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Paragon Preview

Wenn es um MOBAs geht, dann führt kaum ein Weg an den zwei Platzhirschen League of Legends und Heroes of the Storm vorbei. Doch wem diese zwei Spiele nicht zusagen, der könnte vielleicht mit Paragon ein passenden Arena-Klopper gefunden haben. Wir haben uns das Spiel von Epic Games ein ganzes Wochenende lang angesehen.

Wenn man den Namen des Entwicklungsstudios Epic Games in die Runde wirft, dann kommt den meisten unweigerlich der Arena-Shooter Unreal Tournament in den Sinn. Zwar geht das renommierte Studio mit Paragon etwas andere Wege, doch die Handschrift ist nahezu unverkennbar, auch wenn Paragon nicht so rasant wie UT ist. Ganz wie es sich für ein MOBA gehört, schickt Epic Games die Spieler auf einer Map die sich in drei Lanes aufteilt in packende Gefechte, in denen zwei Teams mit jeweils 5 Spielern um die Vorherrschaft kämpfen. Dabei gilt es an der Seite von computergesteuerten Minions, die meist nur als Kanonenfutter dienen, die generischen Türme auszuschalten die auf jeder Strecke der Spielkarte stehen. Ist einer oder mehrere dieser Türme ausgeschaltet geht es weiter zum nächsten und schließlich zum Inhibitor, ein starker Turm, der nach seiner Zerstörung den Weg für stärkere Minions frei macht. Diese können dann an der Seite der Spieler den Kern der gegnerischen Hauptbasis attackieren. Ist dieser zerstört, ist das Spiel vorbei.

Den Spielern stehen 15 Helden zur Auswahl, alle mit ihren ganz eigenen Stärken und Schwächen. Es gibt die klassischen Nahkämpfer, Fernkämpfer, Unterstützer und natürlich auch starke Tanks die das Feuer auf sich ziehen sollen und ein Menge Treffer kassieren können. Jeder Charakter hat 5 Fähigkeiten zur Verfügung, die nach und nach freigeschaltet und im Verlauf der Schlacht aufgelevelt werden können. Darunter ist auch eine ultimative Fähigkeit, die für besonders heikle Situationen gedacht ist und über einen langen Cooldown verfügt. Im Kampf gegen feindliche Minions sollte diese besser nicht verschwendet werden.

Wird ein feindlicher Minion oder Held getötet, lässt dieser Bernsteinkugeln fallen die aufgehoben werden können und dem eigenen Team wertvolle Punkte schenken. Diese erhöhen nach und nach das Machtlevel des Teams. Die so gewonnen Punkte können in Karten investiert werden, von denen insgesamt 6 ausgerüstet werden dürfen. Dies kann eine Heiltrank- oder Manatrankkarte sein, oder aber auch Karten, die die passiven Fähigkeiten wie bspw. Lebenspunkte, kritische Treffer, Energieschaden, Physischer Schaden usw. verstärken. Außer Mana- und Heiltrank, kann jede Karte bis zu drei mal aufgewertet werden, vorausgesetzt das Team verfügt über genügend Machtpunkte.

Wie bei anderen MOBAs auch kommt es also darauf an so viele Punkte wie möglich einzufahren und darauf zu achten, dass das gegnerische so wenig wie möglich bekommt. Um abseits von regulären Kills Bernsteinkugeln zu sammeln, gibt es auf der Map zwei Extraktoren die von beiden Teams aufgestellt werden können. Diese sammeln über die Zeit hinweg Bernstein und ein Teammitglied kann diese dann abholen. Vorallem im PVP sind diese zusätzlichen Punkte von unschätzbarem Wert.

Der Einstieg ins Spiel ist sehr einfach gehalten und es stehen zu Beginn nur wenig Helden zur Verfügung. Nach absolvierten Spielen erhält man Erfahrungspunkte die das eigene Level erhöhen, neue Helden und Karten freischaltet. Diese können dann später zu Kartendecks geordnet werden, ganz so wie man es möchte und für den eigenen Helden braucht.

Alles in allem bietet Paragon in seinem jetzigen Zustand einiges an interessantem Inhalt und wir hatten beim testen des Spiels durchaus unsere Freude. Dennoch sind wir skeptisch, ob das Spiel auch über längere Zeit begeistern kann. Trotz der beeindruckenden Grafik durch die Unreal Engine 4, das flüssige und eingängige Gameplay und die unterschiedlichen und gut designten Klassen, hebt sich Paragon nämlich nicht sehr stark von anderen Genrevertretern ab, Third-Personansicht hin oder her. Der geringe Preis von 19,99€ für das Gründerpaket und die Möglichkeit das weitere Anpassungen für die Helden nur kosmetischer Natur sind und kostenlos freigespielt werden können, machen diesen Umstand aber wieder etwas wett.

Grundsätzlich macht Paragon nichts verkehrt und geht den sicheren Weg und bietet ein gutes Rundumpaket für MOBA-Fans, die mal eine andere Sicht auf das Genre werfen möchten. Ob das Spiel allerdings den persönlichen Geschmack trifft muss jeder für sich selbst herausfinden. Wir werden das Spiel weiterhin beobachten und sind gespannt wie es sich weiterentwickeln wird und freuen uns auf die nächste Möglichkeit das Spiel antesten zu dürfen.

Wenn ihr mehr über das Spiel herausfinden möchtet, dann besucht www.paragon.com

Written by
Shooter-Liebhaber, Rennspiel-Enthusiast, Gelegenheits-Streamer und Bindestrich-Fetischist :-)

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