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Life is Strange Review Episode 1

Ich habe die 2,5h Material die dieses Game hergibt ausgiebig untersucht, wahrscheinlich alle Fehler als Anfänger gemacht, die man auch nur machen kann und möchte euch hier mal einen kleinen Einblick in das neuste Game von Dontnod und SquareEnix geben. Life is Strange ist ähnlich wie die Spiele von telltale Games ein episodenbasiertes Novel Abenteuer, indem weniger Action ist und das Hauptaugenmerk auf die Story sowie die Entscheidungen des Spielers und die damit verbundenen Reaktionen gelegt wurde.

Wir schlüpfen in die Rolle von Max, einer Highschool Schülerin die von ihrer Heimatstadt in eine Großstadt zog, nur um 5 Jahre später wieder zurück zu kehren. Nun besucht sie die Blackwell Academy, die normal und zugleich völlig surreal erscheint. Oder ist Max diejenige, die surreal ist? Denn ihr passieren hier komische Dinge, mitten im sonst so eintönigen Schulalltag.

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Irgendetwas stimmt hier nicht!

Hat Max Halluzinationen? Wieso träumt sie mitten im Unterricht und erlebt einen Alptraum der sich unglaublich real anfühlt? Und was ist mit diesem Mädchen namens Rachel Amber, die komplette Schule scheint regelrecht vernarrt in sie zu sein und urplötzlich verschwindet sie? Die einzigen Informationen die wir über sie bekommen kommt von den hundert Flugblättern, die überall in der Schule aufgehangen sind. Sogar an Windschutzscheiben der Autos kleben sie! Wer hat diese dort aufgehangen und wieso zur Hölle ist sie weg?

Jeder war ein großer Fan von ihr, doch Max kannte Rachel leider nicht. So viele Fragen, und zumindest in dieser ersten Episode nur sehr wenige Antworten.

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The Butterfly Effekt

Max zeichnet eine ganz besondere Gabe aus: sie ist eine menschliche Zeitmaschine. Wieso, weshalb und warum erfahren wir zunächst nicht.

Indem sie ihre Hand ausstreckt und ihr an euren Sticks R1 und L1 gedrückt haltet, rast die Zeit nur so an ihr vorbei: und das auch noch rückwärts. Ihr könnt immer bis zu einem bestimmten aussagekräftigen Punkt der letzten Minuten zurück springen, um diese zu revidieren und eine Entscheidung neu zu wählen.

Dir passt die Antwort deines Gegenübers nicht oder du hättest doch lieber wie ein Streber die richtige Antwort gegeben? Kein Problem, die beiden Schultertasten werden deine besten Freunde.

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Warst du schon immer blau?!

Apropos Freunde..! Während wir am Anfang das Klassenzimmer und die umliegenden Schulräumlichkeiten untersuchen, stolpern wir förmlich über viele Klassenkameraden und Schulanwohner, die untersucht und angesprochen werden wollen. Manche werden wohl unsere Freunde, andere sind bereits von Anfang an unsere Totfeinde. Ein typischer Schulalltag eben!

Doch nicht die ganze Story spielt sich dort ab. Du kannst auch die Schule verlassen, dann gehen die Abenteuer woanders weiter. Alte Freunde die wie du waren, haben sich um 180 Grad gedreht, und die Welt scheint insgesamt einfach anders.

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Wenig Fingerarbeit, viel Wirkung

In Life is Strange sind keine hektischen Quick Time Events oder andere Optionen, die schnelle Finger benötigen. Die Geschichte rund um Max ist entspannend für die Hände, strengt den Kopf aber an. Tausend (Freundschafts-)Bände werden gestrickt und wir können oftmals selbst entscheiden wer Freund und wer Feind sein wird.

Am Besten ist es wohl, sich so zu entscheiden wie man selbst in dieser Situation reagieren würde – das macht das ganze gleich ein Stück realistischer für den Spieler.

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Bist du ein Erkunder oder Action- Fan?

Life is Strange wird die Gemüter teilen. Bisher konnte ich nur die erste Episode spielen und so kann ich diese auch nur bewerten, aber es kristallisiert sich bereits hier raus, dass wenn man kein großer Fan dieses Genres ist, man hieran keine Freude haben wird. Es ist manchmal wirklich etwas wie Kaugummi und kann für Leute, die viel Action brauchen und schnell gelangweilt sind, innerhalb kürzester Zeit etwas öde werden.

Man kann mit der Protagonistin unglaublich viel erkunden und entdecken. Die einen werden es spannend finden, jeden Zipfel zu durchsuchen und jede Ecke zu betreten, während es einige Spieler eventuell anstrengend und als unnötig empfinden. Nicht jede Information hilft, die Story zu verändern oder voran zu treiben. Manche allerdings können deine Ansicht völlig verändern, deshalb lohnt es sich, jede Ecke zu untersuchen 😉

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Life is strange ist in digitaler Form für PlayStation 3, PlayStation 4, Xbox 360, Xbox One und PC erschienen. Getestet wurde die Fassung für PlayStation 3.

Summary
Es ist etwas schade, dass Life is Strange ohne deutsche Tonspur auskommen muss. Das wäre noch zu verkraften, wenn wenigstens die Subtitel in unserer Sprache wären, doch auch dies ist leider nicht der Fall. Die Sprache selbst ist relativ einfach gehalten, sodass es die Meisten verstehen könnten, doch für Viele geht der Spielspaß etwas verloren, wenn sie sich auf die Untertitel konzentrieren müssen anstatt sich zurück zu lehnen, um die Story zu genießen und sich von dem Feeling fangen zu lassen. Doch wer des englischen gut mächtig ist und sich darauf einlässt wird entführt in ein wunderbares Märchen, das so schnell nicht wieder los lässt! Mir gefällt besonders die liebevolle Gestaltung der Kleinigkeiten. So findet man auf den Postern in der Schule unterschiedliche, zum Teil wirklich kreative Sprüche und Blackboard Einträge, über die man sich tatsächlich einen Kopf gemacht zu haben scheint. Es macht einfach Spaß jeden Winkel zu erkunden und schreckliche und schöne Geheimnisse der Schülerinnen und Schüler der Blackwell Academy zu lüften. Wer dieses Genre bis jetzt nicht mochte, wird auch keine Freude an Life is Strange haben, doch für alle anderen ist es ein kleiner Leckerbissen. Es ist schade, dass die nächste Episode erst im März raus kommt. Liebe Entwickler, beeilt euch!
Good
  • tolle Comic Grafik die universell anspricht
  • kurze Ladezeiten trotz vieler Möglichkeiten
  • Butterfly Effekt
  • Verschiedene Handlungsstränge möglich
  • Kreative Gestaltung von Kleinigkeiten
  • Viele Anspielungen auf Filme & Games
Bad
  • Lange Wartezeiten bis zur nächsten Episode
  • sich bewegende Charaktere lassen sich nicht ansprechen
  • keine deutsche Sprach/Textausgabe
  • immer nur eine Aktion in naher Vergangenheit revidierbar
8
Sehr gut
Written by
Michael Bragg ist der Chefredakteur von games! Dein Gaming-Magazin. Er hat kein spezielles Genre, sondern zockt alles was er in seine Finger bekommen kann.

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