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Mayan Death Robots Review

Als wir uns letzten August auf der gamescom Mayan Death Robots von SOEDESCO Sileni Studios angesehen haben, sah es schon relativ fertig aus. Tatsächlich hatte sich bis zur Veröffentlichung im Oktober auch wenig mehr getan. Aber das muss nichts heißen. In unserem Test gehen wir darauf ein, wie gut sich die Kampfroboter schlagen.

 

Live-Programm

Im 16. Jahrhundert ist die Menschheit immer noch dabei, die weite Welt zu entdecken. Doch in der Galaxie herrscht Quotensorge: Eine der größten intergalaktischen Gameshows des Universums bietet Roboterkämpfe im TV, deren größte Zeit schon eine Weile hinter ihnen liegt – bis sie die Erde entdecken. In Mittelamerika finden sie in den Maya die ideale Unterstützergruppe. Denn die Maya halten die gewaltigen mechanischen Killermaschinen für Götter und schlagen sich auf deren Seite, wodurch auch eine Rivalität untereinander entsteht und ein neuer Quotensegen ins Haus steht.

Mit der Kampagne folgt man also der kompletten Staffel dieser intergalaktischen Gameshow, in der man in Duellen gegeneinander antritt. Jeder Spieler sucht sich einen Roboter aus, von denen sich alle in ihren Fähigkeiten unterscheiden. Einer hat z.B. die Fähigkeit, kleine Nuklearraketen abzufeuern, allerdings erst mit Verzögerung. Andere wiederum verschießen Miniroboter, die sich durch die Erde graben können oder an Wänden und Decken entlang krabbeln, bis sie etwas zum Zerstören gefunden haben. Die Kämpfe selbst erinnern in vielerlei Hinsicht an den Klassiker Worms, laufen aber in Echtzeit ab. Wenn eine Runde beginnt, wählen beide Seiten, welche Aktion (Haupt/Sekundärwaffe verschießen, springen, Hindernisse für den Gegner aufbauen…) sie ausführen wollen. Nach kurzer Verzögerung führen beide Seiten gleichzeitig ihre Aktion aus. Ziel ist es allerdings nicht, den gegnerischen Roboter zu zerstören, sondern dessen Energiekern, entweder durch genügend Treffer oder in dem man ihn in einem Abgrund versenkt. Allerdings kann es durchaus hilfreich sein, den Gegner anzuvisieren, denn wird der Gegnerroboter zerstört, setzt er für die folgende Runde aus und muss auf sein UFO warten, womit er sich auf dem Schlachtfeld platzieren kann. Darüber hinaus wird im Kampf immer mal wieder ein Glücksrad gedreht, mit der jeder der Kämpfer temporär Zugriff auf eine zufällige dritte Waffe bekommt.

Mayan Death Robots Review MDR4

Zorn der Götter

In bestimmten Missionen wird die Kampfhandlung auch mal plötzlich unterbrochen, wenn ein echter Gott der Maya das Feld betritt, wobei ein fliegender Wechsel von Duell zum kooperativen Spiel stattfindet. Beide Parteien müssen dem neutralen Gott dann gemeinsam zur Strecke bringen, wobei man allerdings auch hier Extrapunkte sammeln kann für die meisten Treffer. Punkte sind hier jedoch nicht gezählte Einheiten, sondern bestimmen in der darauffolgenden Runde, wie viel widerstandsfähiger der eigne Kern wird, wie viel Extraschaden man verursacht usw.. Auch die Maya sind nicht untätig. Anhänger beider „Götter“ verteidigen ihre Seite vor dem gegnerischen Roboter, daher kann man sich in Gegnerterritorium nur dann gefahrlos begeben, wenn niemand in der Nähe ist oder in dem man die Maya ausschaltet.

Mayan Death Robots hebt sehr stark seine Zwei Spieler-Option hervor, leider mit einem dicken Schönheitsfehler: Es gibt ausschließlich lokale Spieloptionen und keinen Online-Mehrspielermodus, was besonders ärgerlich ist, weil das Echtzeitprinzip sehr gut dafür geeignet gewesen wäre. Wer allein unterwegs ist, bekommt vom Computer seinen Gegner gestellt, der übrigens – je nach seiner Wahl des Roboters – extrem herausfordernd sein kann. In der Kampagne frei gespielte Roboter und Karten stehen dann auch in einem zufälligen Modus zur Verfügung, wo der Computer für alle aussucht.

Aus eigener Erfahrung kann ich einen Controller für Mayan Death Robots sehr empfehlen. Zwar ist es auch mit Tastatur spielbar, aber wirklich griffig ist es nur mit einem Gamepad. Technisch ist es ein solides Spiel, das auch auf schwachen Maschinen gut läuft und dessen Soundtrack recht eingängig ist.

Mayan Death Robots Review MDR1

FAZIT: Einschalten!

Mayan Death Robots ist bis jetzt nur auf dem PC verfügbar. Es ist außerdem geplant für Xbox One und PS4.

Summary
Vor allem der subtile Sinn für Humor gefiel mir in Mayan Death Robots, was ursprünglich nur der Arbeitstitel des Spiels sein sollte, dann aber im Laufe der Entwicklung sich als so passend entpuppte, dass Sileni Studios ihn kurzerhand ganz verwendete. Für Fans von Worms und ähnlichen Titeln ist es ein idealer logischer Schritt, der leider ärgerlicherweise zurückgehalten wird von einem fehlenden Onlinemodus sowie der Option, mit mehr als nur zwei Spielern anzutreten. Mit vier Leuten gleichzeitig hätte Mayan Death Robots ein absoluter Kracher von Partyspiel sein können. Aber es bietet eine solide Plattform für Weiteres.
Good
  • Simples, aber forderndes Spielprinzip
  • Humor
  • Gut präsentiert
Bad
  • Kein Onlinemodus
7
Gut
Written by
Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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