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Payday 2

PC PlayStation 3 Xbox 360
8.5

Sehr gut

7.9

User Avg

Payday 2 Preview

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Payday: The Heist von Overkill Software war 2011 ein Nischentitel. Ein Co-Op Shooter für 4 Spieler, in dem man Raubzüge und Überfälle begeht und sich vor der Polizei verteidigt? Bis dato war das ein völlig leeres Feld. Doch Payday hatte auch viele Macken – und zu wenig frischen Content. Payday 2 will all das ändern – und wenn man von der Beta ausgeht, sieht der Vorgänger im Vergleich ziemlich alt aus. Lest hier unsere Vorschau!

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Ein jedem sein Zuhause

Payday 2 beginnt zunächst mit einem Besuch im sogenannten Safe House, wo man von Bain, dem ehemaligen Auftraggeber des Verbrecherquartetts um Dallas, kontaktiert wird. Diese Szene dient als kurzes Tutorial, das man angehen kann, wie man möchte. Von Bain erhält man Anweisungen, wie die aktuelle Lage ist und außerdem ein wenig Geld, mit denen man seine Fähigkeiten ausbauen kann.

Doch ist das nur der Anfang, denn anschließend besucht man das wahre Safe House: Einen weiträumigen unterirdischen Bunker, in dem die gesamte Ausrüstung wie Masken und Waffen untergebracht ist. Auch seine Fähigkeiten zum Schlösser knacken und Tresore öffnen kann man hier ausprobieren ebenso wie einen Schießstand auf dem man Waffen testen kann. Dieses sichere Haus kann vom Spieler jederzeit besucht werden. In Zukunft möchte Overkill auch die Möglichkeit bieten, es so anzupassen wie man möchte.

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In den Fängen von Crime.Net

Über einen Computerterminal im Safe House (oder später das Hauptmenü) erhält man dann Zugang auf Crime.Net. Hierbei handelt es sich um die Auftragsvergabe. Im Großraum Washington erscheinen alle vorhandenen Aufträge (inklusive der beteiligten Spieler) oder man nimmt einen neuen Auftrag an, dem sich andere anschließen können.

Waren die Aufträge im ersten Payday noch relativ simpel gestrickt, so zeigt Payday 2 hier bereits seine höhere Dynamik, denn eine Karte kann für verschiedene Aufträge verwendet werden. Beispielsweise gibt es einen Auftrag für einen Banküberfall, in dem man primär Bargeld aus dem Tresorraum mitnehmen soll, es den Spielern aber freisteht für mehr Risiko auch Schließfächer und Geldautomaten zu knacken, um noch mehr einzusacken.

Ein anderer Auftrag auf der selben Karte beauftragt die Spieler stattdessen so viel wie möglich aus den Schließfächern mitzunehmen. Bargeldreserven gibt es nicht. Oftmals geht ein Auftrag auch über mehr als nur eine Karte. Z.B. muss man in einer anderen Mission Kokain durch die Straßen Washingtons schmuggeln, während man bereits von der Polizei verfolgt wird. Je nach dynamischen Missionsverlauf endet der Auftrag entweder hier oder aber am Hafen, wo man das Koks auf ein Schnellboot laden muss. Und Dynamik ist durchaus das Stichwort: Payday 2 wirkt in vieler Hinsicht intelligenter.

Keine Mission ist die selbe. Der Zufall entscheidet, welche Türen zu Beginn offen sind, wo sich Sicherheitskameras befinden oder sogar, wie die Innenarchitektur aufgebaut ist. Es kann durchaus vorkommen, dass der Tresor bzw. das Sicherheitsbüro sich an völlig unterschiedlichen Stellen befinden. Das gibt dem Spiel eine noch größere Unverhersehbarkeit als das Original.

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Waffen. Viele Waffen.

Und dann ist da noch die Ausrüstung. Im ersten Payday hatte man 4 verschiedene Fähigkeitenbäume, die man im Verlauf des Spiels komplett voll kriegen konnte. Jeder Baum bot insgesamt 3 verschiedene Waffen, 2 Fähigkeiten für sich selbst und sein Team, sowie einen platzierbaren Gegenstand. Der Nachfolger hingegen bietet allein in der Beta 22 verschiedene Waffen, von denen man einige nur über Fortschritte im neuen Talentsystem erhalten kann.

Neben den aus dem Original bekannten Pistolen, Sturmgewehren und Maschinenpistolen gibt es auch einige brandneue Waffen wie Scharfschützengewehre und Schrotpistolen. Und man kann jede davon individualisieren wie man möchte. Es gibt eine große Auswahl von kaufbaren Modifikationen, die man aber erst nach erfolgreichen Überfällen per Zufallskartenzug bekommen kann. Und man möchte sich individualisieren, denn diesmal sollte man von vorne rein planen, wie man spielen möchte, denn das bisherige Level-Cap von 30 (es stand bis zu einer Community-Aktion eines Users nur bei 25) lässt nur einen begrenzten Spielraum für Experimente, auch wenn man jederzeit alles rückgängig machen kann.

Ist man ein gewiefter Techniker, der Sprengfallen und Geschütztürme platzieren kann? Ein großer Schrank von einem Kämpfer, der eine Kreissäge mit sich herumschleppt um Geldautomaten aufzubrechen? Oder lieber ein taktischer Planer, der seine Männer mit Medikits am Leben halten kann? Alles ist möglich. Nur sollte man dabei auch auf das Gewicht achten, denn je mehr man mit sich rumschleppt, desto langsamer wird man. Es ist nur ein Anzeichen dafür, wie stark ausgeprägt RPG-Elemente  in Payday 2 sind. Ob Overkill wie im Vorgänger auch alles für jeden ermöglichen will, wird sich zeigen müssen.

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Du willst vier Geschäfte ausrauben?

Als Beispiel für einen Auftrag soll der Vertrag “Four Stores” dienen. Hier soll man für den russischen Mafiapaten Vlad eine Reihe von 4 Läden ausrauben, die ihm Geld schulden. Zunächst beginnt man den Auftrag auf der Straße, auf der sich alle vier Läden befinden: Ein Multimedia-Geschäft, ein Laden für chinesische Keramik, ein Gemischtwarenhändler und ein Café.

Zunächst kann man sich – je nach Sichtbarkeit der Ausrüstung – relativ frei bewegen und auskundschaften, wo sich Tresore und Kassen befinden. Da man Online zu viert unterwegs ist, kann man sich anschließend einteilen, wer welchen Laden übernimmt. Wenn man seine Maske aufsetzt (oder von Zivilisten oder Kameras entdeckt wird), beginnt der eigentliche Überfall. Dann heißt es: Zivilisten unter Kontrolle bringen, sie mit Kabelbindern fesseln und die Tresore mit Hilfe von Bohrmaschinen oder anderem Gerät öffnen.

Hier kommt der Skillfaktor zu Tage, denn wer im Umgang mit Werkzeug oder Sprengstoff geschult ist, kann sich so sehr viel Zeit sparen und die Tresore auch einfacher und schneller öffnen. Ansonsten muss man die Bohrer verteidigen gegen die angreifenden Polizeistreitkräfte. Sobald man $ 15.000 gestohlen hat, kann man sich zum Fluchtwagen aufmachen. Die Betonung liegt hierbei auf “kann”, denn man kann auch bleiben, um auch den allerletzten Rest an Bargeld zu stehlen.

Mehr Beute bedeutet mehr Geld für neue Ausrüstung und mehr Erfahrungspunkte für den Levelaufstieg. Für noch mehr kann man auch einen Auftrag auf den Schwierigkeitsstufen Schwer und Overkill annehmen. Hier muss man mit noch mehr Widerstand rechnen und mehr gegen seine Gegner austeilen bzw. mehr Schaden von ihnen einstecken. Deswegen sind diese Stufen auch nur für geübte Spieler und eingespielte Teams geeignet. Und auch wenn das Spiel einen Modus für Einzelspieler besitzt, so ist dringend geraten, online zu gehen, denn die Computer-KI ist nicht besonders helle und ist eigentlich nur dazu da, dem Spieler Feuerschutz zu geben, während er die ganze Arbeit macht. Leider ein Makel, den Overkill im Vergleich zum Vorgänger nicht ausgebügelt hat.

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AUSBLICK: Viel Potential, mehr Payday und weit besseres Co-Op System als sein Vorgänger

Wer beide Teile gespielt hat, wird sofort den Einfluss erkennen, den David Goldfarb auf das Projekt Payday 2 genommen hat. Der Entwickler verließ dafür extra DICE, um beim ebenfalls schwedisch-stämmigen Studio Overkill Software die Arbeit an Payday 2 zu überwachen. Alles wirkt eine ganze Spur besser durchdacht, mehr auf Co-Op ausgelegt und einfach besser ausgearbeitet.

Payday 2 wird ein Fest für alle Fans von Gangsterfilmen wie Heat oder Reservoir Dogs werden. Und einige Dinge behält Overkill nach wie vor verborgen. Die 6 Aufträge der Beta sind nur ein Teil von dem, was für das Hauptspiel gedacht ist. Was noch alles an Content kommt, wird sich nach Release zeigen.

Payday 2 erscheint voraussichtlich am 13.August für PC, Xbox 360 und PS3. Rechnet also in absehbarer Zeit mit unserem Test!

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