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Orwelsche Arbeitsbedingungen beim japanischen Publisher Konami

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Schlechte Nachrichten über Konami gibt es dieser Tage zuhauf. Doch neuste Berichte von Angestellten des Konzerns decken geradezu erschreckende Details über den Alltag dort auf.

Zu sagen Konami hätte sich in den letzten Wochen nicht wirklich mit Rum bekleckert wäre eine maßlose Untertreibung. Hideo Kojima wurde vergrault, sein Magnum Opus Metal Gear Solid: The Phantom Pain wird nun nicht mehr unter seinem Namen vermarktet. Das heiß erwartete Franchise Revival Silent Hills von Kojima und Regisseur Guilermo des Toro wurde eingestampft. Und zuletzt wurde das legendäres Videospiel Franchise Castlevania, das nun stolze 27 Jahre alt ist, zu einen erotischen Glücksspiel-Automaten degradiert.


#FucKonami lautet das Hashtag unter dem sich Fans nun Luft machen über den rasanten Fall des Publishers der so vielen Spielern einst so viel Freude bereitet hat. Aber das Kaninchenloch geht noch tiefer.

Den Kollegen von Kotaku ist ein Bericht zugekommen, der die katastrophalen Arbeitsverhältnisse bei Konami beschreibt. Als das Drama um MGS5 begann, gab es schon Meldungen, dass Mitarbeitern in der Spiele-Entwicklung generelle Komunikation innerhalb der Firma und nach außen stark eingeschränkt wurde. E-Mail Adressen werden regelmäßig randomisiert und ausgetauscht. Kojima Productions heißt inzwischen nur noch “Number 8 Production Department”, und ihre Computer sind gar nicht erst mit dem Internet verbunden. Die Bewegung von Mitarbeitern innerhalb der Firma wird streng überwacht, bis hin zu dem Punkt, dass es zu einer Art öffentlichen Schämung kommt, wenn man nicht rechtzeitig aus der Mittagspause zurück ist.

Orwelsche Arbeitsbedingungen beim japanischen Publisher Konami Metal-Gear-camera

Ist die Chef-Etage mit einem Mitarbeiter nicht zufrieden, wird er anderen Abteilungen zugeteilt und so kann es einem Spiele-Entwickler leicht passieren, dass er einen neuen Posten beim Sicherheitsdienst, als Hausmeister oder als Techniker für Pachinko-Maschinen bekommt.

Diese Erkenntnisse sind noch relativ frisch und es wird die nächsten Tage und Wochen garantiert nicht besser werden. Mit diesen Informationen wird aber klar, warum so viele Produzenten dem Konzern nach und nach den Rücken zugekehrt haben. Der Grund für all diese Wandlungen ist anscheinend der neue Fokus auf Mobile Gaming, nachdem ein Handy-Spiel 2010 mit sehr kleinem Budget sehr viel Einnahmen brachte.

Mobile Gaming. Ich hätte es wissen müssen.

Konami ist immer noch eine Firma mit Investoren und einer Bottom Line. Natürlich ist es ihr gutes Recht in die Märkte zu investieren die für sie am lukrativsten erscheinen. Aber gleichzeitig reden wir hier von einer Ikone der Spiele-Industrie. Ohne Konami gäbe es kein Castlevania, kein Contra und auch kein Metal Gear Solid. Es tat weh zu sehen, wie Franchises mit denen ich aufgewachsen bin immer mehr vernachlässigt wurden. Aber diese Meldungen darüber wie Konami mit seinen Angestellten umgeht… Ich würde gerne etwas wütendes schreiben, aber mir fehlt jeglicher Elan. Ich bin einfach nur noch frustriert.

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Fuck you too, Konami. Fuck you too.

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Selbserklärter König der Nerds, Herausforderer bitte hinten anstellen. Ich bin der mit den Nunchakus und dem im Wind flatternden Bandana.

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