gamescom 2017: Heroes of the Storm - Content-Preview

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Kel’Thuzad hat unlängst den Nexus betreten. Game Director Alan Dabiri gab uns auf der gamescom 2017 Einsicht in den neuen Helden und die Arbeit an Heroes.

Zur Blizzards Helden und Antihelden-Gruppe in Heroes of the Storm gesellt sich mit Kel’Thuzad einer der mächtigsten Verbündeten des Lichkönigs aus dem WarCraft-Universum. Damit ist es kaum verwunderlich, dass der inzwischen veröffentlichte Held, Hauptprogrammpunkt auf unserem Heroes of the Storm-Besuch auf der gamescom 2017 war. Alan Dabiri, Game Director von Heroes, persönlich leitete die Anwesenden durch dessen Präsentation, holte aber über diesen weiter aus und beantwortete tiefer gehende Fragen zu seinem Spiel und seinen eigenen Erfahrungen.

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Alan Dabiri, Game Director von Heroes of the Storm

Kel’Thuzad: Obey the Call

Kel’Thuzad reiht sich in die bestehende Charakterriege als Fernkampfassassine ein, dessen Stärke dann insbesondere zum Vorscheinen kommt, wenn sein Spieler dazu in der Lage ist, seine Zauber geschickt zu kombinieren und dessen Quest Meister der eisigen Finsternis möglichst schnell vervollständigt. Doch nicht so schnell. Der Erzlich setzt im Kampf hauptsächlich auf seine drei Grundfähigkeiten Tod und Verfall, Frostnova und Ketten von Kel’Thuzad. Letztere erlaubt es ihm Gegner zusammenzuziehen. Zweitere verursacht nicht nur 212 Schaden, sondern macht Gegner in ihrem Zentrum 1 Sekunde lang bewegungsunfähig und verlangsamt alle in ihrem sonstigem Wirkungsbereich. Schließlich wirft Kel’Thuzad bei Tod und Verfall eine Kugel, die bei Gegnerkontakt explodiert, Schaden verursacht und eine Lache hinterlässt. Wer als Kel’Thuzads Gegner in dieser verweilt, erleidet alle 0,5 Sekunden 70 Schaden – groß Stehenbleiben nach einem Angriff von Kel’Thuzad ist demnach nicht empfehlenswert. Um nun Meister der eisigen Finsternis zu erfüllen, muss Kel’Thuzad Gegner mit seiner Frostnova oder seinen Ketten treffen, wofür er jeweils einen Stapel Pestilenz erhält. Nach 15 Stapeln verringern sich die Abklingzeiten seiner Fähigkeit um 2 Sekunden. Richtig unangenehm wird es jedoch nach 30 Stapeln: Denn ist die Quest vollkommen abgeschlossen, erhöht sich Kel’Thuzads Fähigkeitsstärke um 75%.

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Wie gewohnt, kann der Erzlich zwischen zwei Heroischen Fähigkeiten wählen. Hier gibt es zum einen Frostschlag – der bei ihr auf einen Gegner abgefeuerte Eismeteor fügt dem direkt Getroffenen 100 und allen im Wirkungsbereich 275 Schaden zu, gleichzeitig macht er alle Getroffenen 1,5 Sekunden bewegungsunfähig. Zum anderen kann er Schattenriss wählen, den er an jedem für ihn sichtbaren Ort auf der Karte öffnen kann. Nach 1,5 Sekunden explodiert der Riss, was allen Gegnern im Wirkungsbereich 475 Schaden beschert. Abgesehen von seiner Hauptquest, bietet noch seine Eigenschaft Kel’Thuzads Phylakterium eine weitere, erfüllbare Aufgabe. Sammelt der Spieler mit dieser aktivierten Eigenschaft 10 Regenerationskugeln, lässt sich das Phylakterium bei Kel’Thuzads Tod aktivieren, um sofort wiederbelebt zu werden. Danach hat es natürlich eine Abklingzeit. Die Eigenheiten des Erzlichs erklärt ebenfalls sein Spotlight. Natürlich lässt sich dies alles ebenfalls auf der offiziellen Heroes of the Storm-Seite nachlesen.

Generell sei Kel’Thuzad zwar ein durchaus guter Damage Dealer, schöpfe aber ohne Vervollständigung seiner Basline-Quest niemals sein komplettes Potenzial aus. Des Weiteren richtet er sich wohl vor allem an erfahrenere Heroes of the Storm-Spieler, da er einer der anspruchsvolleren Helden mit hohem Skill Ceiling ist. Parallel zu Kel’Thuzads Eintreten in den Nexus, startete Blizzard das Event Call of Kel’Thuzad. Dieses vom 5. bis zum 25. September laufenden, rein auf Heroes beschränkten Event, führt neue thematisch an Kel’Thuzad orientierte Skins für Jaina, Sonya und Zagara sowie neue Emojis, Banners und Sprays ein. Darüber hinaus lassen sich exklusive Portraits und Banner im Zuge der es begleitenden vierteiligen Quest freischalten. Eine komplette Übersicht über das Event, findet ihr auf der Event-Seite.

Questing + Q&A

Kel’Thuzad setzt Blizzards Questoffensive für Heroes of the Storm fort. Alles in allem sei das Team sehr froh über die Basline-Quests und was sie für ihr Spiel bedeuten. Rundum diese fügt es zudem einige, kleine Verbesserung ein. So wird das Killlog zu einem Eventlog erweitert, damit dieses zusätzlich die Questabschlussaktionen oder Resets mitteilt. Zusätzlich gibt es in der Matchübersicht jetzt eine Questspalte. Hier wird der Baslinequestfortschritt eines Helden festgehalten. Ebenfalls unter den Verbesserungen sind Sound-Verbesserungen und ein Zähler für die Quest-bezogenen Ausrufezeichen, so dass diese nicht mehr mehrfach angezeigt werden, sondern einen Zählindikator bekommen. Ferner verfügen Chromie und Jaina jetzt über eigene Baseline-Quests. Jainas Frostbite-Eigenschaft stellt ihre Spieler nun vor die Herausforderung 15000 Schaden zu verursachen, wodurch sie einen verbesserte Eisblockfertigkeiten erhalten, die Jaina unverwundbar werden lässt. Dahingegen baut Chromies Quest auf ihrer Fähigkeit Sandböe. Mit dieser gilt es 80 Feinde zu treffen, pro getroffenen Helden erhöht sich der Schaden von Sandböe um 5. Nach dem Treffen von 80 Helden hinterlässt sie ein Echo, welches beim nächsten Einsätzen von Sandböe die Grundversion der Fähigkeit mit 40% Intensität abfeuert. Als Grundpfeiler für des Questing sei es für das Team laut Alan Dabiri wichtig, dass die Questbelohnungen einen wirklichen Einfluss aufs Spiel hätten.

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Nach diesem Abschnitt über die Quests stellte sich Alan Dabiri den Fragen der Anwesenden. Ich fasse euch zusammen, was wir an Antworten erhalten haben. Neue Multiklassenhelden schloss er nicht aus. Vielmehr sei die Frage, wann man sie bringen sollte und welcher Held dafür passen würde. Ein Phoenix als Held sei eines Tages vorstellbar, wobei die Frage sei, welcher denn nun ins Spiel kommen solle. Dem entgegengesetzt gibt es bisher keine Pläne für Destiny 2-Charaktere. Er wollte zwar nicht sagen, dass es sie nie geben könnte, aber eben nicht jetzt. Neue Battelgrounds werde es mit Sicherheit geben. Eine weitere Frage bezog sich darauf, welche Schwierigkeiten es gebe, um einen Helden wirklich einzigartig zu machen. Hier differenzierte der Game Director etwas. Einzelne Fähigkeiten verschiedener Helden seien durchaus ähnlich, aber allgemein zielten sie darauf, dass jeder Held einzigartig sein soll in der Art, wie er sich spielt. Als Beispiel führte er Kel’Thuzad an, der gerade durch seine Ketten und Kombos etwas Besonderes sei. Insgesamt gebe es immernoch eine Vielzahl von Dingen, die sein Team umsetzen könnte. Eine wirkliche Herausforderung sei es jedoch thematisch ähnliche Helden einzigartig umzusetzen. Beispielsweise würde Overwatchs Mercy sie vor das Problem stellen, dass sie durch ihre Vorlage Morales und Auriel sehr ähneln würde. Bisher hat Heroes of the Storm viel gewagt, aber Singleplayerinhalte gab es noch nie. Diese würden laut dem game Director interessant zu erkunden sein und seien im Bereich des Möglichen.

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Balancing nimmt für ein Spiel wie Heroes of the Storm logischerweise eine wichtige Rolle ein. Hierbei verwendet das Team eine umfassende Strategie. Drei Teams arbeiten an der Balance eines Charakters: das Charakter Design Team, das Live-Team und das Balance-Team. Zum Testen spielen die Entwickler einerseits in täglichen Tests und andererseits in wöchentlichen Teamtests, an denen deutlich mehr Entwickler teilnehmen. Obendrein nutzen sie sowohl den Public Test Realm (PTR) als auch größer angelegte Datensammlung, eigener Erfahrung, Community-Feedback, Interaktion mit Profis und Profi-Feedback bei ihren Balance-Arbeiten. Auch die Social Features von Heroes kamen im Gespräch Alan Dabiri zur Sprache. Sein Team arbeite an Claneinbindung, einem Teambuilder und Ingame-Voice Chat. Clans in Heroes sollen weit mehr als nur eine simple Freundesliste werden. Der Teambuilder wiederum soll es ermöglichen Spieler mit den gleichen Absichten zu finden und die Rollenverteilung besser zu regeln, damit sich beispielsweise nicht alle um dieselbe Rolle streiten. Welcher Held gefällt eigentlich dem Game Director momentan am besten? Genau diese Frage stellte auch einer der Anwesenden. Derzeit sei Gouldan sein Top 1-Favorit meinte Alan Dabiri, seine Korruption fühle sich einfach sehr gut an.

Meist zu finden in Shootern, Rollenspielen oder Strategiespielen. Zudem Student der Informatik.

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