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Super Smash Bros. Review 3DS

Die Grundzüge

Für alle die zu spät zur Party sind: Super Smash Bros. ist ein für bis zu vier Spieler ausgelegtes Prügelspiel, in dem sich bekannte Figuren aus Nintendo-Spielen (plus einige andere) gegenseitig verhauen. Anstatt aber eine Leiste mit Lebensenergie leer zu prügeln, gibt es eine Schadensanzeige, die mit dem jedem Treffer steigt. Je höher die Zahl, desto leichter fliegt ein Charakter durch die Luft und Ziel des Spiels ist es, seinen Gegner aus der Arena zu schmettern.

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Unter Smash-Fans herrscht etwas Uneinigkeit darüber, welches der bessere Teil ist. Der Gamecube-Vertreter Super Smash Bros. Melee ist unter Turnier-Spielern beliebter, die Wii-Version Brawl hat den Ruf mehr „casual“ zu sein. Ich hatte den Eindruck, dass sich dieser Teil mehr im Brawl-Camp befindet. Ich spielte die Vorgänger alle sehr gerne und exzessiv, allerdings tue ich mich mit den Profi-Techniken wie Edge-Canceling und wie sie alle heißen schwer .

Einsteiger-freundlich ist die Serie seit eh und je. Mit einer Taste führt man normale Schläge aus, mit einer anderen Spezialangriffe wie z.B. verschießen von Lasern oder Blitzen. Dazu eine Taste für’s Blocken und eine für Würfe, das war im Prinzip auch schon die ganze Steuerung.

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Seit der Ankündigung, dass der 4. Smash-Teil auf Wii U und 3DS erscheinen würde, hat man sich gefragt, was genau denn die Unterschiede sein würden. Nintendo betonte bereits von Anfang an, dass beide Versionen die selben Charaktere bieten würden, dass sich kein Fan eines Titels benachteiligt fühlen wird. Dafür bietet die 3DS Version andere Arenen, die mehr auf Handheld-Spielen basieren, sowie eine Handvoll anderer Spielmodi, die mehr auf kurze Sessions ausgelegt sind.

Die Stage Auswahl ist solide, es sind aber auch (wie immer) einige Nieten dabei. Leider gibt es in der Handheld Version keine neuen Level basierend auf Metroid, Donkey Kong, Sonic the Hedgehog oder Starfox. Dafür gibt es eine putzige Kirby-Stage, die auf seinem ersten Gameboy Auftritt basiert. Außerdem kann man jedes Level auch in eine Turnier-taugliche Variante umwandeln, die sich spielerisch zwar nicht von Final Destination unterscheidet, aber zumindest den Look und die Musik der Vorlage behält.

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Zwar hat das Spiel genug Modi um einen alleine zu unterhalten, der Kern von Smash Bros. ist und bleibt aber der Multiplayer. Ihr könnt direkt gegen Freunde spielen die im selben Raum sind oder Online gegen Gegner aus aller Welt antreten. Online hat man die Wahl zwischen „Spaß“ und „Ruhm“, das bedeutet etweder ihr spielt mit allen Items auf allen Karten oder gänzlich ohne Items und nur auf den „normalisierten“ Stages.

Interessanterweise kam es bei einer Handvoll meiner lokalen Multiplayer Matches zu extremen Fällen von Lag und uns war nicht ganz klar, was diesen auslöste. Das Problem trat so selten auf, dass es uns nicht den Spaß verdorben hat, aber es kann vorkommen.

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Smash Run

Die 3DS-Version bietet einen speziellen Modus namens Smash Run, der alleine oder mit Freunden gespielt werden kann. Dabei kämpft sich jeder Charakter über eine große Karte mit verzweigten Pfaden, die ähnlich dem Story-Modus von Brawl, mit Gegnern aus verschiedenen Nintendo-Spielen bevölkert ist.

Besiegt man die zahlreichen Goombas, Metroids und Kremlins (und ich dachte schon Nintendo hätte die total vergessen), bekommt man Boni, welche die eigenen Statuswerte wie Verteidigung und Waffenstärke verbessern.

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Nach 5 Minuten endet der Smash Run und die vier Teilnehmer müssen sich in einem Wettkampf messen. Dieser ist aber nicht automatisch eine normale Klopperei, sondern kann z.B. auch ein Wettrennen sein. Prinzipiell ist Smash Run ein sehr spannender Modus, insbesonders in Abwesenheit der exzellenten Kampagne aus Brawl, doch die völlig zufallsgenerierte Zusammensetzung des Gegner-Aufkommens und des finalen Endkampfs machen die Sache manchmal etwas frustrierend.

Es ist nicht erkennbar, wann und warum man im Smash Run mal vor schier unbesiegbare Bossgegner gesetzt wird und es macht auch keinen Spaß mit Bowser in einem Match zu landen, bei dem man möglichst schnell auf die Spitze eines Turms klettern muss. Ich wünschte, man hätte die Möglichkeit die Variablen von Smash Run mehr nach seinen eigenen Vorstellungen zu gestalten. Insbesondere, weil die Charaktere inzwischen genau das bieten.

Der Charakter-Editor

Abseits der Online-Modi bietet Smash 4 zum ersten Mal die Gelegenheit die Kämpfer nach seinen Wünschen zu modifizieren. Es gibt leicht modifizierte Spezial-Angriffe, so kann man Links normale Wirbel-Attacke z.B. gegen eine eintauschen, die ihn deutlich höher fliegen lässt, dafür aber gar keinen Schaden macht. Luigi kann anstatt einem Feuerball, auch eine Eis-Kugel werfen.

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Außerdem gibt es die Möglichkeit Charaktere in den Bereichen Schaden, Verteidigung und Geschwindigkeit zu variieren. So kann man z.B. einen weniger schlagkräftigen, aber dafür deutlich schnelleren Ganondorf basteln.

Im Smash Run hat man außerdem die Möglichkeit, Charaktere mit zusätzlichen Skills und Items auszurüsten, wie einer Power Bombe oder einem kurzzeitigem Bonus auf Tritt-Schaden.

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In meiner eigenen Smash-Runde herrscht noch Unstimmigkeit über diese Optionen, persönlich finde ich sie aber sehr spannend, weil dadurch selbst Charaktere mit denen man schon jahrelang gespielt hat, einen neuen Touch bekommen. Etwas nervig ist allerdings, dass man jede neue Attacke ebenfalls erst freischalten muss und es kann sehr lange dauern, bis man die perfekte Kombination für seinen Lieblingscharakter gefunden hat. Noch ist nicht ganz klar ob und wie sich diese später auf die Wii U-Version übertragen lassen.

Apropos Charaktere und „neu“. 15 neue Kämpfer gibt es nun in Smash und fast alle bringen interessante neue Taktiken ins Feld. Ich habe bereits ausgiebig über Mega Man geschrieben, ich konnte mich aber noch nicht in alle neuen Charaktere richtig einarbeiten. Inzwischen habe ich überraschend viel Spaß mit dem Punch-Out!! Boxer Little Mac, der zwar nicht sonderlich hoch springen, aber einmal abgesehen davon unheimlich gut austeilen kann und außerdem zu einem der schnellsten Kämpfer gehört.

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Der Fire Emblem-Avatar Robin ist taktisch sehr spannend: Er ist der erste Charakter der mit einem Special Move dem Gegner Lebensenergie stehlen und sich damit selber heilen kann. Außerdem haben alle seine Spezial-Angriffe ein Limit wie oft man sie einsetzen kann, bevor Fire Emblem-typisch, das Zauberbuch kaputt geht. Zwar regenerieren sie sich nach einiger Zeit wieder, aber gerade in längeren Matches erfordert der Taktiker so sehr viel Planung.

Rosalina und Shulk scheinen sehr großes Potential zu haben, beim Wii Fit Trainer macht es einfach Spaß zuzusehen, wie sie Gegner mit Yoga verprügelt. Außerdem könnt ihr erstmals auch Miis als Kämpfer einsetzen, ebenfalls mit verschiedenen Attacken aus denen ihr wählen könnt.

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Der Soundtrack ist nicht ganz so riesig wie in der Konsolen-Fassung (normalerweise nur zwei Lieder pro Stage), hat dafür aber einige echte Hits zu bieten, darunter die neue beste Version von Gerudo Valley.

Als Bonus-Funktion bietet euch das Musik-Menü der 3DS Version sogar die Möglichkeit den Sleep Mode des 3DS manuell zu deaktivieren und euren Handheld als MP3-Player zu benutzen. Eine niedliche Idee, in der Praxis aber etwas unhandlich, weil der Kopfhörer Stecker des 3DS ja an der Unterseite ist und man so unweigerlich häufig an die L/R-Tasten stößt, die einen Song weiter skippen.

Super Smash Bros. for 3DS ist seit dem 02. Oktober 2014 für den Nintendo 3DS erhältlich.

Summary
Natürlich könnte man lang und breit darüber reden was Super Smash Bros. alles fehlt, wer unbedingt hätte drin sein sollen und warum ausgerechnet dieser Charakter *hust* DarkPit *hust* einen Spot im Roster bekommen hat und kein anderer *hust* Ridley *hust*. Doch einmal abgesehen von solchen persönlichen Vorlieben ist Super Smash Bros. for 3DS nicht nur ein dem Franchise würdiger Erstauftritt auf einem Handheld, sondern trotz allem bis zum Rand vollgepackt mit Content.Eigentlich habe ich nur einen wirklich nennenswerten Kritikpunkt an diesem Spiel: ich würde es lieber mit einem normalen Controller auf einem Fernseher spielen.
Good
  • Gewohnt tolles Smash-Gameplay
  • Smash Run an sich
  • Charakter-Editor
  • Viel Abwechslung bei den neuen Charakteren
  • Mega Man
Bad
  • Ab und zu Lag im Multiplayer
  • Zu starke Zufalls-Elemente in Smash Run
  • Dauert recht lange neue Moves freizuschalten
  • Nicht wirklich nützliche MP3-Funktion
  • Dark Pit
9
Großartig
Written by
Selbserklärter König der Nerds, Herausforderer bitte hinten anstellen. Ich bin der mit den Nunchakus und dem im Wind flatternden Bandana.

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