State of Decay 3 in Planung – Sind Zombies noch in?

State of Decay 3 in Planung – Sind Zombies noch in?

Vor wenigen Tagen wurde von den Machern von State of Decay 1 & 2 ein dritter Teil  angekündigt, der viele Änderungen beinhalten soll. Doch ist das Zombiegenre überhaupt noch in? Schon seit Anbeginn der ersten Horrorfilme waren Zombies ein beliebtes Motiv, um Zuseher zu gruseln und eine apokalyptische Endzeitvision zu projizieren. Mit dem Aufkommen von Serien wie „The Walking Dead“ und Games wie „Dead Island“ wurde das Genre auf ein neues Level gebracht und gewann eine nie zuvor gesehene Beliebtheit. Zombiefilme waren auf einmal nicht mehr nur ein Teil der Horror-Nische, sondern wurden zu einem massentauglichen Phänomen, das sich mal mehr, mal weniger ernst mit gesellschaftskritischen Themen auseinandersetzt und es mit Filmen wie „Shaun of the Dead“ und „Zombieland“ sogar in die Comedy-Szene schaffte. Doch legt sich der Hype um die Untoten bald? Ist das Genre mittlerweile langweilig geworden oder gibt es immer noch genügend Geschichten zu erzählen?

Bücher

Obwohl wir die klassischen Zombiefilme eher mit vielen visuellen Effekten (wenn auch damals noch analog) auskommen, haben es unsere untoten Protagonisten selbst in die Literatur geschafft. Neben einer endlosen Reihe an Zombieabenteuern wie „Die Zwölf“ von Justin Cronin, in der ein für das Genre typisches Experiment an Sträflingen schiefgeht, haben einige Autoren es mit ihren Zombie-Thematiken bis an die Spitze geschafft. So beispielsweise Max Brooks, der mit seinen Werken „Der Zombie Survival Guide“ und „Operation Zombie“ ein fiktives Standardwerk der Zombieapokalypse während der Weltkriege verfasst hat und uns perfekt für die nächste Apokalypse mit Ratschlägen ausstattet. Das Buch „Operation Zombie“ diente später als (zugegebenermaßen lose) Vorlage für den Film „War Z“ mit Brad Pitt. Auch Klassiker wurden bereits zu Zombieversionen umgeschrieben und haben damit eine große Fanbase erlangt. In „Alice im Zombieland“ von Gena Showalter muss Charakter Ali ihre Eltern rächen, die von Zombies angegriffen worden sind. Selbst Jane Austins Klassiker wurde zu

„Stolz und Vorurteil und Zombies“, eine Adaption von Seth Grahame-Smith. Als eine Horde von Zombies über London herfällt, muss sich Elizabeth entscheiden, ob sie auf Mr. Darcys Seite steht und den Untoten helfen möchte, oder ob sie sich auf die Seite seiner Feinde begibt.

Auch dieses Buch hat es auf die große Leinwand geschafft und wurde sogar mit einem zweiten Teil fortgesetzt.

Games

Zu Beginn der Zombiegenres in Spielen waren diese fast ausschließlich auf Shooter beschränkt. Man lief mit seinem Protagonisten durch gefährliche Territorien und musste die Horden an Zombies so gut es ging besiegen, um sein eigenes Leben zu retten. Spielklassiker wie

„Dead Island“ oder „The House of the Dead“ funktionieren nach diesem Schema, doch selbst neue Games lieben den Egoshooter- oder Third- Person-Shooter-Modus immer noch. So brachten die Macher von Call of Duty: Black Ops 3, Treyarch sogar einen eigenen Zombiemodus heraus, der die Fans des Spiels begeisterte.

Mittlerweile haben es die Untoten doch auch in andere Spielarten geschafft. Als süße Comic- Zombies finden wir sie zum Beispiel in „Plants vs. Zombies“, einem Tower-Defense-Spiel, in dem die Zombieapokalypse mit echter Pflanzenpower beendet werden muss oder als Glücksbringer bei den Slots von Betway in „Lost Vegas“, in dem du mit einem untoten Elvis und seiner Zombie-Meute im verwüsteten Las Vegas spielen kannst. Mit dem neu geplanten Teil von State of Decay geht das Zombiegenre wieder in eine ernstere Richtung.

Der Third-Person-Shooter versetzt dich in eine verwüstete Stadt, in der du als Ladenbesitzer Max überleben musst. Das Thema erscheint nicht gerade neu, doch im dritten Teil der Saga wollen die Macher einige Neuerungen einbringen und den Spielern mehr Interaktionsmöglichkeiten bieten.

Filme & Serien

Zombies schaffen es immer wieder auf die große Leinwand. Ob es an unserer Suche nach dem Adrenalinrausch liegt oder unserer Freude am Fürchten ist zwar unklar, aber wir lieben die Untoten einfach. Mit den Spielverfilmungen von „Resident Evil“ und dem Film „28 Days later“

schafften es die Zombies aus dem Splatter-Genre heraus und ihre Geschichten wurden tiefgründiger und beschäftigten sich deutlich mehr mit den zwischenmenschlichen Problemen in einer postapokalyptischen Welt. Mittlerweile sind Zombies immer gerne in Komödien zu sehen oder dürfen sogar eigene Liebesgeschichten haben. In „Warm Bodies“ durfte Schauspieler Nicholas Hoult sogar durch die Liebe einer Frau wieder zu einem echten Menschen werden. Die Geschichte weist gewisse Ähnlichkeiten zum literarischen Klassiker „Romeo und Julia“ auf, da ihre Liebe lange Zeit geheim gehalten werden muss.

Auch im Animationsbereich sind Zombies schon längst keine Seltenheit mehr. In Tim Burton’s

„Corpse Bride“ will die verstorbene Braut einfach nur heiraten und ihr untotes Leben verliebt verbringen. Auch „Paranorman“ muss sich im gleichnamigen Film seine Gabe mit Untoten zu sprechen nutzen, um seine Familie von einem uralten Fluch zu befreien. Wer denkt, dass im Zombie-Genre bereits alles erzählt wurde, der irrt sich, denn es erscheinen am laufenden Band neue Filme mit untoten Charakteren. Erst letztes Jahr kam Tom Cruise mit „Die Mumie“ in die Kinos und landete einen echten Erfolgshit. Auch am internationalen Markt sind Zombies noch nicht passe. Der deutsche Filme „Bunker of the Dead 3D“ verbindet eine Amateurkamera- Perspektive wie bei „Blair Witch Project“ mit gruseligen Nazi-Zombies. Die Themen gehen wohl niemals aus! Keine Zombie-Story hat aber in den

letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit bekommen, wie die Serie „The Walking Dead“, von der bereits die 9. Staffel produziert wird und die auf der Video-Streaming-Plattform Netflix einer der meistgesehenen Inhalte ist. Aber auch andere Konkurrenten schaffen es mittlerweile auf den Markt. Der neue Netflix-Film „Cargo“ schickt Hobbit-Schauspieler Martin Freeman seit Mai 2018 durch das zombieverseuchte Australien.

So richtig langweilig wird uns mit Zombies wohl nie werden. Selbst oft gesehene Themen wie die Apokalypse oder der Zombievirus lassen uns immer wieder in die Kinos laufen oder ein neues Spiel kaufen. Wir lieben sie einfach und das darf ruhig auch so bleiben!

Michael Bragg ist der Chefredakteur von games! Dein Gaming-Magazin. Er hat kein spezielles Genre, sondern zockt alles was er in seine Finger bekommen kann.

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