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Starfall Tactics Pre-Alpha Preview

Wir haben einen ersten Blick in die Pre-Alpha des Weltraum-Wargame Starfall Tactics gewagt, welches auf ein F2P-Modell setzt.

 

Weltraumstrategiespiele erfreuen sich anhaltender Beliebtheit. Starfall Tactics von dem russischen Studio Snowforged Entertainment wagt sich mit seiner Mischung aus Wargame und RTS in gerade dieses Subgenre. Derzeit befindet es sich in der Pre-Alpha, dementsprechend viel dürfte sich bis zu seinem angepeilten Release noch ändern.  Flottenindividualisierung, das persistente Galaxy Conquest und Taktische Echtzeitschlachten bilden die drei Säulen von Starfall Tactics. Vor allem auf der ersten Säule baut das Finanzierungskonzept von Starfall Tactics auf, das auf Boosterpakete setzt, in denen sich neue Bauteile und Blaupausen für Schiffe finden.

Starfall Tactics Pre-Alpha Preview schiffe

Auch bei Battlefield V sollen die sogenannten „Mikrotransaktionen“ am 18. Januar kommen. Man kann also Münzen kaufen, Battlefield Coins, mit welchen man wiederum optische Veränderungen an den Gegenständen vornehmen kann.
Gleich in mehrfacher Hinsicht erinnern auch die Flotten des Spiels an digitale Kartenspiele wie im Online Casino: Jedes Schiff wird in der Flottenzusammenstellung als eine Art Trading-Card abgebildet und lässt sich zu einer Flotte der jeweiligen Fraktion hinzufügen. Neue Schiffe erhalten die Spieler wiederum durch das Öffnen von Boosterpaketen, die einem zufällig neue Inhalte ausschütten. Da stellt man sich dann die Frage was der Unterschied zu einem Anbieter auf https://casinopilot24.com ist. Im Prinzip verkommt das MMO – Massive Multplayer Online-Spiel damit zum Glücksspiel um echtes Geld: Denn man weiß nie welche Karte man trifft. Glücklicherweise lassen diese sich aber nicht nur mit Echtgeld sondern auch mit der Ingame-Währung erwerben.
Neben diesem bloßen Zusammenstellen von Schiffen lassen sich die einzelnen Schiffe in einem umfangreichen Individualisierungssystem aufrüsten: Nicht nur optische Aspekte wie Farbe lassen sich durch das System anpassen sondern auch die unterschiedlichen Sektionen der Schiffe, zu denen die Bewaffnung, die Antriebe, das Schild und die Panzerung gehören. Die einzelnen Bauteile kommen natürlich wieder im Karten-Design daher. Ein solch komplexes Flottensystem verspricht großes Potenzial.Dennoch spielt auch hier das Pay2Win-Prinzip wieder mit rein. Allerdings stößt der Zufallscharakter der Boosterpakete übel auf, da weder die reinen F2P-Spieler noch Leute, die Geld investieren, beeinflussen können, ob sie Items bekommen, die sie auch wirklich haben wollen.
Das logische Resultat aus diesem Umstand dürfte Frust sein, der auch bereits bei rein optischen Lootboxen wie in Overwatch oder Dota 2 zu Tage tritt. Da es sich aber bei Starfall Tactics um Gameplay-relevante Inhalte handelt, dürften die Auswirkungen ungleich schwerwiegender sein. Als Folge könnten sich F2P-Spieler durch ewigen Grind die Lust verlieren und die zahlende Kundschaft sich über den Tisch gezogen fühlen. Zum Glück lassen sich Bauteile auch im persistenten Galaxy Conquest sammeln.

Das Galaxy Conquest, der MMO-Modus

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In Galaxy Conquest bewegen die Spieler ihre Flotte als Spielstein über die Hexagonfelder einer Sternenkarte, die aus ein großen Zahl von Systemen besteht. Während ihrer Reisen können die eigenen Schiffe aber auch von anderen Spielern oder sogar Piraten abgefangen werden. Obendrein finden sich allerhand Planeten in der Galaxie, mit denen man zumindest in der Theorie interagieren kann.

Praktisch scheint hier noch nicht besonders viel fertig zu sein, was daran liegt, dass das Spiel derzeitig in einer Pre-Alpha-Version vorliegt. Später soll man die Planeten sogar kolonialisieren können. Auch Grundsätze für den An- und Verkauf von Waren lassen sich bereits erahnen. Dahingegen funktioniert bereits das Benennen von Welten, was teilweise zu eher zweifelhaften Ergebnissen führt. Hier sollte das Entwicklerteam etwas nachjustieren. Ansonsten werden sie zum Teil sehr schräge Namen in ihrer Spielwelt haben. Das große Argument für Galaxy Conquest bleibt ungeachtet aller anderen Features sein Fokus auf eine persistente Multiplayererfahrung, in der die Spieler zusammen und gegeneinander spielen. Sobald alle Kernfeatures ihren Weg ins Spiel gefunden haben, könnte Galaxy Conquest, in dem die drei Fraktionen um die Vorherrschaft buhlen, sehr interessant werden. Ab diesem Zeitpunkt wird der ambitionierte Modus zeigen können wie gut das Machtgerangel und die Jagd nach Geld und Items praktisch funktioniert.

Echtzeit-Action in der Leere

Es gibt in Starfall Tactics mehr als eine Gelegenheit, in einer Echtzeitschlacht einer gegnerischen Flotte gegenüberzustehen. Zum Beispiel lassen sich im Menü Matches durch ein Matchmaking auf erstellten Karten und vorher festgelegten Modi ausfechten. Der einzige bisher verfügbare Modus für den ersten Fall lässt jeden Spieler mit einem gut gepanzerten, stationären Mutterschiff starten. Zum Sammeln von Ressourcenpunkten müssen im All platzierte Knotenpunkte gehalten werden. Ähnliche Prinzipien finden sich auch in RTS wie Company of Heroes 2 oder Dawn of War 2. Mit den verdienten Punkten lassen sich dann neue Schiffe aus dem eigenen Flottendeck heranwarpen. In solchen Begegnungen endet das Match, wenn ein Spieler das Spiel verlässt oder er sein Mutterschiff verliert. Andererseits kommt es zu einer Echtzeit-Vernichtungsschlacht zwischen zwei Flotten, wenn sie sich auf der Galaxy Conquest-Karte in die Quere kommen. In diesem Fall kann sich ein Spieler natürlich immer noch entscheiden, das Schlachtfeld fluchtartig zu verlassen. In allen anderen Fällen müssen die Kontrahenten sich gegenseitig aufreiben.

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Anders als in Homeworld finden die Raumschlachten ausschließlich in einer zweidimensionalen Ebene statt, dadurch verschenkt ein Entwickler abermals die Gelegenheit, sich an einem 3D-Raumkampf zu versuchen. Na gut, zumindest bleiben die Schlachten durch diese Entscheidung halbwegs übersichtlich. Im finalen Produkt sollen in Starfall Tactics die Schlachten vor allem taktisch sein. Davon spürte ich bisher noch nicht so furchtbar viel.

Während kleinere Schiffe in den von mir gespielten Schlachten quasi bei jedem ernsthaften Feindkontakt zerplatzten, schlugen die etwas größeren Schiffe ihre Gegner eher durch zahlenmäßige und qualitative Überlegenheit als durch taktisch kluge Manöver. Hier könnte etwas Spielraum eingeräumt werden, wenn man die Kämpfe generell etwas verlängern würde. Das böte genug Zeit für mehr Manövrieren und weniger reinen Stellungskampf. Denn wenn die Schiffe einmal angreifen, bleiben sie standardmäßig auf ihrer Position und befeuern sich solange, bis ihr Ziel flieht oder sie zerstört werden.

Zu besonders merkwürdigen Situationen führt indes die Wegfindung der eigenen Schiffe. Ähnlich wie in Battlefleet Gothic Armada, das anders als die Pre Alpha von Starfleet Tactics auch bei kleineren Schiffen auf Manöver setzt, können auch in diesem Spiel die Schiffe sich gegenseitig rammen. Das gilt natürlich auch für die Mitglieder der eignen Flotte. Leider kommt es bei gemeinsamen Fortbewegungsmanövern wirklich ständig zu gegenseitigen Kollisionen oder Kollisionen mit Asteroiden und Kometen, so dass man so manches Mal mehr Schiffe durch Kollisionen als durch Feindkontakte verliert. Die Idee, die Schlachten mehr auf Mikromanagement aufzubauen, mag löblich sein, aber jedes Schiff bei simplen Fortbewegungsmanövern babysitten zu müssen, ist einfach nervtötend und wir hoffen, dass der Entwickler dies im Zuge der Entwicklung ausgemerzt bekommt. Cool dagegen ist die Simulation unterschiedlicher Ebenen der Schiffe, die sich aus Hüllenintegrität, Panzerung und Schilden zusammensetzen. Während die Optik, wenn einem der Stil zusagt, durchaus ansprechend ist, kann das nicht von dem Sound und der Hintergrundmusik gesagt werden. Erstere klingen zumeist noch nach Platzhaltern (Anm. d. Red.: Was aufgrund des Entwicklungszustand sehr gut möglich ist) und Zweiteres klingt eher generisch als umwerfend. Mit dem GUI konnte ich mich noch nicht vollständig anfreunden, das könnte aber eine Sache der Gewöhnung sein. Trotz der Kritikpunkte könnten die Schlachten von Starfall Tactics noch toll werden. Denn grundsätzlich können sie bereits jetzt Spaß machen. Allerdings muss Snowforged Entertainment vermehrt am Balancing, den Kampfmechaniken und der Wegfindung arbeiten.

Die Pre-Alpha von Starfall Tactics gehört nicht zu den Testbuilds, von denen man denkt, dass das Spiel quasi fertig sei. In der Pre-Alpha finden sich neben kleinen Bugs auch noch wirklich spielbehindernde Fehler. Darüber hinaus fehlen noch viele Bestandteile des Spiels. Aufgrund der frühen Version des Spiels spreche ich Snowforged Entertainment von jeder Kritik an Bugs oder fehlenden Features frei, eine Pre-Alpha für so etwas zu kritisieren, wäre wirklich sinnbefreit.

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Vor allem zu Anfang beeindruckt die Größe der Sternenkarte in Galaxy Conquest.

Fazit: Potenzial ist da, aber es wartet noch Arbeit

Ein glühender Anhänger des F2P-Konzept bin ich wahrhaftig nicht. Dem folgend misstraue ich der Finanzierung per Boosterpakete, die Snowforged Entertainment derzeit anstrebt. Auf der spielerischen Seite stechen für mich vor allem die ambitionierte Flottenindividualisierung, die bereits weitgehend fertig zu sein scheint, und Galaxy Conquest hervor. Letzteres gefällt mir vor allem, weil es in Echtzeit abläuft und persistent stattfindet, wodurch sich ein MMO-Charakter ergeben dürfte. Als großer Fan von Echtzeitschlachten wecken auch die Schlachten von Starfall Tactics mein Interesse, wirklich zufrieden war ich mit ihnen jedoch noch nicht. Insgesamt hat das Spiel aufgrund seiner interessanten Konzepte wirklich Potenzial, aber Snowforged Entertainment wird noch Einiges tun müssen, um es vollkommen hervorzubringen.

Starfall Tactics wird derzeitig für den PC entwickelt. Ein voraussichtlicher Release (Steam Early Access Alpha) ist für das 4. Quartal 2016 angepeilt.

Meist zu finden in Shootern, Rollenspielen oder Strategiespielen. Zudem Student der Informatik.

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