Injustice: Götter unter uns - Der DC Superheldenprügler im Review

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Seit dem 19. April steht Injustice: Götter unter uns, das Superhelden Beat’em up aus dem Hause NetherRealm, in den Läden. Ob das Spiel nun wirklich „Held“ was die Trailer versprochen haben, erfahrt ihr in unserer Review. Wer sich das ganze lieber in gesprochener Form und mit Video ansehen möchte, findet die Video Review oben im Header.

Injustice: Götter unter uns (engl. Original: Gods among us) ist hierzulande seit dem 19. April erhältlich. Injustice wurde bei NeatherRealm entwickelt, die schon mit der Mortal Kombat Reihe auf sich aufmerksam gemacht haben. Warner Bros. stattete das Spiel außerdem mit einer DC- Lizenz aus und so können sich nun bekannte Helden und Schurken aus dem Comicuniversum die Fäuste reichen. Wir haben für euch die Injustice: Götter unter uns Red Son Special Edition getestet. Ob das Spiel nun wirklich „Held“ was die Trailer versprochen haben erfahrt ihr in unserer Review. Wer sich das ganze lieber in gesprochener Form und mit Video ansehen möchte findet oben im Header die Video Review.

Als Singleplayer interessant…

Der Einzelspieler von Injustice hält schon einiges für euch bereit. Im Story Modus zum Beispiel könnt ihr euch mit der Geschichte um den DC Prügler vertraut machen. Da die Story mit bösen Helden, guten Schurken und Paralleluniversen für Einsteiger etwas verwirrend sein kann, empfiehlt es sich, dass man sich mit der Vorgeschichte zu den Geschehnissen im Spiel befasst. Wir haben dazu die Vorgeschichte, welche Stilecht in Comics erzählt wurde, für euch zusammengefasst.

Der Storymodus von Injustice: Götter unter uns an sich ist wirklich sehr gut gelungen. Ladezeiten zwischen den Kämpfen gibt es nicht. Kämpfe und Zwischensequenzen gehen nahtlos ineinander über. Dadurch wird der Spieler nicht durch ständige Ladesequenzen aus dem Geschehen gerissen. Aufgelockert wird das Wechselspiel aus Cutszene und Kampf durch gelegentliche Minispiele. Diese sind nicht nur eine nette Abwechslung, sondern bieten euch auch einen spielerischen Vorteil. Zwar bestehen die Minispiele im Grunde alle aus einfachen Tastendrücken und sind damit nicht wirklich eine Herausforderung, habt ihr das Minispiel aber erfolgreich bestanden, tritt euer Gegner mit 25% weniger Energie im nächsten Kampf an. Leider gibt es aber auch einige Schwächen. Die Zwischensequenzen fallen teilweise wirklich sehr lang aus und ziehen sich unnötig in die Länge. Ihr erwischt euch sicherlich das ein oder andere mal bei dem Gedanken die Sequenz einfach abzubrechen um schnell zum nächsten Kampf zu kommen. Jedoch ist der Storymodus recht kurz ausgefallen, so dass ihr diesen nach etwas 3 Stunden Spielzeit durch habt. Ein paar mehr Kämpfe hätten der Story durchaus gut getan, gerade um die Geschehnisse an anderen Orten, beziehungsweise mit anderen Charakteren, noch weiter zu beleuchten. Schade, hier hätten die Entwickler mehr herausholen können, das Potential ist jedenfalls vorhanden.

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Aber auch nach Beenden des Story Modus weiß Injustice euch an den Controller zu fesseln. Euch steht zum Beispiel noch der „Kampf“-Modus offen, welcher im Grunde der Arcade Mode des Spiels ist. Hier könnt ihr zwischen verschiedenen Kämpfen wählen, die alle mit ihren eigenen Herausforderungen auf euch warten. Besiegt eure Gegner in unter 30 Sekunden, kämpft mit nur 25% eurer Energie oder tretet im bekannten Survival Modus an. Die Herausforderungen gestalten sich vielfältig und fordernd. Ihr werdet nicht jeden Kampf auf Anhieb bestehen. Die Lernkurve im Spiel ist relativ steil, lässt sich aber meistern. Dadurch kommen sowohl Anfänger als auch erfahrene Spieler auf ihre Kosten. Außerdem haben sich die Entwickler noch die „Star Labs Missionen“ einfallen lassen. Diese lassen sich am besten als eine Mischung aus dem genannten Arcade Mode und einem erweiterten Tutorial beschreiben. Für jeden der 24 Injustice Kämpfer stehen 10 Missionen bereit die eure Geschicklichkeit, Koordination und kämpferisches Können auf die Probe stellen. Mit den zusätzlichen 20 Missionen, die in der getesteten Red Son Edition enthaltenen sind, kommt ihr also auf satte 260 Missionen. Das hält euch auf jeden Fall einige Zeit bei Laune, da einige Aufgaben garantiert mehrere Versuche benötigen, aber niemals Frust aufkommen lassen, sondern euch stets aufs neue motivieren einen weiteren Versuch zu wagen. In jeder Mission stellt ihr euch einer Hauptaufgabe und 2 weiteren kleinen Herausforderungen. Für jede erfüllte Herausforderung gibt es einen Stern, ihr könnt also maximal 3 Sterne pro Mission sammeln. Gerade dadurch wird euer Ehrgeiz geweckt und ihr erwischt euch dabei bereits absolvierte Missionen immer wieder zu Versuchen, um auch den letzten Stern zu ergattern.

Jedoch ähneln beziehungsweise wiederholen sich die Aufgaben der einzelnen Charaktere. Als Catwomans Katze müsst ihr über Laser springen, als Batman Scherzgebissen den fliegenden Torten ausweichen. Spielerisch sind diese beiden Aufgaben allerdings identisch. Damit sind die Star Labs Missionen deutlich in die Länge gezogen worden.

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… im Multiplayer noch interessanter

Das Herzstück des Spiels ist aber ohne jede Frage der Multiplayer. Hier könnt ihr euch im Versus Mode mit einem Freund messen oder die Herausforderung im Online Match suchen. Aber nicht so schnell…. Leider dauert der Verbindungsaufbau mit den Multiplayer Servern sehr lange, was ziemlich frustrierend ist. Ist die Verbindung aber erstmal hergestellt, könnt ihr euer Können in verschiedenen Spielmodi beweisen. Stellt euch im klassischen 1vs1 oder kämpft euch im King of the Hill Modus an die Spitze. Im Grunde ist der King of the Hill ein Turniermodus. Allerdings könnt ihr die Kämpfe eurer Gegner mitverfolgen und euch so auf die Spielweise eures Gegners einstellen. Außerdem ist es möglich Wetten auf den Gewinner abzuschließen und euch so ein paar Erfahrungspunkte nebenbei zu verdienen.

Daneben gibt es noch das pendant zum Offline Survival Modus – den Überlebend-Modus. Hier müsst ihr euch als Überlebender euren Herausforderern stellen. Ihr bleibt so lange der Überlebende bis euch ein anderer Spieler besiegt und damit aus dem Spiel geworfen hat.

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Für jeden Kampf im Einzel- und Multiplayer bekommt ihr Erfahrungspunkte, welche euch im Level aufsteigen lassen. Euer Level hat keinen Einfluss auf das eigentliche Spielgeschehen. Weder erschließt ihr damit neue Charaktere oder Kampftechniken, noch Level oder Kostüme. Warum die Entwickler also hier auf ein Levelsystem gesetzt haben, wissen wohl nur sie selbst. Die einzige Auswirkung haben Levelaufstiege auf eure Heldenkarte. Diese ist wie eine virtuelle Visitenkarte anzusehen, die eure Siege und Niederlagen, Lieblingscharakter und weitere Daten speichert und für andere Spieler sichtbar macht. Unter anderem schaltet ihr durch Level-ups neue Embleme und Hintergründe für eure Karte frei. Das ist allerdings nur ein nettes Extra um sich gegenüber anderen Spielern zu profilieren. Einen tieferen Sinn hat das Levelsystem aber nicht.

Schwächen offenbaren sich

Bei der Technik in Injustice scheiden sich die Geister. Die Kämpfer, insbesondere deren Kostüme, sowie die Arenen sind detailreich inszeniert. Die Arenen selbst sind in mehreren Stufen zerstörbar. Daher ist immer etwas los und die dynamische Umgebung vemittelt das passende Spielgefühl für einen Superheldenprügler. Auch die Levelübergänge, durch die ihr euren Gegner schlagt, sind abwechslungsreich und brachial gestaltet. Bis hier hin kann sich Injustice durchaus sehen lassen und weiß den Spieler zu überzeugen. Leider gibt es auch die Schattenseite. In den Zwischensequenzen herrscht akute Texturarmut und auch die Hintergründe wirken teilweise lieblos und verwaschen. Wir haben hier sicher keine Grafikpracht aller Crysis 3 erwartet, detailliertere Grafik darf man für ein Vollpreisspiel zur heutigen Zeit aber allemal erwarten.

Auch Injustice leidet stellenweise unter einer nicht ganz optimalen Lokalisierung. Das ist allerdings noch zu verschmerzen. Schlimmer fällt da die Inkonsequenz ins Gewicht. Während die Zwischensequenzen im Storymodus vertont sind, werden die kurzen Dialoge in den Star Labs Missionen durch Texte abgebildet. Da diese eben nur durch 1-2 Sätze bestehen und die Synchronsprecher sowieso engagiert waren, hätten diese Stellen ebenfalls vertont werden dürfen. So wirkt der Star Labs Modus als ein liebloses Add-on zum Story Modus.

In den Kämpfen fallen gelegentliche Ungenauigkeiten in der Treffererkennung auf. Besonders dann, wenn ihr zu Sprungangriffen ansetzt oder einer der Charaktere in der Ecke gefangen ist.

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Fazit

Injustice: Götter unter uns ist mit Sicherheit nicht frei von Fehlern. Besonders in technischer Sicht weist das Spiel einige Mängel auf. Hier wären die langen Verbindungszeiten im Online Modus zu nennen, die teils ungenaue Treffererkennung, schlechte oder fehlende Synchronisation oder die schlechte Grafik in den Zwischensequenzen des Story Modus.

Wer diese Mängel aber verschmerzen kann, der bekommt mit Injustice: Götter unter uns einen soliden Prügler, der nicht nur Comicfans begeistern wird. Auch Beat’em up Veteranen und besonders Mortal Kombat Fans werden gefallen an Injustice finden. Dafür sorgen die abwechslungsreichen Modi, ein durchdachtes und forderndes Kampfsystem, sowie die große Auswahl an Kämpfern. Weitere, wie der Kopfgeldjäger Lobo, werden in Kürze per DLC erhältlich sein.

8.3

Sehr gut

Spielt von RPGs bis Shooter fast alles - aber nur auf der Konsole.

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