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Mother Russia Bleeds Review

Klassische Beat’em Up-Spiele sieht man heutzutage nur noch selten. Umso offensichtlicher versucht Le Cartel mit Mother Russia Bleeds dem Genre in seiner Urform nachzueifern. Doch wo Final Fight, Streets of Rage und Co. beim Gewaltgrad aufhörten, fängt Mother Russia Bleeds erst an. Lest hier unseren Test!

 

Hotline Miamski

Es gibt so etwas wie eine Story. Doch jeder Versuch sie wirklich zu erklären ist zum Scheitern verurteilt, denn neben Regierungsverschwörung, Drogenkartellen und Verbrechersyndikaten haben auch Halluzination, Roma-Konflikte und Verräter ihre Finger im Spiel. Man selbst spielt einen von vier Roma, die in der Sowjetunion der 80er Jahre mitten in eine Revolution geraten, die das kommunistische Regime stürzen soll. Dazu soll eine Droge namens Nekro beitragen, bei der man als Versuchskaninchen dient. Leider hat Nekro einige ziemlich üble Nebenwirkungen, bei denen nie so ganz offensichtlich ist, ob es nun real ist oder nicht.

Dieser Konflikt mit den Halluzinationen spielt eine immer größere Rolle im Verlauf der Handlung, was auch den krass andersartigen Bossen in jedem Level auffällig wird. Ohne spoilern zu wollen war eindeutig der Boss von Stage 7 mein persönlicher Favorit.

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Genosse Nekro

Mit acht Leveln ist die Hauptkampagne relativ kurz und linear ausgefallen, was wohl an der offensichtlichen Vorlage alter Arcadespiele festzumachen ist. Doch immerhin sind die Levels selbst gefüllt mit einigen guten Stellen, die die Eintönigkeit kurz unterbrechen. So wird man an einigen Stellen angehalten, ein Objekt zu verteidigen oder einen Gegner von der Flucht zu hindern. In einem Abschnitt wird man von einem Mähdrescher verfolgt, während in einem anderen ein Hubschrauber Jagd auf einen macht. Leider nimmt das Spiel von seinen Vorbildern vor allem aber auch einen dicken Nachteil mit: Den Schwierigkeitsgrad. Sehr viele Gegner haben Fähigkeiten, mit denen man gepackt oder erst einmal zu Boden geschleudert wird, was auf die Dauer richtig nervig werden kann. Immerhin kann man ordentlich zurückschlagen, denn zum Einsatz kommt eine sehr große Auswahl an Waffen, die von Kanthölzern bis hin zu Kondomautomaten reicht.

Wirklich.

Andere Power-Ups sucht man leider vergeblich. Ersetzt werden diese durch Nekro, von dem jeder Charakter eine volle Spritze hat und diese entweder zur Heilung oder zur massiven Verstärkung der eigenen Körperkraft nutzen kann. Reguläre Gegner kann man mit Nekro meist mit einem Schlag den Garaus machen. Nur das Nachfüllen der Spritze ist etwas umständlich und besonders für Einzelspieler eine Frustsache, denn nur wenn ein Gegner am Boden liegt und zu zucken beginnt, kann man ihm Nekro abzapfen. Dafür muss man aber mehrere Sekunden still stehen und den Knopf gedrückt halten, was nicht immer einfach ist, wenn weitere Gegner in der Gegend sind. Schließt man einen Abschnitt ab, kann man eine Arena frei schalten, die an den vorherigen Level angelehnt ist und wenn man diese Arena im Überlebensmodus lang genug halten kann, so bekommt man eine Nekro-Variante, die den offensiven Einsatz leicht abändert und immer noch zum Heilen benutzt werden kann

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In Blut gewaschen

Sehr starkes Vorbild für Mother Russia Bleeds‚ Ästhetik ist zweifellos das ebenfalls von Devolver Digital vertriebene Hotline Miami. Der Pixelstil ist aber durchaus gelungen und gibt dem ganzen Spiel eine schmutzige und düstere Atmosphäre. Auch die Musik kann sich hören lassen.

In Sachen Steuerung empfiehlt sich dringend ein Controller. Gern auch mehrere, denn Mother Russia Bleeds hat (noch) keinen Online-Modus und man muss sich daher auf lokale Mitspieler verlassen. Aber auch Einzelspieler können in den Genuss von Co-Op kommen, denn von der KI gesteuerte Helfer können ebenfalls hinzugefügt werden.

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FAZIT: Auf zum letzten Gefecht!

Getestet wurde die PC-Version auf Steam. Es kommt außerdem noch für PS4.

Summary
Mother Russia Bleeds ist ein Vollblut-Beat'em Up der alten Schule - in guten wie in schlechten Teilen. Daher muss man sich darauf einlassen können, dass eben nicht alles immer fair ist. Fans des Genres sollten aber auf jeden Fall einen Blick riskieren.
Good
  • Gelungene Präsentation
  • Viel schwarzer Humor
  • Gute Hommage an alte Arcadeklassiker
  • Viele gute Ideen
Bad
  • Nicht immer ganz fair
  • Wirre Story
  • Kein Online Co-Op
7
Gut
Written by
Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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