SteelSeries Sensei [RAW] Heat Orange im Test

Hardware
Jetzt Kaufen

 

Auf der gamescom 2013 war ich bei SteelSeries und haben mir dort unter anderem das neue Siberia Elite angeschaut. Zusätzlich erhielt ich direkt ein Musterexemplar der Sensei [RAW] in der limitierten Heat Orange-Edition mit, welches ich unter die Lupe nehmen durfte. Lest jetzt meinen Testbericht über die Sensei [RAW] Heat Orange.

Erster Eindruck

Die Gaming-Maus Sensei [RAW] Heat Orange ist in einem Karton verpackt, wie man es von SteelSeries auch von anderen Geräten gewohnt ist. Die Vorderseite lässt einen direkten Blick auf den Nager zu und links oberhalb wird die Maus noch mal “angeteasert”. In der linken unteren Ecke ist noch der Hinweis platziert, dass es sich um die Heat Orange handelt, was wiederum bedeutet, dass es sich hierbei um eine limitierte Edition der Sensei [RAW] handelt.

Auf der Rückseite befinden sich noch mal kleine Bilder zu der Maus und ein Bild zur Treibersoftware. Außerdem werden hier einige Details zur Sensei [RAW] Heat Orange in den Sprachen englisch, französisch, spanisch und deutsch aufgelistet.

Die Umverpackung der Gaming-Maus macht schon mal einen soliden Eindruck und der erste Blick auf die eingepackte Maus lässt auf einen stylischen Nager hoffen, welche in der glossy-Variante, sprich im schwarzen Klavierlack daherkommt.

1-sensei-raw-heat-orange-verpackung  SteelSeries Sensei [RAW] Heat Orange im Test

Design und Verarbeitung

Nach dem Auspacken der Maus fällt neben der Lackoberfläche des Nagers auch direkt das lange USB-Kabel auf, welches wunderbar mit einem schwarz-orangenem Nylon ummantelt wurde. Das Kabel lässt sich wunderbar in allen Richtungen verformen und verbleibt meist in dieser Form. Auch habe ich keinerlei Bedenken, dass hier irgendwelche verfrühten Kabelbrüche auftreten sollten, da sich das Nylon relativ dick und dadurch bruchsicher anfüllt.

Die Sensei [RAW] Heat Orange hinterlässt bei mir vorab einen gemischten Eindruck. Die Oberfläche im Klavierlack ist sicherlich schön anzusehen, allerdings hatte ich hier einige bedenken bzgl. der Fingerabdrücke und sonstige Flecken, die auf dieser Glanzoberfläche sichtbar werden könnten (dazu später mehr). An der Ablage des Handballen ist das Logo von SteelSeries ersichtlich, welches in Orange beleuchtet werden kann. Hierbei habt ihr die Wahl, ob das Logo (inklusive Mausrad) pulsierend oder dauerhaft leuchten soll. Mehr Farben als Orange sind allerdings, wie es der Name der Edition bereits verrät, nicht möglich.

Die Seitenteile des Nagers sind leicht gummiert und entsprechend gut zu greifen. Auch fällt direkt auf, dass es sich hierbei um eine Gaming-Maus für Rechts-, aber auch für Linkshänder handelt. So etwas hat man meist nicht so häufig in der Welt des Gaming. Alle Tasten sind auf Anhieb gut zu ertasten und geben ein sehr gutes Click-Feedback. Das Klicken mit der Maus empfinde ich als nicht zu laut, sondern eher als angenehmes Feedback. Einzig und allein beim Mausrad gibt es kleine Kritik. Hierbei kommt mir persönliche die Rasterung des Scrollrads ein wenig zu laut vor. Allerdings scheint dies auch an der persönlichen Art des Scrollens zu liegen, denn als ich jemand anderen an die Sensei [RAW] Heat Orange gelassen habe, war die Lautstärke des Scrollen bereits deutlich leiser. Hier solltet ihr selber einmal testen, ob das in eurem Fall zu laut wäre oder ob ihr mit der Lautstärke der Rasterung klar kommt.

Auf der Unterseite der Maus fällt direkt etwas sehr positiv auf: Die schöne große Fläche der angebrachten Glides lassen auf eine gute Gleiteigenschaft hoffen. Ansonsten befinden sich auf der Unterseite noch einige Informationen, wie zum Beispiel die Seriennummer oder das es sich hierbei um eine limitierte Variante der Sensei [RAW] handelt. Die Unterseite ist zudem in einem orangenen, leicht durchschaubaren Kunststoff gehalten und gibt so einen kleinen Blick auf das Innere der Maus frei.

Außer der Gaming-Maus liegt noch ein Quick Start Guide und ein SteelSeries-Sticker im Karton. Eine Treiber-CD bzw. -DVD sucht man leider vergeblich. Dies bedeutet, dass man sich die Treibersoftware im Internet auf der Website von SteelSeries herunterladen muss.

2-sensei-raw-heat-orange-draufsicht  SteelSeries Sensei [RAW] Heat Orange im Test

Technische Details

Bei der Sensei [RAW] handelt es sich um eine “abgespeckte” Version der Sensei, was man allein schon daran erkennen kann, dass der 32 Bit ARM Prozessor nicht verbaut wurde. Auch sucht man das LCD-Display auf der Unterseite der Sensei [RAW] leider vergeblich. Dennoch bietet die Gaming-Maus einiges an technische Features.

Der Laser der Sensei [RAW] bietet eine Auflösung von 5.700 CPI und somit eine Abtastrate von 12.000 FPS. Die Lift Off Distanz beträgt lediglich 2mm. Bei der geringen Hebedistanz lässt es sich ganz gut verschmerzen, dass sich diese bei der Sensei [RAW] nicht manuell anpassen lässt. Auch habt ihr in der Software die Möglichkeit zwei Auflösungen zu wählen, die ihr “on-the-fly” während des Spielens durch Drücken des Knopfs unterhalb des Mausrads wechseln könnt. In manchen Spielen ein durchaus brauchbares Feature, wenn ihr in z.B. in einem Shooter auf das Scharfschützengewehr wechselt und hierbei mit einer niedrigeren Auflösung besser klar kommen solltet.

Die Unterseite ist, wie bereits großflächig mit drei Teflon Glides ausgestattet, was eine nahezu perfekte Gleiteigenschaften bietet. Die Glides nehmen ca. 16% der Unterseite ein, was sehr erfreulich ist.

In der Sensei [RAW] befinden sich Switches von Omron. Diese bieten ein besonders gutes Feedback und wenn ihr erst einmal mit Omron Switches unterwegs gewesen seid, wollt ihr keine Maus ohne mehr verwenden. Der Nager kommt mit einem Gewicht von nur 90g (ohne Kabel) aus der Verpackung und ist aufgrund ihrer Bauweise perfekt ausbalanciert.

Die Treiber-Software

Werfen wir doch mal einen Blick auf die Treiber-Software, welche ihr leider über die Website von SteelSeries selber herunterladen müsst, da der Maus keine Treiber-CD beiliegt. Auf den allerersten Blick scheint die Software nicht all so viel herzugeben, was allerdings nicht korrekt ist. Wenn ihr erst einmal alle Felder auf dem ersten Reiter für die Button-Konfiguration öffnet, dürftet ihr erkennen, dass die Software mit einem ausführlichen Makro-Editor daherkommt. Mit diesem lassen sich besonders lange Makros aufzeichnen und Ingame verwenden. Auch lassen sich hier sämtliche Tasten der Sensei [RAW] individuell anpassen, wobei ihr verschiedene Aktionen auf die einzelnen Tasten legen könnt.

Ein Blick auf die linke Seite verrät euch, dass ihr diverse Profile nach eurem persönlichen Geschmack abspeichern könnt. Hierbei gibt es keinerlei Begrenzung, so dass ihr theoretisch jedes Spiel mit einem eigenen individuellen Profil ausstatten könntet.

3-software-buttons  SteelSeries Sensei [RAW] Heat Orange im Test

Mit einem Klick auf den Reiter Settings gelangt ihr zu den Einstellungen für die CPI und die Beleuchtung. Hier könnt ihr zwei verschiedene CPI-Einstellungen wählen, die durch Drücken des Buttons unterhalb des Mausrades jeweils aktiviert bzw. deaktiviert werden. Eine kleine LED unterhalb des Mausrads zeigt euch das jeweils angewählte CPI-Profil. Ist die LED aktiv, so habt ihr die untere Einstellung gewählt, bei deaktivierter LED ist die obere die aktive Einstellung. Die CPI-Einstellungen könnt ihr hierbei in 90er Schritten wählen.

Auch die Polling-Rate lässt sich hier einstellen. Hierbei habt ihr die Wahl zwischen 125, 250, 500 und 1.000 Hz. Bzgl. der Beleuchtung könnt ihr die Intensität und Art der Beleuchtung wählen. Sollen das Logo von SteelSeries auf dem Handballen und das Mausrad schnell oder gar nicht pulsieren? Habt ihr lieber eine starke oder leichte Intensität der Beleuchtung? Hierbei habt ihr die Qual der Wahl.

4-software-settings  SteelSeries Sensei [RAW] Heat Orange im Test

Unter dem Reiter Properties könnt ihr die verschiedenen Profile einige Programme zuordnen. Dies bedeutet, dass ihr hierbei das jeweilige Profil lädt und dann angibt, bei welchem Spielstart das Profil automatisch geladen werden soll. So müsst ihr nicht ständig in die Treibersoftware wechseln, euer Profil oder die Einstellungen erneut manuell anpassen und dann erst das Spiel starten. Wie ich finde, ist dies eine ganz tolle und bequeme Sache, die mir sehr gefällt.

Im vierten und letzten Reiter findet ihr noch ein kleines Statistik-Tool, welches ihr starten könnt. Ist das Tool aktiv, so registriert es sämtliche Klicks und ihr könnt herausfinden, welche Buttons ihr wie oft in der Zeit der Aufnahme verwendet habt. Eine ganz nette Spielerei, die aber nicht wirklich sinnvoll ist, denn ich hätte es lieber gehabt, dass automatisch sämtliche Klicks registriert werden um so zu erfahren, wie oft ich denn nun was über einen längeren Zeitraum genutzt habe.

Leider gibt es bei der Sensei [RAW] einen kleinen Nachteil: Es ist zwar schön, dass man zig Profile einrichten und speichern kann, allerdings werden diese nicht auf der Gaming-Maus selbst abgelegt. Dies bedeutet, dass wenn ihr den Rechner neu aufsetzt oder die Sensei [RAW] woanders hin mitnehmt, ihr eure Profile nicht mehr aufrufen könnt, da diese nur in der Software gespeichert werden. Eine Speicherung auf der Maus ist leider dem großen Bruder der Sensei [RAW] vorbehalten.

5-software-properties  SteelSeries Sensei [RAW] Heat Orange im Test

Die Sensei [RAW] Heat Orange in der Praxis

Seit dem ich nun von der gamescom 2013 wieder zurück bin, ist die Sensei [RAW] Heat Orange, welche wir freundlicherweise von SteelSeries erhalten haben, angeschlossen. Dies bedeutet, dass ich seit dem einige Spiele, aber auch den Redaktionsalltag mit diesem Nager bewältigt habe.

Auffällig ist vor allem die perfekte Gleiteigenschaft dieser Gaming-Maus. Es ist hierbei fast egal, für welchen Untergrund ihr euch entscheidet, denn die Sensei [RAW] gleitet immer wundervoll. Man hat sogar fast das Gefühl, man würde mit der Maus in der Hand über die Untergründe nur dahinschweben, statt sie über den Tisch zu bewegen. Ein wahnsinniger Plus Punkt, der bei einer Gaming-Maus mehr als entscheidend sein kann!

Der Laser selbst macht ebenfalls eine perfekte Figur. Er arbeitet äußerst präzise und es sind keinerlei Aussetzer aufgetreten. Selbst auf Untergründen, die körniger und nicht glatt waren, hat die Maus perfekt verkraftet und lies nicht ein einziges Mal den Mauszeiger auf dem Bildschirm springen. Das geringe Gewicht des Nagers, wobei die Sensei [RAW] perfekt ausbalanciert ist, sorgt für keinerlei Ermüdungserscheinungen. Selbst nach stundenlangen Dauerzocken ermüden weder Hand noch Finger.

Zudem sorgen die gut verarbeiteten Omron-Switches für ein stets positives Feedback, sodass es großen Spaß macht die Maus zu bedienen. In keinen einzigen Spiel sind Probleme aufgetreten.

Wie ich Eingangs bereits erwähnt habe, hatte ich eine große Befürchtung bzgl. der glänzenden, schwarzen Oberfläche der Sensei [RAW]. Die große Sorge betraf vor allem, dass nach einiger Nutzung die Maus extrem verschmutzt und nicht mehr gut anzusehen ist. Dies hat sich allerdings nicht bestätigt. Zwar sieht man bei genaueren hinschauen nach einigen Stunden Dauernutzung den einen oder anderen Fingerabdruck, allerdings lassen sich diese relativ einfach mit einem Tuch abwischen. Wenn man nicht genau hinschaut, liegt die Maus auch nach der langen Nutzung noch immer stylisch auf dem Tisch.

Nach der Testnutzung der Sensei [RAW] Heat Orange ist auch weiterhin das Material extrem gut in Schuss. Es ist weiterhin kein Knarzen und Knacken zu vernehmen und auch keinerlei Spaltmasse zu entdecken. Überrascht war ich bzgl. des Materials der Glides auf der Rückseite des Nagers. Auch hier, trotz körnigen Untergrund, ist kein großer Verschleiß zu erkennen. Top!

6-sensei-raw-heat-orange-seitlich  SteelSeries Sensei [RAW] Heat Orange im Test

Übersicht der Spezifikationen

  • 1.000 Hz Maximale Abfragerate
  • 12.000 fps, 10.8 Megapixel
  • 30G Beschleunigung
  • 3.81m/s (150ips)
  • 90 – 5.700 cpi
  • Datenpfade des Sensors True 16 bit
  • ~2 mm Anhebedistanz (Lift Off Distanz)
  • 8 Tasten
  • 2 m doppelt Nylon-umflochtenes USB-Kabel
  • Gewicht: ca. 90g
  • Abmessungen: 68x39x126 mm (BxHxT)

Systemanforderungen

  • Windows ab Windows XP
  • Mac OS X 10.6
  • 100 MB freier Speicherplatz
  • 128 MB RAM für Windows XP
  • 1 GB RAM für Windows Vista/7/8/Mac OS X 10.6
  • USB-Port
  • Internetverbindung (Download des Treibers)

FAZIT: Viel Maus für wenig Geld

Ich muss zugeben, dass ich mit der Sensei [RAW] Heat Orange einen ganz großen Spaß hatte. Zwar hat diese Gaming-Maus von SteelSeries einige kleinere Schwächen, wie in meinem Fall die zu laute Rasterung des Mausrads oder auch, dass die Speicherung der Profile auf der Maus selbst nur dem großen Bruder vorbehalten sind, allerdings macht dies die sowas von perfekte Gleiteigenschaft wieder zunichte. Noch nie hatte ich so das Gefühl gehabt, dass ich mit einer Gaming-Maus eher über den Tisch schweben würde, als diese auf dem Tisch zu bewegen, was für mich widerum eines der Hauptkriterien einer Maus sind. Und hier verhält sich die Sensei [RAW] mehr als vorbildlich. Trotz des geringen Gewichts der Maus ist diese perfekt ausbalanciert und endlich handelt es sich hierbei um eine so gute Gaming-Maus, die auch für Linkshänder wie mich problemlos nutzbar ist.

Wenn ich persönlich die Wahl zwischen mehreren Mäusen bis ca. 65€ hätte, dann wäre die Sensei [RAW] Heat Orange definitiv meine Wahl, weswegen ich ihr unseren neuen Award, den Editors Choice von games! Dein Gaming-Magazin, verleihe.

Die Sensei [RAW] Heat Orange von SteelSeries ist laut der Preissuchmaschine preis.de aktuell (Stand: 03.09.2013) ab einem Preis von 59,90€ verfügbar.

Hinweis: Verlosung

Wir möchten euch vorab schon mal darauf hinweisen, dass ihr in den nächsten Tagen unsere Facebook-Seite im Blick haltet und am besten diese direkt auch liked, denn bald werden wir für euch dort die Sensei [RAW] Heat Orange inklusive eines T-Shirts von SteelSeries verlosen. Ihr dürft euch also schon mal freuen, denn bald wird einer von euch der Glückliche sein, der diese tolle Maus kostenlos in den Händen halten wird.

Good

  • sehr gute Verarbeitung
  • extrem präzise Gaming-Maus
  • perfekte Gleiteigenschaften
  • stylisches Design
  • doppelt Nylon-umflochtenes Kabel
  • DPI-Wechsel im Spiel
  • Für Links- und Rechtshänder geeignet
  • keinerlei Verzögerung
  • Omron-Switches

Bad

  • Scrollrad mit Schwächen
  • keine Macro-Speicherung auf Maus (nur Software)
  • Treiber und Software nur mittels Download (keine Treiber-CD)
8.8

Sehr gut

Michael Bragg ist der Chefredakteur von games! Dein Gaming-Magazin. Er hat kein spezielles Genre, sondern zockt alles was er in seine Finger bekommen kann.

Leave a Reply

Your email address will not be published.

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Lost Password