, da die unterschiedlichen Schläge auch unterschiedliche Wirkungen besitzen und teilweise eine taktische Verwendung notwendig wird. Bei Verwendung eines Controllers vereinfacht sich die Steuerung um einiges und zusätzlich fällt eine deutliche Unklarheit bei zweien der vier Schläge Korus weg: Das Mausrad wird für gleich zwei verschiedene Angriffe verwendet und in den Tutorials nach dem Erlangen dieser ist mindestens einmal ein Dreher in der Richtungsanzeige, in welche man das Mausrad für den Angriff bewegen muss, vorhanden. Deswegen ist das Verwenden eines Controllers vorallem für Kinder meiner Meinung nach empfehlenswert.

Das Kampfsystem

Koru besitzt als einer der besten Kämpfer Farbstadts natürlich auch eine Reihe an Schlägen und Kombinationen, die ihm dabei helfen, seine Feinde in die Flucht zu schlagen. Er besitzt nach dem Retten aller Farbgeister insgesamt drei verschiedene farbige Angriffe, welche alle eine besondere Auswirkung auf seine Feinde haben. Der grüne Schlag lässt die Gegner vor Angst fliehen und kann somit perfekt verwendet werden, um Korus Gegner Abgründe herunter laufen zu lassen oder um sie in gefährliche Hindernisse, wie zum Beispiel die aus Pappe gebastelten Dornbüsche, zu lenken. Ein weiterer taktischer Schlag ist der blaue Schlag, welcher alle Feinde, die von ihm getroffen werden, vor Trauer erstarren lässt und diese somit deutlich anfälliger macht. Der rote Schlag stellt hingegen eine Art normalen Angriff dar und ist aber gleichzeitig der einzige, welcher aufgeladen werden kann und durch diese Aufladung die doppelte Stärke erlangt.

Zusätzlich gibt es Sprungangriffe, welche zusammen mit anderen Upgrades in einem kleinen Automaten, welcher hin und wieder in den verschiedenen Gebieten zu finden ist, gekauft werden können.

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Sammelbares

Neben der Hauptstory von The Last Tinker: City Of Colors kann der Spieler noch einige weitere Dinge erledigen, wie zum Beispiel die Gegenden genauer unter die Lupe zu nehmen. Hierbei wird man früher oder später auf Kisten treffen, welche bunte und sammelbare Edelsteine beinhalten. Mit diesen kann sich Koru neue Upgrades für einige seiner Angriffe oder für seine Gesundheit in den oben erwähnten Upgrade-Automaten kaufen. Aber nicht nur Edelsteine können eingesammelt werden, denn des weiteren gibt es einige goldene Pinsel, welche in einer begrenzten Anzahl über die Level verteilt aufzufinden sind. Diese können später bei einem Maler gegen Grafiken und bestimmte ingame-Effekte eingetauscht werden und bieten somit eine kleine Herausforderung für den Spieler, da die Verstecke nicht immer einfach zu finden oder zu erreichen sind.

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Fazit

The Last Tinker: City Of Colors ist meiner Meinung nach ein wirklich sehr liebevoll und detailreich gestaltetes Spiel, welches eine wirklich niedliche Story mitbringt, die auch eine gute Moral beinhaltet, was vor allem für Kinder die dieses Spiel spielen, ein deutlich positiver Punkt ist. Die vielen bunten Charaktere wachsen einem schnell ans Herz und man erwischt sich hin und wieder doch beim leichten Schmunzeln vor dem Rechner, beim Verfolgen der zahlreichen Dialoge. Teilweise sind mir diese jedoch etwas zu kindlich gehalten, so dass der Humor an manchen Teilen des Spiels etwas zu kindisch wirkt.

Mit den verschiedenen Schwierigkeitsgraden, welche zusätzlich zu den Standartauswahlmöglichkeiten auch noch einen extra Schwierigkeitsgrad für Kinder beinhaltet, kann The Last Tinker durchaus von Erwachsenen, die kein Problem damit haben sich auf ein vielleicht teilweise etwas kindlich angehauchtes Spiel einzulassen und Kindern, die keine Angst davor haben sich einem hin und wieder etwas unheimlichen weißen Geist zu stellen, gespielt werden. Die vielen verschiedenen Rätsel, welche zwischendurch immer wieder auftauchen, sind keines Wegs immer leicht und erfordern manchmal ein wenig Denksport, sind jedoch mit ein paar Versuche immer durchschaubar. Insgesamt fällt mein Fazit also eher positiv aus und es lässt sich durchaus ein Lob an die Entwickler von Mimimi Productions aussprechen, für ein sehr schönes und liebevolles Spiel mit einer tollen Story.

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The Last Tinker: City Of Colors ist momentan nur für den PC, sowohl für Windows als auch für MAC und Linux erhältlich. Eine PS4-Version steht jedoch laut Mimimi Production bereits in Planung.

 

Good

  • Schöne Story mit Moral
  • Detailreiche Umgebungen
  • Charaktere und deren Merkmale
  • Kreativität der verschiedenen Angriffsmöglichkeiten
  • Gute Rätsel
  • Viel zu Erkunden
  • Soundtrack

Bad

  • ... die zu Beginn etwas holprig ist
  • Humor manchmal zu übertrieben kindlich
  • Aufgaben ziehen sich manchmal hin
  • Kampfsystem (bei Maussteuerung)
  • Für Kinder manche Stellen zu gruselig
7

Gut

Studentin und Gamerin.

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