Haunt the House: Terrortown Review

Mobile PC

 

   

Halloween ist vielleicht vorbei, aber gute Geister sind immer im Einsatz. Bei einem Titel wie Haunt the House: Terrortown erwarten einige sicher ein wenig düstere Gruselkost, doch weit gefehlt: Dieser Spuk von SFB Games ist für alle da.

 

Haunted Hill

Eine echte Story gibt es im Grunde nicht. Der Spieler schlüpft in die Rolle verschiedener Geister und muss den Menschen innerhalb der vier Level das Fürchten lehren. Nur in Geisterform ist das natürlich nicht möglich, weswegen alle möglichen Gegenstände im Haus besessen werden können, um den wandernden Menschen Angst und Bange zu machen. Sehr kreativ ist hierbei, dass viele Gegenstände direkt mehrere Aktionsmöglichkeiten bieten, die jedoch erst verfügbar werden, wenn genug Schrecken verbreitet wurde. Ziel ist es, alle Menschen von der Karte zu jagen, möglichst schnell und effektiv. Trotzdem muss darauf geachtet werden, dass niemand dabei verletzt wird. Werden Menschen nämlich zu sehr verängstigt, nehmen sie auch gern mal den Ausgang durch das nächste Fenster.

Dabei bleibt das Spiel fast immer von plumpen Schockmomenten heutiger Horrorfilme verschont. Stattdessen liegt der Fokus auf mehr familienfreundlicheren, humorigen Grusel, wie in Filmen wie Coraline, The Nightmare before Christmas oder auch Corpse Bride. Ähnlich wie diese Filme ist auch der Artstyle: Angelehnt an alte deutsche Horrorfilme des Expressionismus wie Nosferatu oder Das Kabinett des Dr. Caligari.

Wie schon erwähnt, gibt es vier Level zu erkunden. Jedes davon ist in etwa 10 bis 30 Minuten lang, abhängig natürlich nach Erfolg der eigenen Schreckfähigkeiten. Drei davon sind neue Level, in denen die Werkstatt des Weihnachtsmannes am Nordpol erkundet oder die Bewohner der Titel-gebenden Stadt Terrortown aus ihren Häusern treibt. Das Villa-Level hingegen ist ein Original: Denn eigentlich war Haunt the House ein simples Flash-Spiel, das eben mit diesem Level anfing. Am neusten ist der Geisterzug, der im Zuge eines Halloween-Updates erst dieses Jahr hinzugefügt wurde.

HauntTheHouse1  Haunt the House: Terrortown Review

Nicht zu viel erwarten

Großes Highlight des Spiel ist der wirklich gute Soundtrack, der ebenfalls sehr an Tim Burton-Filme erinnert, in denen Danny Elfman meist für die Musik verantwortlich ist. Dazu kommt eine sehr bunte Optik, die das Spiel fast handgemalt aussehen lässt.

Gesteuert wird der Geist mit Hilfe der Tastatur oder einem Controller. Leider fehlt die Möglichkeit, Tasten frei zu wählen, weswegen man einen Controller vorziehen sollte. Zudem neigt es hin und wieder zu Hängern. Auch mir ist ein solcher begegnet, was nur über den Task-Manager zu beheben war.

HauntTheHouse2  Haunt the House: Terrortown Review

FAZIT: Nett für zwischendurch, aber wenig Langzeitmotivation

Haunt the House: Terrortown ist in vielerlei Hinsicht ein saisonales Spiel, am besten geeignet für die Tage um Halloween. Durch den Grad an Humor und die stilisierten Animationen finden sich auch junge Spieler schnell zurecht. Tatsächlich bietet es genug Charme, um begeistern zu können – sei es auch nur, um die tolle Musik zu genießen. Auch preislich bietet es eine faire Menge an Inhalt. Gerade das diesjährige Update lässt zumindest den Ausblick auf weitere Inhalte offen.

Getestet wurde die PC-Version auf Steam. Es ist außerdem erhältlich für iOS- und Android-Geräte.

Good

  • Liebevolle Präsentation
  • Humorvoll
  • Gute Musik

Bad

  • Schnell durchgespielt
  • Könnte noch technische Anpassungen vertragen
7

Gut

Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

Lost Password