Manos – The Hands of Fate: Director’s Cut im Test

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Es gibt Filme, an die man sich gerne erinnert. Und dann gibt es Filme wie Manos: The Hands of Fate. Die Geschichte über die Hintergründe des Horrorfilms von 1966 ist ebenso bizarr wie sie traurig ist. FreakZone Games hat nun eine überarbeitete Version ihrer Videospielumsetzung auf Steam veröffentlicht. Unser Test!

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“Es wird bald dunkel werden”

Manos: The Hands of Fate geht auf eine Wette zwischen dem texanischen Theaterregisseur Harold P. Warren und dem Drehbuchautor (und späteren Oscar-Preisträger) Stirling Silliphant zurück. Mit einem lächerlichen Budget und vielen Tricks stellte Warren innerhalb kürzester Zeit seinen Film fertig, der lange als eines der schlechtesten filmischen Machwerke aller Zeiten galt. Erst Mystery Science Theater 3000 sorgte 1993 für erneute Aufmerksamkeit für den Film durch seine Vorführung im Rahmen der Serie. Seitdem hat sich eine feste Fangemeinde um ihn versammelt, zu denen auch die Macher von FreakZone Games zählen.

Zur Geschichte: Michael will mit seiner Frau Margaret, seiner Tochter Debbie und dem gemeinsamen Hund Peppy die Nacht in den Bergen verbringen, doch statt der erwarteten Lodge finden sie nur ein Haus, das von einem Mann namens Torgo bewacht wird. Laut Torgo, der laut eigener Aussage zur Hälfte Ziege ist, dient er einem “Meister”, der bald zurückkehren wird. Ohne es zu wissen ist Michael in die Fänge einer Sekte geraten, die den Gott Manos anbetet – und die seine Familie konvertieren wollen. In acht Leveln muss Michael nun sein Können beweisen, um den Kult zu zerschlagen.

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Man-o a Man-o

Michael ist größtenteils zu Fuß unterwegs, bewaffnet mit einem Revolver, mit dem er die meisten Gegner ausschalten kann. Mit Hilfe einer Schrotflinte kann er seinen Schaden und die Reichweite erhöhen, doch ein gegnerischer Treffer und er verliert die Waffe wieder. Die meisten anderen Power-Ups sind Extraleben und Schätze, die seinen Punktewert anheben. In jedem Level ist zudem eine Hand des Schicksals versteckt, die die maximale Zahl seiner Trefferpunkte anheben. Jene Hände sind zudem Voraussetzung für das gute Ende des Spiels. Auf dem Weg zum Ende bekommt man zudem zahllose Referenzen an wichtige Szenen in Manos, Mystery Science Theater 3000 und andere B-Movie Werke zu sehen. Es hilft aber, darin auch bewandert zu sein.

Leider wird dabei auch der größte Nachteil des Spiels offensichtlich: Manos: The Hands of Fate ist viel zu kurz – und das trotz des zusätzlichen Levels, das im Director’s Cut enthalten ist: Eine Hommage an den Film Plan 9 from Outer Space von Ed Wood, die komplett in schwarz-weiß gehalten daher kommt. Nach dem ersten Durchgang schaltet man zudem Torgo als spielbaren Charakter frei. Er kontrolliert sich etwas weniger präzise, bringt aber ähnliche Manöver wie Michael mit. Doch damit hat es sich schon. Lediglich mehrere Schwierigkeitsgrade laden zum wiederholten Spielen beider Charaktere ein. Doch selbst ungeübte Spieler erreichen das Ende in etwa einer halben Stunde.

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Pixelart of Fate

FreakZone Games verwendete hier erstmals den Artstyle, der auch später in Angry Video Game Nerd Adventures zum Einsatz kam mit großen Sprites und 8-bit Retro-Optik, die selbst auf langsamen Rechnern sehr gut läuft. Dazu wird ein Filter verwendet, der das ganze Spiel wie einen alten Kinofilm aussehen lässt, der aber bei Bedarf auch abgeschaltet werden kann.

Abgerundet wird die Präsentation mit einem passenden, aber unspektakulären Chiptunes-Soundtrack. Zwar ist die Tastatur zum Steuern nutzbar, aber es empfiehlt sich trotzdem eher ein Controller.

2015-08-10_00005  Manos - The Hands of Fate: Director's Cut im Test

FAZIT: Gut für zwischendurch, aber nichts mit echter Substanz

Manos – The Hands of Fate: Director’s Cut ist um weiteren besser als der dazugehörige Film – leider hat das nur wenig Aussagekraft, denn der Film ist wie gesagt ziemlich mies. Aber es hätte weitaus schlimmer ausfallen können. FreakZone Game hat ein kurzweiliges Jump’n’Run mit schönem Humor geschaffen zu einem mehr als fairen Preis.

Getestet wurde der Director’s Cut auf Steam. Es ist außerdem erhältlich für iOS- und Android-Geräte.

Good

  • Gute Präsentation
  • Viele Details und Anspielungen
  • Humor

Bad

  • Sehr kurz
  • Steuerung nicht immer präzise
6

Okay

Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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