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Master of Orion Preview

Wenn man in der Spieleszene von einem Stammvater spricht, meint man meistens etwas, auf dem ein ganzes Genre begründet wurde. Im Fall von Master of Orion sind es die Globalstrategiespiele, die erst mit dem von Simtex und MicroProse geschaffenen Universum richtig Zulauf fanden. Nun haben Wargaming Labs und NGD Studios den Klassiker zurückgebracht: Mit ihrer Neuinterpretation von Master of Orion wollen sie das Prinzip von damals für eine moderne Generation von Spielern auffrischen. Lest jetzt unsere Vorschau!

Im Sternbild des Orion

Momentan läuft die zweite Early Access-Phase von Master of Orion und bis jetzt ist von einer Kampagne noch nichts zu sehen. Stattdessen geht es vor allem in Gefechten zur Sache, sowohl alleine als auch im Mehrspieler-Modus: In der fernen Zukunft des 24. Jahrhunderts haben sich verschiedene irdische und außerirdische Rassen zusammengefunden um nur ein einziges Ziel zu verfolgen: Den legendären Planeten Orion zu finden und für sich selbst zu beanspruchen – und sich dabei von niemand anderem in die Quere kommen zu lassen.

Doch dazu ist man nicht gezwungen. Natürlich bietet Master of Orion auch andere Möglichkeiten zu siegen, wie Sieg im Handel, der Diplomatie, Technologie oder durch pure Dominanz per gewaltsamer Unterwerfung. Ingesamt 11 verschiedene Völker streiten sich um diese Ziele, von denen bis jetzt jedoch nur 9 spielbar sind. Darunter das neu geschaffene Khanat der Terraner, die zweite menschliche Rasse von Master of Orion neben dem Kaiserreich der Menschen. Natürlich dürfen auch altbekannte Rassen der Reihe nicht fehlen: Von einst dabei sind die Bulrathi und die Mrrshan, beides Katzenwesen, die jeweils ein Patriarchat und ein Matriarchat vertreten, die hochentwickelten und eigentlich friedfertigen Psilonen, die reptilienartigen Sakkra, die Vogelwesen der Alkari sowie die insektoiden Klackon und das Maschinenimperium der Meklar.

An zwei weiteren Rassen wird momentan noch gearbeitet. Darunter sind auch die Darloks, eine der ältesten Gruppen der Reihe, die jetzt mit einem modernisierten Aussehen aufwarten. Statt dem Technologieverständnis der frühen 90er repräsentieren die Darloks nun unseren heutigen Blick auf die Technik und was aus ihr noch werden könnte. Schlussendlich werden die Silicoiden, eine Rasse aus Kristallwesen, noch hinzugefügt.

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Tunnelblick

Jede Rasse startet in ihrem designierten Heimatsystem und muss von dort seine eigene Expansion planen. Umliegende Planeten wollen erkundet und kolonisiert werden, damit dort die Produktion weiterer Güter stattfinden kann. Für umliegende Systeme hat sich Wargaming eine besondere taktische Änderung einfallen lassen: Planeten können nicht mehr ohne weiteres angeflogen werden. Stattdessen müssen Warppassagen angeflogen werden, die von einem System in ein anderes führen. So hat man die Möglichkeit Pfade zu versperren und so seine Gebiete besser zu sichern, in dem man Nadelöhre schließt. Wird man doch mal in einen Kampf verwickelt, so steuert man seine Schiffe ausnahmsweise in Echtzeit oder kann den Computer den Ausgang bestimmen lassen.

Mit den anderen Rassen kann man sich in Civilization-Manier zu diplomatischen Treffen verabreden, wo man Dinge miteinander austauscht, Handelsabkommen schließt oder Abmachungen trifft. Besonders wichtig ist das für den galaktischen Rat. Wenn ein Spiel lange genug dauert, gründen die teilnehmenden Völker eine Art Vereinte Galaktische Nationen, in denen die Anführer jedes Volkes ihre Stimme an einen Kandidaten geben können. Wer es schafft zum Vorsitzenden des Rates gewählt zu werden, kann das Spiel gewinnen.

Ökonomische Ziele sind noch nicht verfügbar, aber wer auf Forschung setzt, kann am Ende auch als Sieger hervorgehen, wenn man fleißig in Einrichtungen investiert. Oder man geht ganz klassisch mit Gewalt vor. Mit einer starken Flotte kann man sich ohne weiteres den Sieg auch ohne lästige Diplomatie sichern. Dabei sollte man die Bedürfnisse der eigenen Bürger nicht außer acht lassen. Schlechte Moral, hohe Steuern, Umweltverschmutzung oder Hungersnot kann zu Streiks führen und dazu, dass das eigene interstellare Reich nicht effektiv genug läuft.

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Ziemlich irdische Technik

Eines muss man sagen: Das neue Master of Orion läuft für einen Early Access-Titel außergewöhnlich stabil. Bisher konnte ich noch keinen Absturz verzeichnen, wohl aber einige sehr ärgerliche Slowdowns bei der Grafik, ganz besonders in den Zwischensequenzen.

Wobei die Präsentation extrem hochwertig ist: Grafisch macht es durchaus etwas her und für die Sprecher ist Wargaming total in die Vollen gegangen: Ein ganzes Ensemble prominenter Schauspieler, vor allem aus dem Bereich des Science Fiction- und Horror-Genres gibt sich die Ehre und verleiht jeder Figur ihre eigene Note. So spielt z.B. John De Lancie (Q aus Star Trek: Das nächste Jahrhundert) den Kaiser der Menscheit, „Luke Skywalker“ Mark Hamill den Himmelslord der Alkari und Robert England (Freddy Krueger aus der Nightmare on Elm Street-Reihe) gibt dem Großkhan der Terraner seine Stimme. Begleitet werden diese Sprecher von einem fast schon melancholischen Soundtrack.

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AUSBLICK: Gelungene Neuinterpretation, die aber noch Arbeit vertragen könnte.

Ich muss zugeben: Bisher habe noch keinen der alten Master of Orion-Titel gespielt, doch dieses neue Spiel bietet einen auch für Anfänger durchaus geeigneten Weg die Reihe zu genießen. Jedoch blieb auch mir nicht verschlossen, dass Veteranen von einst das neue Master of Orion dafür kritisierten, dass es ein paar Dinge zu sehr simplifiziert. Aufgefallen ist mir das noch nicht sonderlich, denn eigentlich begrüße ich es, wenn das System mir kleine Dinge abnimmt, von denen ich nicht einmal Kenntnisse hätte haben können. Es wird sich zeigen müssen, wie die Dinge sich im Laufe des Early Access noch weiter entwickeln werden.

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Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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