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Super Mario Maker für Nintendo 3DS Review

Für viele gilt es bis heute als eines der besten Wii U-Spiele: Super Mario Maker hat die Phantasie der angehenden Levelbauer beflügelt wie noch kein Programm zuvor. Nintendo ist damit eine geniale Verknüpfung zwischen Kreativität und dem Spaß gelungen, für den Mario seit den NES-Tagen steht. Jetzt ist all das in der Tasche angekommen. Ein Port des Mario Maker für 3DS will gleiches erreichen. Lest jetzt unser Review!

Planwirtschaft

Mario Maker hat im Grunde keine Story, wenn man von der üblichen Entführung von Prinzessin Peach durch Bowser absieht. Stattdessen teilt es sich in zwei große Bereiche ein: Bauen und Spielen. Mit dem Leveleditor kommen auch schon die ersten Unterschiede rein, denn natürlich lässt sich ein Wii U-Spiel nicht ohne Abstriche auf den 3DS porten. Während man auf der Wii U zunächst nur eine kleine Auswahl an Tools hat und man den Rest durch kontinuierliches Levelbauen mit der Zeit automatisch bekommt, steht auf dem 3DS schon eine große Anzahl von Beginn an zur Verfügung. Dazu kommen vier einzigartige Layouts, in denen Levels erstellt werden können: Super Mario Bros., Super Mario Bros. 3, Super Mario World und New Super Mario Bros. U, jedes davon mit seinen eigenen Einschränkungen. Bestimmte Power-Ups sind einzigartig für ein Szenario und geben Mario eigene Kontrollmöglichkeiten wie das Aufheben von Koopa-Panzern und P-Blöcken. Einige Tools innerhalb dieser Szenarien sind zu Beginn nicht verfügbar. Wie man sie auf dem 3DS freischaltet? Dazu später mehr.

Gespeicherte Level kann man anschließend per StreetPass mit anderen Spielern austauschen, was auch der größte Wermutstropfen der 3DS-Version ist: Level kann man nicht online hochladen sondern nur lokal über StreetPass austauschen, was einen großen Teil der kreativen Köpfe aus Mario Maker ausschließen dürfte. Warum sich Nintendo zu diesem Schritt entschloss, bleibt unklar. Völlig außen vor bleibt die Onlinefunktionalität nämlich nicht – sie wird nur den Spielenden vorenthalten. Apropos „Vorenthalten“: Nintendo hat die Fähigkeit zum Erstellen von Screenshot für das Miiverse deaktiviert, weswegen in diesem Review ausschließlich offizielles Bildmaterial zum Einsatz kommt.

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Herausforderung angenommen

Herz der Spielerfahrung ist Nintendos Super Mario Challenge, ein speziell für den 3DS eingesetzter Modus mit insgesamt 100 fest eingebauten Leveln, verteilt über 18 Welten. Dieser Modus ähnelt noch am ehesten einem klassischen Mario-Spiel mit einem leicht ansteigenden Schwierigkeitsgrad. Im Laufe dieser Kampagne spielt man durch einige Level, die direkt aus den alten Klassikern stammen. Aber auch jede Menge frischer Level, die teilweise speziell angehenden Leveldesigner zeigen, wie bestimmte Elemente funktionieren und wo man sie am besten einsetzen kann. Durch diesen Modus durchzuspielen hat auch einen praktischen Aspekt, denn jede abgeschlossene Welt schaltet für den Leveleditor weitere Elemente frei. Am Ende hat man fast alles, bis auf zwei Elemente, für die man ein bisschen tiefer in die Levels eintauchen muss. Jedes Level dieses Challenge-Modus verfügt über zwei Medaillen, für die man auf eine bestimmte Art und Weise spielen muss, z.B. ohne auch nur ein einziges Mal nach links zu steuern oder eine bestimmte Anzahl von Münzen oder anderen Dingen einzusammeln. Um alles für den Editor zu kriegen muss man auch eine Reihe dieser Prüfungen abschließen.

Die 100 Mario Challenge aus der Wii U-Version findet ebenfalls auf dem 3DS statt und ermöglicht quasi eine theoretisch unendliche Auswahl an Leveln. Zu Beginn wählt man lediglich den Schwierigkeitsgrad aus, bekommt 100 Leben zur Hand, um dann damit den vorgegebenen, zufallsgenerierten Kurs zu bewältigen. Hier wird die Kreativität deutlich, die Hunderte Benutzer schon auf der Wii U präsentiert haben – und die 3DS-Spieler nicht zeigen dürfen, weil es unmöglich ist, kreierte Level hochzuladen. Auch wenn man bestimmte Level gezielt suchen will, wird man enttäuscht. Stattdessen bietet Super Mario Maker 3DS nur eine Empfehlungsseite, die man immer wieder neu laden kann in der Hoffnung, dass doch noch ein gewünschtes Level auftaucht.

Im Editor ändert sich im Grunde wenig. Was z.B. nicht mehr funktioniert ist das Aufnehmen von eigenen Soundeffekten, die ohnehin nur lokal nutzbar waren. Wie schon auf der Wii U muss man bestimmte Elemente schütteln oder mit anderen kombinieren, um etwas anderes zu bekommen. Gerade wenn man wirklich gut werden will, wird man lange Zeit hier verbringen. Trotzdem fehlen wichtige Dinge wie die verschiedenen Amiibo-Kostüme und der dazugehörige Pilz, mit dem Mario in Super Mario Bros. deren Gestalt annehmen kann. Technisch gibt sich Mario auf dem 3DS keine Blöße. Das ganze Spiel läuft konstant, die Steuerung funktioniert in jedem Stil gut und die Soundeffekte sind zeitlos. Auffällig war lediglich, dass beim Beenden das System kurz auf Schwarz schaltet, wahrscheinlich um die Verbindung mit den unterstützenden Daten auf der SD-Karte zu trennen, bevor das Systemmenü wieder erscheint.

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FAZIT: Die Frage

Summary
Bevor man sich überlegt Super Mario Maker für 3DS zu holen, sollte man sich eine Frage stellen: Kann man ausschließen, dass man in nächster Zeit eine Wii U mit dem Original bekommt? Wenn ja, ist Super Mario Maker 3DS eine schier unerschöpfliche Quell für Mario-Spaß für unterwegs, aber leider in jeder Hinsicht der Konsolenversion unterlegen. Hat man eine Wii U mit dem Spiel, sollte man darauf verzichten. Alle anderen können ohne weiteres zugreifen.
Good
  • Gut durchdachter Challenge-Modus
  • Eingängiger Editor
  • Der Mario-Faktor
Bad
  • Keine Online-Fähigkeit zum Hochladen
  • Direktsuche nach Leveln online nicht möglich
8
Sehr gut
Written by
Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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