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Mobile Games oder Handhelds – Wie werdet ihr spielen?

Gaming geht mittlerweile über das heimische Wohnzimmer hinaus. Handhelds und mobile Games für Smartphones und Tablets sorgen auch unterwegs für Unterhaltung. Aber wie zockt ihr in Zukunft?

In diesem Artikel soll es rein um die Spiele bzw. Spielbarkeit von Games auf klassischen Handhelds und Smartphones gehen. Weitere Funktionen wie Browser, Musikplayer und Standortbasierte Dienste sollen in diesem Artikel nicht ins Gewicht fallen.

Mit zunehmender Verbreitung von Smartphones und Tablets steigt auch das Angebot an Apps. Alleine im amerikanischen App Store befanden sich Ende 2013 863.160 Apps, davon knapp 159.000 Spiele (Quelle: Statista). Darunter finden sich auch einige wahre Erfolgsstorys und Süchtigmacher wie Angry Birds, FlappyBird und Quizduell. Natürlich wurden diese Spiele nicht eigens für die Zielgruppe der Hardcore Gamer geschaffen, sondern sollen eine möglichst breite Masse ansprechen. Sind diese Spiele aber ein Kompromiss für den eingefleischten Gamer oder werdet ihr auch in Zukunft Sonys und Nintendos Handhelds in eure Tasche packen?

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Einstiegshürden

Das Handy gehört heute zum Alltagswerkzeug vieler Menschen, vielleicht lest ihr ja auch gerade diesen Artikel auf eurem Smartphone. Damit wäre die Einstiegshürde für mobile Gaming auch bereits überwunden. Das Handy ist immer dabei, nimmt wenig platz ein und ein paar Minuten zum Spielen lassen sich auch immer finden. Zudem sind viele der erfolgreichsten Spiele für wenige Euro oder sogar komplett kostenlos zu erwerben. Besonders durch das Free-to-play Geschäftsmodell können Einstiegshürden schnell überwunden werden und gleichzeitig profitabel sein. Zudem werden die meisten mobile Games für die beiden marktführenden Systeme iOS und Andoid entwickelt, damit stellt sich also nicht die Frage welches Handy nun die besten Spiele hat.

Anders sieht es da schon bei den mobilen Spielekonsolen aus. Diese müssen nämlich erst mal gekauft werden und sind für Schüler nicht unbedingt ein Spontankauf. Anders als bei den mobile Games stellt sich hier auch die Frage welches System denn das richtige für den eigenen Bedarf ist. Ich bin sicher, dass die meisten Leser dieses Artikels diese Frage allerdings mit Leichtigkeit beantworten können. Die nächste Hürde stellen dann die Spiele selbst dar. Preislich liegen die nämlich eine ganze Ecke über den Konkurrenten fürs Smartphone.

Ein weiterer Punkt, welcher der Branche des mobile Gamings in den letzen Jahren zu einem Boom verhalf ist, dass die Entwicklung in diesem Bereich deutlich schneller voranschreitet als die der Handhelds. Displays und Grafikchips werden immer Leistungsfähiger und ermöglichen Entwicklern damit immer aufwendigere und professionelle Spiele. Handhelds dagegen entwickeln sich nur sehr langsam weiter.

Wer spielt? Wer kauft?

Auf den ersten Blick stellt sich sicherlich die Frage: Fühlen sich tatsächlich die Hardcore Heim-Zocker von Spielen wie Angry Birds angesprochen? Stellen diese eine echte Alternative zu Vita und DS dar? Ja! Das ermittelte zumindest das amerikanische Marktforschungsunternehmen Eedar. Das Ergebnis einer Studie ist, dass der wichtigste zahlende Kunde normalerweise männlich, jung und Konsolenspieler ist. Das unterscheidet sich deutlich von der von Entwicklern angegebenen Zielgruppe der Hausfrau ab 40, die gelegentlich einige Minuten mit kurzweiligen Spielen überbrückt. Zwar ist der Großteil (65%) der mobilen Gamer weiblichen Geschlechts und im Schnitt 36,6 Jahre alt, was der Beschreibung der Entwickler recht nahe kommt, jedoch gibt genau dieses Kundensegment kein Geld aus. Denn da bilden Männer im durchschnittlichen Alter von 30,2 Jahren die Top 5% der Geldausgeber.

Wer auch daheim auf Konsole und PC zockt verbringt auch mehr Zeit mit mobilen Spielen als der Nichtspieler, dessen Gamingerlebnis sich hauptsächlich auf mobile Spiele beschränkt. Entsprechend öfter gibt der Heimzocker auch Geld in mobile Games aus.

Jesse Divinch von Eedar kommentiert das Ergebnis der Studie:

Core-Spieler sind darauf konditioniert worden, für herkömmliche Games zu zahlen, und es scheint, dass sie diese Gewohnheit in andere Spielesegmente übertragen. Diesen Leuten ist es eben wert, für zwei US-Dollar ein paar Blocks in Candy Crush Saga wegzuräumen, oder unter Umständen auch 50 US-Dollar. Sie sehen das offenbar als Investition in ihr Hobby.

Ist ja unspielbar!

Wischen, streichen, ziehen, tippen. Vier einfache Gesten, das ist alles was man braucht um ein mobile Game zu spielen. Hin und wieder werden auch die Bewegungssensoren genutzt um Bälle durch ein Labyrinth zu steuern. Natürlich gibt es neben den bereits genannten Spielen ala Angry Birds & Co. auch mobile Ableger großer Titel. Längst haben Ubisoft, EA und andere Publisher den mobilen Markt für sich gefunden (hätte mich auch gewundert, wenn EA eine Chance auslässt Geld zu verdienen). Im App Store finden sich bekannte Titel wie Deus Ex, Tomb Raider, Need for Speed, Hitman, Assassins Creed und viele weitere. Neben den genannten Gesten hat sich ein weiteres Übel in mobile Games etabliert: Virtuelle Sticks und Buttons. Die Steuerung ist einfach unglaublich umständlich und ungenau. Wo es bei Konsolenspielen schon bei den kleinsten Fehlern im Deckungssystem oder einem unglücklichen Kamerawinkel Kritik hagelt scheint man aber seine Ansprüche gegenüber mobile Games herunterzuschrauben.

Und ist ist es nicht irgendwie schade zu sehen, wie Titel wie Assassins Creed zu einem einfachen Sidescroller auf dem Handy verkommen? Das was das Spiel ausmacht wird im Zuge einer mobilen Version einfach wegrationalisiert. Anders ergeht es auch einem Deus Ex nicht. Natürlich sind dem Handy und Tablet hier technische Grenzen auferlegt, aber ist es ein Kompromiss den man als Fan des Spiels bereit ist einzugehen? Eine dichte atmosphäre entsteht eben nicht nur durch gutes Setting, passende Charaktere und fesselnde Story. All das hilft am Ende nicht, wenn die Steuerung diese Facetten nicht unterstützen.

Fazit

Selten habe ich ein mobile Game gesehen, dass mich tatsächlich längere Zeit gefesselt hat und ein würdiger Konkurrent zu Handheldspielen war. Ich werde auch weiterhin mit der Vita in der Tasche reisen und mir so die ein oder andere Fahrt vertreiben. Selbst wenn die Spiele preislich weit über denen der Smartphone Games liegen entsprechen sie eher den Ansprüchen, die ich an einem Spiel stelle.

Und ihr?

Quellen: statista.de, eedar.com/gameinformer.com

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Spielt von RPGs bis Shooter fast alles - aber nur auf der Konsole.

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