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Rory McIlroy PGA Tour im PS4-Test

Die gamescom 2015 ist vorbei und es steht auch schon direkt der erste Test ins Haus. Bereits vor wenigen Wochen erschien der Titel Rory McIlroy PGA Tour auf PS4 und Xbox One, mit welchem der Golf endlich wieder seine Rückkehr auf die Konsolen feiert. Am auffälligsten dürfte auf dem ersten Blick der ausgetauschte Cover-Star sein. Tiger Woods musste nach seinen negativen Schlagzeilen weichen und ihm folgte mit Rory McIlroy ein weiterer sehr namhafter und erfolgreicher Golfer. Doch kann Rory McIlroy auch als Spiel überzeugen?

Eingeschränkter Umfang

Leider müssen wir direkt erst einmal groß meckern, denn nach dem interaktiven Prolog, welcher das Tutorial enthält und einen tollen Einstieg ins Spiel bietet, wird im Menü die Ernüchterung groß. Rory McIlroy PGA Tour wurde im Umfang eines Golfspiels so weit abgespeckt, dass es schon förmlich nach DLCs und Erweiterungen schreit. Es beinhaltet lediglich 8 PGA-Kurse sowie nur 12 Originalgolfer. Während man zum Beispiel einen Tiger Woods vergeblich sucht, braucht man sich erst gar nicht auf die Suche nach weiblichen Stars begeben. Echt schade wenn man an die Vorgänger zurückdenkt, welche bereits mit unzähligen originalen Golfkursen zu überzeugen wussten. Naja, dafür gibt es wenigstens noch ein paar fiktive Spieler und Kurse…

Aber auch wenn man nach dem Umfang für Einzelspieler schaut macht sich Ernüchterung breit. Neben dem Schnellspiel gibt es noch die Karriere, in welcher ein eigener Charakter erstellt werden kann. Euer Charakter verfügt über so einige Eigenschaften wie z.B. Abschlag, Spin, Putting und Kraft. Diese Werte dürft ihr durch gewonnenen Erfahrungspunkte ansteigen lassen. Selbstverständlich lassen sich im Karriere-Modus auch noch allerlei Kleidung und bessere Ausrüstung freischalten.

Rory McIlroy PGA Tour im PS4-Test rory-mcilroy-pga-tour-screenshot-2

Überrascht hat mich vor allem die Herausforderungen der Night-Club-Challenge, welcher der letzte spielbare Einzelspieler-Modus darstellt. Sie sorgen nicht nur für großen Spielspaß, sondern sind zudem noch ziemlich Herausfordernd, wenn es zum Beispiel darum geht bewegliche Objekte zu treffen. Und wie sieht es bei den Mehrspielermodi aus? Selbst hierbei kann das Spiel nicht lange fesseln, denn mehr als Online-Turniere und Head2Head gegen mehrere menschliche Kontrahenten gibt es ebenfalls nicht zu spielen.

Nicht nur meckern

Spielerisch muss man dem Spiel aber so einiges lassen. Auch Golf-Anfänger kommen durch die unterschiedlichen Steuerungstypen schnell zu Erfolgen was für eine tolle Spielbarkeit spricht. Zudem gibt es einige Spielhilfen, die sich selbstverständlich deaktivieren lassen. Während es also unerfahrene Spieler arcadiger angehen lassen, können Profis eine echte Golfsimulation spielen. Auch die Ballphysik ist ziemlich glaubhaft und das Spiel sieht auf dem ersten Blick fantastisch aus.

Nur auf dem ersten Blick? Leider ja! Dank der Frostbite-3-Engine wirken die Untergründe wie Grasflächen und der Sand sehr ansehnlich aus. Zudem gibt es sehr tolle Lichteffekte zu sehen. Allerdings bietet Rory McIlroy PGA Tour auch detailarme Hintergründe, Pop-Ups und Kantenflimmern. Extrem schade finde ich auch, dass Tageszeiten und Wetter keinen Einfluss auf den spielerischen Alltag bieten.

Rory McIlroy PGA Tour im PS4-Test rory-mcilroy-pga-tour-screenshot-1

Summary
Auch wenn viel gemeckert wird, so kann Rory McIlroy PGA Tour spielerisch sehr toll überzeugen. Auf dem ersten Blick sehen die Kurse fantastisch aus und auch die Ballphysik ist sehr glaubwürdig. Leider wird die Wertung durch den mageren Umfang sehr gedrückt. Das Spiel schreit einfach förmlich nach DLCs und Erweiterungen. Wer allerdings damit kein Problem hat, den erwartet ein tolles Golf-Spiel, welches sich wahlweise arcadig oder auch simulationslastig spielen lässt. Und mit den Night-Club-Challenges erwartet euch dann doch noch eine riesen Menge Spielspaß und so einige Herausforderungen. Wer also kein problem mit den mageren Umfang hat, kann gern noch einen Punkt bei der Wertung oben drauf legen. Ich für meinen Teil lege mich aber fest, dass es ruhig einige originalen Golfer und Kurse gebraucht hätten, um eine höhere Wertung rechtfertigen zu können.
Good
  • Interaktiver Prolog
  • Diverse Spielstile
  • Nachvollziehbare Ballphysik
  • Passende Steuerung
  • Night-Club-Challenges
Bad
  • Magerer Umfang
  • nur 8 PGA-Kurse und nur 12 Originalgolfer
  • schwacher Spielereditor
  • lange Ladezeiten
  • Keine Lokalisierung
7.5
Gut
Written by
Michael Bragg ist der Chefredakteur von games! Dein Gaming-Magazin. Er hat kein spezielles Genre, sondern zockt alles was er in seine Finger bekommen kann.

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