Outlast 2: Wegen extremer Gewaltdarstellung in Australien verboten

Outlast 2: Wegen extremer Gewaltdarstellung in Australien verboten

Dass Outlast 2 kein Titel für schwache Gemüter sein wird, sollte den meisten, ausgehend von Teil eins, wohl bereits klar gewesen sein. Vielmehr stellen Spieler in gewisser Weise sogar einen solchen Anspruch an eine Fortsetzung aus dem Horror-Genre. Davon unbeeindruckt, machte die australische Behörde der Medienprüfstelle den Fans allerdings kurzerhand einen Strich durch die Rechnung. Das Spiel soll dort nämlich gar nicht erst erscheinen. Grund unter Anderem: Eine äußerst gewalttätige Sexszene!

Outlast 2 hat in Australien keine Alterseinstufung erhalten, weswegen der Verkauf des Spiels aus dem Hause Red Barrels dort vorerst verboten ist. Eine Verweigerung der Einstufung von Spielen findet dann statt, wenn diese“ die Angelegenheiten von Sex, Drogenmissbrauch, Verbrechen, Grausamkeiten, Gewalt oder abscheuliche oder abstoßende Phänomene auf eine Weise anschaulich darstellen, ausdrücken oder sich auf andere Weise damit befassen, dass sie in dem Maße gegen allgemeine und von vernünftigen Erwachsenen akzeptierten Standards von Moral, Anstand und Korrektheit verstoßen.“

Kotaku Australia, welche einen Einblick in die Akten der Behörden erhielten, konnten mehr zu den angegeben Gründen herausfinden:

Achtung Spoiler!!!


In einer Sequenz des Spiels soll der Held Blake, nachdem ihm ein halluzinogenes Gift verabreicht wurde, Zeuge eines verstörendes Rituals werden, bei welchem verschiedenste monströse, aber dennoch menschliche Wesen ungehemmten und teils gewalttätigen Sex miteinander haben. Noch verstörender sei allerdings eine angedeutete Vergewaltigung von Blakes Frau Lynn, welche qualvoll und unter Schmerzen um Hilfe ruft. Als der Protagonist zu ihrer Errettung eilt, werden allerdings auch an ihm verschiedenste sexuelle Handlungen der Monster vorgenommen. Zwar soll die gesamte Szene mehr oder weniger verschwommen, traumartig und diffus dargestellt sein, doch genügte sie den australischen Behörden wohl für ein Verbot.


Natürlich stellt sich in diesem Zusammenhang einmal mehr die Frage, wie weit Spiele tatsächlich gehen dürfen, und inwieweit solcherlei Handlungen noch Teil künstlerischer Gestaltungsfreiheit sind. Jedenfalls haben die Entwickler von Red Barrels noch immer die Möglichkeit, den Behörden eine zensierte Version vorzulegen, und das Spiel seinen Anhängern noch immer zugänglich zu machen.

 

Redakteurin im Bereich Entertainment/Games

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