Mechstermination Force Review

 

Große Kampfroboter begeistern schon seit den Tagen von Mech Warrior oder Battletech die Videospieler. In Mechsterminatation Force von Hörberg Productions gilt es hingegen, diese Kampfroboter wieder loszuwerden.

 

Schatten des Mech

Auf den ersten Blick wirkt Mechstermination Force wie ein Klon von Contra oder Metal Slug. Zu Beginn wählt man unter vier verschiedenen Charakteren seinen Favoriten. Wirkliche Unterschiede gibt es nicht, aber wer Hörbergs Vorgängerspiel, die Gunman Clive HD Collection besitzt, kann auch in dessen Rolle schlüpfen. Danach gibt es – ähnlich wie in Studio MDHRs exzellenten Cuphead – nur ein Ziel: Die großen Bots in ihre Einzelteile zu zerlegen.

Und im Grunde ist damit das ganze Spielkonzept erklärt. Mechstermination Force hat keine Levels sondern ausschließlich Bosskämpfe. Je nach Größe verlangen die einiges vom Spieler ab. Es gilt Angriffsmuster zu lernen und Schwachstellen zu treffen. Diese teilen sich in gelbe und rote Schwachpunkte ein. Gelbe Stellen können von jeder der zahlreichen Distanzwaffen zerstört werden. Rote hingegen benötigen einen harten Schlag mit der Nahkampfwaffe.

Switch_MechsterminationForce_01  Mechstermination Force Review

Nur Bosse

Zwischen den Bosskämpfen kann man im Hauptquartier sich mit Kollegen austauschen und Upgrades kaufen. Dinge wie die Magnethandschuhe sind essentiell um spätere Bosse auszuschalten. Nur mit ihnen lassen sich metallene Oberflächen entlang klettern. Zudem setzt Mechstermination Force auf gute Ergebnisse: Ein Arcadeautomat im Lager erlaubt die Wiederholung bestandener Bosskämpfe für bessere Ergebnisse und Geld. Spätere Bosse sind zu schwer? Dann zurückgehen und bei alten Bossen mehr Geld für neue Ausrüstung sammeln. An Waffen gibt es eine breite Auswahl von klassischen Maschinengewehren über Flammenwerfer bis hin zum Laser.

Außerdem hilft eine große Portion Geduld. Bosskämpfe gehen oft weit länger als sie sollten und nur allzu oft kämpft der Spieler gegen Mechaniken an, die einfach unfair sind. Ich habe einen Schwierigkeitsgrad vermisst. Oder zumindest ein Checkpoint-System. Wer seine Herzen bei einem Boss verliert, beginnt immer ganz von vorne. Frust kommt auf. Abhilfe schafft ein zweiter Spieler, denn Mechstermination Force besitzt lokalen Co-Op für eine weitere Person.

Switch_MechsterminationForce_02  Mechstermination Force Review

Überladene Steuerung

Grafisch ist Mechstermination Force ganz gut anzuschauen, besonders die Mechs selbst wissen mit vielen Animationen zu begeistern. Aufgrund der Präsentation wirkt das Spiel selbst ansonsten eher herkömmlich. Gunman Clive mit seinen Bleistiftzeichnungen konnte da weit besser punkten. Die größte Inspiration für Mechstermination Force dürften die Mega Man-Titel von Capcom sein, mit einer großen Spritze Contra. Deutlich besser kommt die Musik weg. Jeder Boss verfügt über eine eigene Melodie und passt sich den Begebenheiten des Levels an.

Probleme hatte ich mit der Steuerung. Sie ist zwar präzise, aber so voll belegt mit Angriffen und Fähigkeiten, dass ich in der Hitze des Gefechts oft vergaß, was ich alles kann oder welche Taste ich für was drücken musste. Das, zusammen mit dem engen Fenster in dem wichtige Angriffe möglich sind, erhöht den Frust abermals.

Switch_MechsterminationForce_04  Mechstermination Force Review

FAZIT: Einfach nur ok – und für geduldige Spieler

Es ist schwer, Mechstermination Force nicht mit anderen Titeln zu vergleichen. Egal ob ähnliche Titel im gleichen Genre oder die Vorgängerspiele von Hörberg Productions. Denn sie alle machen an bestimmten Punkten Dinge besser. Für Leute, die sich an einem 2D-Shadow of the Colossus versuchen wollen bzw. von Cuphead nicht genug bekommen, der sollte sich Mechstermination Force anschauen. Andere sollten mit ihrer Zeit einfach besseres anfangen.

Mechstermination Force ist exklusiv erhältlich für Nintendo Switch.

Good

  • Gute Musik
  • Lokaler Co-Op

Bad

  • Frustrierend
  • Zu komplizierte Steuerung
  • Langweilige Präsentation
6

Okay

Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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