Follow
Startseite » Reviews » Gaming Reviews » Passkontrolle: Tales from the Borderlands (Teil 3)

Passkontrolle: Tales from the Borderlands (Teil 3)

Eine weitere geheime Kammer, das letzte Überbleibsel einer toten Firma und ein Haufen von Gestalten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Rhys und Fiona steckten in der letzten Episode ganz schön in Schwierigkeiten. Lest in der Passkontrolle zur neuen Episode „Catch a Ride“, ob Tales from the Borderlands sein Niveau halten kann!

 

Passkontrolle: Tales from the Borderlands (Teil 3) TalesBorderlands9

Was bist du?

Bevor es überhaupt los geht: Episode 3 hat zwei verschiedene übergreifende Handlungsbögen, die davon abhängen, ob Rhys am Ende von Teil 2 lieber Handsome Jack oder Fiona vertraut hat. Das hat teilweise erhebliche Auswirkungen auf die Ereignisse und auf Rhys’ kypernetische Implantate, die von Jack kontrolliert werden können und ändert sogar eine Reihe von Charakteren, doch zum Ende hin verlaufen beide Handlungen etwa wieder gleich.

Fiona und Rhys haben erfolgreich das Gortys-Projekt aus dem Atlas-Komplex unter Old Haven bergen können, doch stellt sich heraus, dass sie nur einen Teil der Konstruktion in der Hand haben. Der Rest wurde quer über Pandora verteilt und befindet sich eingeschlossen in anderen alten Atlas-Installationen. Auf dem Weg dahin bekommen sie unerwartete Hilfe in Form von Athena, die ehemalige Atlas-Söldnerin, die im Alleingang einst ihre gesamte Firma für eine persönliche Vendetta ausgelöscht hat. Leider ist auch Vallory, Pandoras finsterste Gangsterbraut, ihnen auf den Fersen und will die Kammer um jeden Preis für sich haben. Während Rhys damit hadert, ob er wirklich Handsome Jack trauen soll oder nicht, ist Fiona auf einem anderem der Selbstverwirklichung….

Auch wenn es actionreich klingt: Ein großer Teil der Episode geht erstaunlich ruhig zu. Wieder haben die Charaktere Zeit sich mit einigen sehr schönen Gesprächseinlagen zu entwickeln. Doch die Entwicklung kann man auch anders übernehmen: Fiona findet im Laufe der Handlung eine New U-Station, mit der man das Aussehen aller Charaktere im Team verändern kann – vorausgesetzt, Fiona hat in den letzten Episoden fleißig Geld gesammelt. Denn manche der Kostüme sind nicht billig, allen voran die für Rhys treuen Roboter-Bodyguard Loaderbot.

Passkontrolle: Tales from the Borderlands (Teil 3) TalesBorderlands10

„Awesome!“

Das größte Highlight dieser Folge ist ohne Zweifel Ashley Johnson, die man als Ellie aus The Last of Us kennen dürfte. Ihr Charakter, über den ich aus Gründen der Handlung nicht näher sprechen möchte, tritt dem Team früh bei und ihre Performance ist so hervorragend, dass sie sich direkt zu einer der besten Figuren der Reihe mausert – und das innerhalb von Minuten.

Und man sollte sich nichts vormachen: Episode 3 ist wieder einmal zum Brüllen komisch. Die Art wie Telltale den Humor der Reihe nimmt und ihn zum eigenen Werkzeug gegen sich selbst macht, ist unglaublich gelungen. Neben vielen subtilen Gags gibt es auch knallharten Holzhammerhumor, der teilweise so dämlich ist, dass man gerne auch ein paar Albernheiten verzeiht. Doch die größte Stärke von Episode 3: Dabei allein bleibt es nicht, denn es gibt zwischendurch Zeit für Traurigkeit, Gefühl und sogar etwas Romantik. Wer ein paar Gäste aus der Hauptreihe erwartet, wird sich freuen: Auch an die wird gedacht.

Weiterhin sollte man nicht vergessen: Auch jetzt noch ist die Handlung eine Geschichte, die Fiona und Rhys ihrem Bewacher, dem mysteriösen Stranger, erzählen, Man merkt allmählich, dass sich die erzählte Handlung langsam der eigentlichen annähert und wer oder was auch immer Stranger ist, wird noch eine große Rolle für den Rest der Reihe spielen. Bis dahin nimmt man aber gerne den Humor in Kauf, wenn Fiona und Rhys den eigenen Bogen überspannen.

Passkontrolle: Tales from the Borderlands (Teil 3) TalesBorderlands11

PASS-Status: Der Schüler schlägt den Meister

Mit Episode 3 hat sich Tales from the Borderlands endgültig als Telltales bisher bestes Spiel etabliert. Klar ist The Walking Dead dramatischer, aber die Tales mixen grandios lustigen Humor mit noch mehr Gefühlsfacetten und bringen dazu gut ausgearbeitete Charaktere ein, die sich nahtlos in ein vorhandenes Universum einfügen, wo ich das Gefühl habe, dass Gearbox mit einigen von ihnen noch große Pläne hat.

Written by
Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

Bewerte den Artikel

0 0

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Lost Password

Please enter your username or email address. You will receive a link to create a new password via email.