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Hyrule Warriors: Legends Review

Vor knapp zwei Jahren schloss sich Nintendo mit KOEI Tecmo zusammen, um ihre Zelda-Reihe in ein bis dato völlig unbekanntes Gebiet zu bringen: Groß angelegte Schlachten im Stil von Tecmos Dynasty Warriors-Spielen. Das Ergebnis war Hyrule Warriors für die Wii U, einer der großen Überraschungshits von 2014. Nun hat Nintendo das Spiel auf den 3DS geportet. Mit Hyrule Warriors: Legends schicken sich die Entwickler Team Ninja und Omega Force an, die ultimative Edition zu präsentieren. Lest jetzt unseren Test!

Risiko in Hyrule

Auch wenn die Geschichte von Hyrule Warriors: Legends als nicht kanonisch gilt und damit unabhängig vom restlichen Zelda-Universum angesiedelt ist, so lohnt es sich doch sie zu erzählen: Hyrule wird von einer unbekannten Macht angegriffen. Zelda und Impa treffen unter den kämpfenden Soldaten einen jungen Mann namens Link, der scheinbar mit der Triforce verbunden ist. Wie es sich herausstellt steckt hinter dem Angriff die Zauberin Cia. Sie versucht mit einem Seelenportal das Gleichgewicht der Dimensionen zu stören um so Ganon wiederzubeleben. Damit beginnen plötzlich andere Zeitlinien in die aktuelle einzudringen, wodurch plötzlich Charaktere aus Twilight Princess, Ocarina of Time, Skyward Sword u.a. in die aktuelle Zeitlinie einfallen. Während Link und Co. versuchen, die von Cia geöffneten Portale wieder zu schließen, müssen sie gleichzeitig verhindern, dass Cia die vier Fragemente von Ganons Seele sammelt. Und während in der Hauptreihe die Konflikte zwischen den einzelnen Parteien toben, hat in der Nebengeschichte ein anderer Neuzugang zu tun: Bauerntochter Linkle ist überzeugt davon, dass sie in Wirklichkeit der legendäre Krieger ist von dem die Prophezeiung spricht und so macht sie sich bewaffnet mit ihrer Armbrust auf, selbst das Böse zu jagen. Auf dem Weg dahin durchquert sie Gebiete aus der Hauptreihe, muss aber völlig neue Ziele abschließen. Dabei bekommt sie es auch mit anderen Charakteren zu tun, z.B. das Horror Kid aus Majora’s Mask.

Im sogenannten Legenden-Modus von Hyrule Warriors: Legends spielt man die aus 18 Missionen bestehende Hauptgeschichte nach. An verschiedenen Wegen teilt sich der Weg auf und man kann auswählen, wo man zuerst hin möchte. Im Prinzip ist es der gleiche Modus, der auch im großen Hyrule Warriors mit einer kleinen Erweiterung zu finden ist. Denn statt 18 wie in Hyrule Warriors besteht der Legenden-Modus der 3DS-Version aus ganzen 32 verschiedenen Missionen. Zur Hauptkampagne gesellen sich noch die Hintergrundgeschichte von Oberfiesling Cia, Linkles Abenteuer und ein paar Missionen, die auf The Wind Waker basieren, was alles ursprünglich nicht Teil der Wii U-Version war. Hat man sich einmal durch die ziemlich lange Hauptkampagne gekämpft, muss man feststellen, dass man noch nicht mal ein Drittel des Spiels überhaupt gesehen hat. Im Freien Modus können alle Szenarios noch einmal gespielt werden, um Sammelgegenstände einzusammeln oder Nebenmissionen zu erfüllen. Dazu hebt der Freie Modus auch die Charakterbeschränkung auf. Man kann also mit praktisch jedem Kämpfer losziehen und sich durch die Reihen der Gegner mähen – und die Auswahl ist enorm!

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Freiheit und Abenteuer für alle

Ganze 24 verschiedene spielbare Kämpfer gibt es und jeder davon benutzt zwar die selbe Steuerung, haben aber signifikant andere Waffen und Kampfstile parat. Im Laufe des Legenden-Modus schaltet man die meisten von ihnen frei. Link z.B. ist der klassische Träger von Schwert und Schild, kann aber auch mit Morgensternen verbundene Handschuhe oder einen Feuerstab mit sich tragen, während Cias (im wahrsten Sinne des Wortes) bessere Hälfte Lana ganz auf Zauberbücher setzt, mit denen sie Objekte zum Kämpfen herbei beschwört. Beschränkt wird diese Auswahl nicht einmal durch die eigene Gesinnung. Nicht nur gute, sondern auch mit bösen Charakteren kann man in die Schlacht ziehen, darunter Cia selbst und Ganondorf.

Und nur um das noch mal zu betonen: Legenden- und Freier Modus sind nur ein Drittel des Gesamtpakets. Die anderen zwei Drittel stecken im Abenteuer-Modus, einem in seinem Umfang schier gewaltigen Herausforderungsmodus, wo man unzählige Extras wie neue Charaktere, Herzteile und Waffen frei schalten kann. Dazu nimmt Hyrule Warriors: Legends die komplette Karte des allerersten Legend of Zeldas und macht aus jedem einzelnen Kartenabschnitt eine eigene Herausforderung, die nicht nur auf dem Schlachtfeld sondern auch auf der Karte selbst gelöst werden muss, in dem man die Geheimnisse von Zeldas erster Karte komplett aufdeckt und so weitere Gegenstände zum freispielen aufdeckt.. Das Raster an Gewinnbedingungen reicht von mehreren Zielen lösen über Sonderbedingungen mit denen man Gegner mit einem einzigen Schlag auf die Matte schickt aber selbst auch viel mehr Schaden nimmt bis hin zu einem Quiz, bei dem den Hinweisen folgen muss um das richtige Ziel auszuschalten. Mit dem Abenteuer-Modus hat Nintendo eine erschreckend effektive Möglichkeit gefunden, schnell kurze Abschnitte zu spielen während man unterwegs ist. Es ist praktisch die perfekte Möglichkeit, Hyrule Warriors: Legends als Handheld-Titel zu genießen.

Zumal das nicht mal die einzige Karte für den Abenteuer-Modus ist. Im Laufe des Legend-Modus erhält man zusätzlich Zugang zu fünf weiteren Karten, darunter die sogenannte Master Quest-Karte die für absolute Experten gedacht ist und extrem schwere Herausforderungen bietet, ganz zu schweigen von denen, die noch als DLC veröffentlicht werden. Ohne zu untertreiben brauch man allein durch diese Tatsache Wochen, wenn nicht Monate um alles in diesem Spiel gesehen zu haben. Und wem das immer noch nicht genug ist, der kann sich zudem um Feen-Gefährten kümmern, die man im Laufe des Abenteuer-Modus einsammelt. Sie wollen angekleidet, trainiert und gefüttert werden. Feen sind anschließend überall als Begleiter verfügbar, geben kleine passive Boni und können ihre Magie entfesseln um viele Gegner auf einmal zu schädigen. Diese Feen-Gefährten sind übrigens exklusiv nur in der 3DS-Version verfügbar und werden dem Wii U-Hyrule Warriors wohl vorenthalten bleiben.

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Aus Alt mach Neu

Hyrule Warriors auf den 3DS zu porten war sicher kein leichtes Unterfangen – und leider geht das mit so einigen Einschränkungen daher. Z.B. der generell geringere Detailgrad und ziemlich niedrige Bildwiederholrate. Gerade auf dem alten 3DS (auf dem auch dieser Test statt fand) fehlt zudem die eigene Kontrolle über die Kamera, weil es keinen zweiten Analogknopf gibt. Zwar macht das Spiel einen relativ guten Job dem Spieler zu folgen, doch manchmal ist es einfach nicht zu übersehen. Zudem verschwinden und erscheinen auf dem alten 3DS immer wieder Gegner und andere NPCs vor einem, was man nur durch drehen ausgleichen kann. Daher kann ich jedem empfehlen: Hyrule Warriors: Legends spielt sich am besten auf einem New 3DS, der eine nahezu konstante Bildrate und entsprechendes Tempo hält. Sogar mit aktiviertem 3D (was der alte 3DS nicht mal unterstützt in diesem Spiel) bleibt man immer noch bei knapp 30 fps und hat ein gutes Spielgefühl.

Gestrichen wurde der Mehrspieler-Modus der Konsolenversion. Ein paar Optionen gibt es dennoch: Man kann z.B. Gegenstände für Feen miteinander austauschen. Und dank der StreetPass-Funktionalität kann man Charaktere anderer Spieler im Abenteuer-Modus treffen und ihnen – für eine gesteigerte Schwierigkeit und Belohnung – unter die Arme greifen. Außerdem können sich sowohl Dynasty Warriors- als auch Zelda-Spieler über eigene Knopfbelegungen freuen.

Ein ganz großes Highlight ist sicher der Soundtrack, der einige von Koji Kondos berühmtesten Melodien der Zelda-Reihe enthält, aber durch Rockeinflüsse weit aus fetziger klingen als sie eigentlich sollten. Gerade der Einsatz von E-Gitarren erinnert sehr an die Wurzeln von Hyrule Warriors: Legends als Dynasty Warriors-Titel. In Sachen Soundeffekte gibt es auch nichts zu meckern, denn die meisten klingen vielleicht hardwarebedingt etwas gedämpft aber trotzdem passend.

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FAZIT: Legendär

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Summary
Auch wenn ich vorher nie ein Fan von Dynasty Warriors gewesen bin: Hyrule Warriors Legends hat mich verblüfft. Selten habe ich ein Spiel gesehen, dass dermaßen vollgepackt mit Inhalten war und dabei so viel Spielspaß mit sich bringt. Die Idee eines großangelegten Zelda-Spektakels, das praktisch jedes Spiel der Reihe in irgendeiner Weise involviert ist unglaublich süchtig machend. Sei es die Auswahl der Kämpfer, die Schauplätze, die Geschichte an sich oder anderes: Jeder, der sich auch nur annähernd für Zelda interessiert, wird sich für Hyrule Warriors: Legends begeistern können. Dieses Spiel ist eines für die Ewigkeit und eines der besten Spiele überhaupt für den Nintendo 3DS - nur, wenn ihr könnt, holt es euch für den New 3DS.
Good
  • Abenteuer-Modus bietet Spielspaß für Monate
  • Der Soundtrack
  • Riesige Auswahl an Charakteren
  • Extrem durchdachte Mechanik
  • Unzählige Geheimnisse und Herausforderungen
Bad
  • Ab und an eintönig
  • Nicht optimal auf dem alten 3DS
10
Meisterhaft
Written by
Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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