Startseite » News » Satoru Iwata verstorben

Satoru Iwata verstorben

IwataRIP

Die Spielewelt trauert um eine Legende: Satoru Iwata, Präsident und CEO von Nintendo Japan sowie CEO von Nintendo Amerika, ist tot. Doch Iwata war nicht nur ein Mann mit Geschäftssinn. Auf sein Konto gehen einige legendäre Spieletitel, mit denen Nintendo sein Profil einst fand. Ein Nachruf.

Satoru Iwatas Arbeit begann in den 80er Jahren als Programmierer bei dem eng mit Nintendo verbundenen Entwicklerstudio HAL Laboratory, wo er maßgeblich an Spielen wie Balloon Fight, EarthBound und praktisch allen Kirby-Spielen der 90er Jahre mitwirkte. 2000 wechselte er schließlich zu Nintendo, wo er 2002 Hiroshi Yamauchi als Präsident und Chef von Nintendo Japan beerbte – eine Position, die er bis zuletzt ausübte. Darüberhinaus wurde er 2013 zudem Chef von Nintendo Amerika.

Laut Nintendos Pressemitteilung erlag Iwata am Samstag im Alter von 55 Jahren einem langjährigen Krebsleiden an der Galle, wegen dem er bereits mehrmals eine Auszeit von seiner Arbeit nehmen musste. Er möge in Frieden ruhen.

Christian:
Wenn man in der Spielewelt das Wort „Freundlichkeit“ suchte, so verkörperte Satoru Iwata diese Eigenschaft mit seinem ganzen Wesen. Mehr als alles andere war ihm wichtig, dass Nintendos Spielerbasis zufrieden ist und nahm dafür auch oft persönliche Opfer in Kauf. Man erinnere sich nur an 2013, als Nintendo wegen fehlender Wii U-Verkäufe rote Zahlen schrieb und Iwata nicht nur die Gehälter des Managements, sondern vor allem sein eigenes stark kürzte – einfach damit er niemanden entlassen musste.
Ich gebe offen zu: Balloon Fight habe ich nie gemocht – und trotzdem könnte ich nicht absprechen, dass es für den NES ein verdammt erfolgreicher Starttitel war. Für mich waren es die Kirby-Spiele (allen voran Kirby’s Dreamland 2), mit denen ich immer Freude hatte. In diesem Sinne: Arigato, Iwata-san. Für alles.

Konrad:
Im Frühjahr 2001 erschien Pokémon Gold/Silber in Europa, ich muss also 14 gewesen sein, als ich es gespielt hab. Ich weiß noch, wie ich mich kaum von dem Spiel loseisen konnte und nach zahlreichen Stunden Spielzeit endlich die Johto Top 4 besiegte. Und dann kam etwas, was mich damals einfach völlig umgehauen hat: Die komlette Kanto Region, also die Spielwelt aus Pokémon Rot/Blau, war in Gold/Silber enthalten.

Satoru Iwata verstorben Pokemon-map

Heute habe ich erfahren, dass es Saturo Iwata war, der quasi im Alleingang das Kompressions-Tool schrieb, mit dem es möglich war, die gesamte Kanto-Region zusätzlich auf das Modul zu packen. Es sind Geschichten wie diese, die Iwata zu einer besonderen Figur in der Videospiel-Industrie machen. Er war jahrelang dabei, „in the trenches“ sozusagen und hat selber programmiert und entwickelt. Er war ein Mann, dem Videospiele wichtig waren, weil er selbst über Jahrzente welche gemacht hat. Und von der Gamecube-Ära bis zu den Anfängen der Wii U war er überall irgendwo als Executive Producer beteiligt.

Saturo Iwata war kein typischer CEO. Er war sympathisch und cool, alberte rum. Er lieferte sich eine Prügellei mit Reggie Fils-Aime um neue Kämpfer für Super Smash Bros. anzukündigen und lies sich diese E3 sogar in einen Muppet verwandeln. Jedes Jahr in Vorbereitung auf die Gamescom hab ich mir gedacht, „wäre es nicht cool, wenn er da wäre und ich mich persönlich bei ihm bedanken könnte?“ Iwata, Danke. Directly to you.

Written by
Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

Bewerte den Artikel

0 0

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Lost Password

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.