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Rainbow Six: Siege Preview

Die Alpha von Rainbow Six: Siege ist inzwischen vorüber und der abschließende Bericht trifft, wenn auch leicht verspätet, endlich in unserem Hauptquartier ein.

Fans der Serie mussten eine lange Zeit warten bis sie wieder ins Rainbow Six Universum eintauchen durften. Nachdem Rainbow Six: Patriots nicht dem Qualitätsstandart entsprach, den man sich bei Ubisoft vorstellte, wurde das Spiel at acta gelegt und von Grund auf neu designed. Heraus kam Rainbow Six: Siege.

Dieser Titel soll nun Fans von taktischen Mehrspieler-Partien ansprechen. Hierbei hat der Spieler zu Beginn einer jeden Runde die Auswahl aus insgesamt 10 Klassen, die mit unterschiedlichen Waffen und Ausrüstungsgegenständen daher kommen. Jedes Mitglied einer Gruppe verfügt über eine spezifische Waffenauswahl, die von der MP über ein Sturmgewehr bis hin zur klassischen Shotgun reicht. Ausschlaggebender ist aber die Ausrüstung die wir in Siege mit uns führen. Sind wir in der Rolle der Geiselnehmer, so haben wir stets Barrikaden zum aufstellen an strategischen Punkten, eine Rolle Stacheldraht und die aus den Trailern bekannte Absperrung für die Fenster parat, um Eindringlingen das Stürmen des Hauses zu erschweren.

Anders sieht es bei den Counter-Terroristen aus, deren Ausrüstung etwas deutlicher variiert. So kann ein Gurppenmitglied bspw. einen schweren Schild mitführen, um sich und andere mit diesem vor Beschuss zu schützen, einen schweren Hammer zum aufklöppeln von Türen einstecken oder aber eine Sprengvorrichtung einpacken, um lästige Wände oder Zwischendecken wegzusprengen. Jedem Spieler bekommt also in Rainbow Six: Siege eine bestimmte Rolle zugewiesen.

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Nun sind all diese Gadgets schön und gut, wäre da nicht das etwas lästige Gameplay. An dieser Stelle reihen wir uns bei den vielen Rainbow Six Fans mit ein, die via Reddit doch so einiges am bestehenden Gameplay zu mosern hatten. Denn seit jeher, stand die Rainbow Six Reihe immer für eine strategische, durchdachte und vorsichtige Herangehensweise. Nach dem ersten Trailer im vergangenen Jahr, schien das auch bei Siege nicht anders auszusehen. Doch Trailer ist Trailer und Spiel ist Spiel. Denn in der Alpha zeigte sich, dass man doch zahlreiche Treffer einstecken kann bis man auf dem Boden liegt, was dazu führte, dass man sich eher wie in einem schnellen Team-Deathmatch Shooter fühlte, als in einem Taktikspiel.

Wer hier einigermaßen gut mit seiner Knifte umzugehen wusste, konnte auch im Alleingang nahezu das komplette Gegnerteam ausradieren. Das schnelle Movement, inklusive erlaubten Wallhack (bzw. Herzschlagsensor) trug ebenfalls seinen Teil dazu bei, dass taktische Teamplay nahezu gen Null zu fahren. Hier sollte das Spiel dringend entschleunigt und der Waffenschaden erhöht werden, so das nur wenige Treffer schon zum Tod oder zur Ohnmacht führen. Denn ein Rainbow Six ist kein Rainbow Six, wenn es sich wie Battlefield oder andere Shooter dieser Bauart spielt. Auch auf Seiten der Geiselnehmer sollte sich etwas mehr tun. Denn außer Barrikaden aufstellen und in der Ecke zu sitzen,  nur um darauf zu warten das ein argloser Polizist endlich um diese gesprintet kommt, ist nicht gerade spannend.

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Die Möglichkeit gefallene Teammitglieder aus der Gefahrenzone zu ziehen und wiederzubeleben ist an sich ebenfalls ein nettes Feature. Allerdings führt das unbegrenzt anwendbare Wiederbeleben dazu, dass man doch etwas sorgloser durch die Map streift, so lange man einen Teamkameraden hinter sich weiß. Diese Spielfunktion sollte noch einmal überdacht werden.

Nichts desto trotz, war es schlicht und ergreifend nur eine Alpha und vieles kann sich im Laufe der Entwicklung noch ändern. Einiges was man bis jetzt testen und sehen konnte, versprach viel Potential und wir hatten des öfteren tolle Momente in unseren Spielrunden. Denn nichts ist so schön, wie in die verdutzten Augen des Gegners zu blicken, wenn man seine sicher geglaubte Wand hinter ihm einfach wegsprengt und mit rauchenden Colts in den Raum stürmt.

Die von Ubisoft entwickelte AnvilNext Engine zaubert dazu nicht nur eine schöne und ansehnliche Grafik auf den Monitor, sondern spendiert fröhlichen Hobbysprengmeistern eine sehr beeindruckende Zerstörungsanimationen an Wänden und anderen Objekten. Auch Soundtechnisch gibt es während der Spielrunden ordentlich was auf die Ohren. Hier hat der im letzten Jahr vorgeführte Trailer nicht zu viel versprochen!

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Letzten Endes liegt es nun an Ubisoft sich der Kritik und den Wünschen aus der Community anzunehmen und auf diese einzugehen. Zudem sollte auch eine gewisse Risikobereitschaft darin bestehen das Spiel mit einer Komplexität zu versehen, die die Spieler zwar nicht allzu überfordert, aber dennoch so tiefgreifend ist, dass argloses Vorgehen und Run&Gun-Taktiken nicht der Schlüssel zum Erfolg sind. Wir sind gespannt was Ubisoft am Ende des Jahres aus dem Spiel gemacht hat und freuen uns auf weitere spannende Matches.

Rainbow Six: Siege soll im Laufe des Jahres für PC, PlayStation 4 und Xbox One erscheinen.

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Shooter-Liebhaber, Rennspiel-Enthusiast, Gelegenheits-Streamer und Bindestrich-Fetischist :-)

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