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Teenage Mutant Ninja Turtles: Die Gefahr des Ooze-Schleims im Test

Schon bevor das Spiel richtig losgeht musste ich mehrmals schmunzeln. Nicht nur ist der Humor der Serie im Spiel sehr schön erhalten geblieben, WayForward versteht es auch gut mit der Nostalgie der TMNT-Fans zu spielen. Das Titelbild ist eine Anspielung auf das allererste NES Turtles-Spiel.

Basierend auf der aktuellen TMNT Trickserie von Nickelodeon bietet „Danger of the Ooze“ klassisches Metroidvania Gameplay wie man es aus Castlevania: Symphony of the Night, Super Metroid oder Shadow Complex kennt. Entwickler WayForward hat mit der Shantea-Reihe und Aliens: Infestation auch bereits mehrmals gezeigt, dass sie wissen worauf es in diesen Spielen ankommt. Alles geschieht auf einer großen 2-dimensionalen Karte die in verschiedene Räume und Gänge aufgeteilt ist. Am Anfang ist man in der Bewegung noch recht eingeschränkt und die meisten Türen sind verschlossen, aber im Spielverlauf schaltet man neue Moves und Items frei mit denen sich die Welt immer mehr öffnet.

So ist man motiviert alte Bereiche erneut zu be-suchen und um sie nach Secrets zu durchsuchen. Unten links auf der Karte war doch ein hoher Raum, vielleicht komme ich mit meinen Kletterkrallen dort jetzt die Wand hoch… und war da nicht noch eine gelbe Tür, die ich mit den elektrischen Shurikens öffnen kann? Was am Aufbau negativ auffällt ist, dass es keine guten Teleporter im Spiel gibt, wie man sie in einem Spiel wie diesem gebrauchen könnte. Quick Travel per Shell Cycle/Copter ist möglich, aber sehr speziell und man kann nicht einfach auf der Karte hin und her springen.

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Natürlich wird nicht nur erforscht, sondern auch jede Menge gekloppt. Im Laufe des Spiels kämpft man gegen fast alle Gegner aus der Serie. Roboter Foot Ninja in 3 verschiedenen Ausführungen, Mouser, Kraang Fußtruppen, die Xenomorph-artigen Squirrelanoids und natürlich Schurken wie Baxter Stockman und Newtralizer. Austauschbar sind diese aber allerdings nicht. Man merkt, wie sich jeder Gegner-Typ anders verhält. Es ist zwar ein kleines Detail, aber dafür ein willkommenes.

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1993 erschien Teenage Mutant Ninja Turtles III: Radical Rescue auf dem Nintendo Gameboy (lest hier mein Retro-Review). Auch bei diesem von Konami entwickeltem Spiel handelte es sich um ein Spiel in dem Genre, welches später als Metroidvania bekannt werden würde. Was ich mich schon damals gefragt hatte war, warum das Spiel eigentlich in einer verlassenen Mine spielt, und nicht in den New Yorker Abwasserkanälen.

Die Welt der Turtles eignet sich hervorragend für den klassischen Metroidvania-Aufbau und in diesem Spiel wird das auch genutzt, knapp die Hälfte der Karte ist nämlich die Kanalisation. Über der Erde bewegt bewegt man sich durch die Straßen von New York, das TCRI Gebäude und es gibt sogar einen kleinen Abstecher in die Dimension X. Einmal abgesehen von Shredders Hauptquartier besucht man quasi alle aus der Serie bekannten Orte. Es fühlt sich wirklich an als bewegt man sich durch die Welt der Serie anstatt nur durch auf ihr basierende Level, was für ein Spiel wie dieses ein unheimlicher Pluspunkt ist.

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Apropos Pluspunkte für Serienumsetzung: Die englische Sprachausgabe wird komplett von den Sprechern der Serie übernommen und (soweit ich das beurteilen kann) sind auch alle deutschen Synchronsprecher mit an Bord.

Zwar spielen sich die Turtles alle identisch, aber jeder hat seine eigenen Sprüche die er im Spielverlauf von sich gibt und in den Zwischensequenzen gibt es sogar personalisierte Dialoge mit bestimmten Charakteren wie z.B. zwischen Raphael und Slash.

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Der Soundtrack von Jake Kaufman ist nicht ganz so fetzig wie seine Arbeit an Shovel Knight, aber es passt zum Spiel. Der Soundtrack erinnert oft an Shantea: Risky’s Revenge, fängt das asiatische Flair der Serienmusik aber gut ein und wer genau hinhört entdeckt oft kleine Anspielungen an das klassische TMNT-Thema und sogar den Turtles in Time Soundtrack.

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Wenn es einen Punkt gibt der mich an dem Spiel wirklich gestört hat, ist es die Grafik. Nicht, dass diese schlecht wäre, um genau zu sein ist sie eine sehr akkurate, wenn nicht sogar deutlich detailreichere Umsetzung des Serien-Looks. Aber WayForward hat in den letzten Jahren so viele Spiele mit wunderbarer 2D Cartoon- oder Pixel-Optik produziert, dass die Nick Turtles daneben fast etwas langweilig aussehen.

Teenage Mutant Ninja Turtles: Die Gefahr des Ooze Schleims ist für Xbox 360, Playstation 3 und Nintendo 3DS erhältlich.

Summary
Dass ich das noch erleben darf: Ein gutes Turtles Spiel. Teenage Mutant Ninja Turtles: Die Gefahr des Ooze-Schleims ist nicht nur ein solider Metroidvania-Titel. Es ist das beste TMNT-Videospiel in über 20 Jahren!Der Witz an dieser Aussage ist, dass ich etwas ähnliches vorletztes Jahr über den bestenfalls passablen Download Titel Out of the Shadows gesagt habe, aber dort war diese Aussage mehr frustriert als erfreut. Doch Danger of the Ooze ist WIRKLICH das beste Turtles Spiel seit langer Zeit. Es ist nicht nur okay oder passabel, es ist gut. Ein ordentlicher Genre-Vertreter, der die Atmosphäre und den Humor der Vorlage überraschend gut einfängt. Größtes Manko ist, dass es nach knappen 5 Stunden schon vorbei ist, selbst wenn ihr alle Lücken durchforstet. Es reisst keine Bäume aus und es wird auch kaum auf irgendwelchen Top 10 landen, aber es ist ein wirklich gutes Ninja Turtles-Spiel.Cowabunga, dudes. Cowabunga.
Good
  • Kein anständiges Quick-Travel
  • WayForward kann das eigentlich schöner
  • Etwas zu kurz
7.5
Gut
Written by
Selbserklärter König der Nerds, Herausforderer bitte hinten anstellen. Ich bin der mit den Nunchakus und dem im Wind flatternden Bandana.

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