Hardware-Test: ROCCAT Kone Pure im Langzeittest

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Mittlerweile bieten die Jungs von ROCCAT so einiges an Gaming-Hardware. Vor allem können die Mäuse, wie die bisherige ROCCAT Kone, die Hardcore-Gamer begeistern. Inzwischen hat ROCCAT aber mit einer neuen Serie nachgelegt. Zum einen gibt es die Kone XTD und die Kone Pure. In diesem Hardware-Test widmen wir uns der ROCCAT Kone Pure, welche deutlich leichter und kleiner als der Vorgänger daherkommt. Liegt die Kone Pure dennoch gut in der Hand? Musste die Technik unter der Verkleinerung leiden? Dies finden wir in unserem Hardware-Test heraus: Die ROCCAT Kone Pure im Langzeittest.

Erster Eindruck

Der erste Eindruck ist vor allem bei Spontankäufen einer der wichtigsten Kriterien, die ein Gerät bestehen muss. Hier hat ROCCAT in meinen Augen alle Trümpfe in der Hand und spielt in der Liga ganz oben mit. Das Design der Verpackung, in welcher sich die ROCCAT Kone Pure befindet, ist alles andere als 08/15, denn es kommt extrem stylish daher. Auf der Vorderseite werden die wichtigsten Merkmale der Maus aufgeführt, wobei die rechte Seite ein wenig nach hinten geknickt wird und diese von einem ansprechenden ROCCAT-Schriftzug verziert ist. Die Vorderfront lässt sich aufklappen, wobei dann die Sicht auf den Inhalt, der Kone Pure, freigegeben wird. Ihr findet auf der Verpackung nicht nur sämtliche Features aufgelistet, sondern ebenso fast alles komplett in ihrer Funktionsweise erklärt. Das ist absolut Top! Wenn man diese in die Hände nimmt, fällt auch sofort auf, dass hier nicht nur irgendein billiges Material verwendet wird, sondern sogar die Verpackung extrem hochwertig daher kommt.

Wenn ich nur nach dem Ersteindruck und der Verpackung gehen würde, wäre die ROCCAT Kone Pure definitiv in meiner engsten Auswahl. Selten habe ich eine so überzeugende Verpackung einer Maus in der Hand gehalten, dass ich diese wahrscheinlich aufgrund des Ersteindruckes direkt mitnehmen würde. Aber die Verpackung selbst ist es ja nicht, worum es hier geht, sondern wir wollen uns vor allem dem Inhalt widmen: Der ROCCAT Kone Pure, die auf der Verpackung als “Core Performance Gaming Mouse” angepriesen wird. Hoffen wir mal, dass es mit dem Gerät selbst auch so hochwertig weiter geht, denn das außen rum hat bereits die Messlatte extrem hoch gelegt und lässt auf ein geiles Produkt hoffen.

1-kone-pure-verpackung-front  Hardware-Test: ROCCAT Kone Pure im Langzeittest

Design und Verarbeitung

Als ich die Kone Pure aus ihrer Verpackung herausgenommen habe, fiel mir neben der Stoffummantelung des Kabels und der Größe der Maus auch direkt das genutzte Material auf. Die ROCCAT Kone Pure fühlt sich extrem hochwertig an, was an einer gummiähnlichen Beschichtung liegt. ROCCAT betitelt diese Beschichtung als Soft-Touch-Oberfläche, welche für besseren Komfort bei sehr langen Gaming-Sessions sorgen soll. Dem muss ich zustimmen, denn egal wie viele Stunden ich am Stück mit der ROCCAT Kone Pure hantiert habe, war es immer ein perfektes Handling. Diese Soft-Touch-Oberfläche sorgt selbst in den hitzigsten Gefechten dafür, dass ihr keine schwitzige Hand erhaltet.

Aber kommen wir nun zu einem der auffälligsten Merkmale der Kone Pure: die Größe. Der Nager aus dem Hause ROCCAT verfügt über keine Standardgröße, sondern ist im Gegensatz zu anderen Mäusen etwas verkleinert worden. Ganz ehrlich gesagt finde ich dies eine super Sache. Ich war schon immer der Meinung, dass Mäuse in verschiedenen Größen angeboten werden sollten, da unsere Hände nicht alle identisch groß sind. Es gibt Menschen, mit großen Händen, die wiederrum mit den aktuellen Standardgrößen sehr gut zurechtkommen. Aber sicherlich gibt es auch welche, die über kleinere Hände verfügen und daher bei den normalen Größen nicht unbedingt jeden Knopf bestmöglich erreichen. Die ROCCAT Kone Pure ist eher etwas für Gamer, die über kleinere oder mittelgroße Hände verfügen. Wenn dies auf euch zutreffen sollte, ist das Layout der Maus sehr gut getroffen. Die zwei Daumentasten liegen an der genau richtigen Stelle, aber auch die Knöpfe für die DPI-Anpassung und Mausrad erreicht ihr während des Spielens kinderleicht.

Auch designtechnisch hinterlässt die ROCCAT Kone Pure einen sehr guten Eindruck. Während die Maus selbst in schwarz gehalten ist, ziert ein ROCCAT Logo mitsamt Kone Pure-Schriftzug die linke Daumenkerbe, wobei das Logo in Blau und der Schriftzug in Grau gehalten sind. Dies sorgt dafür, dass man sofort weiß, um was für einen Nager es sich hier handelt, sofern ihr ein solches Hardwarestück herumliegen habt. Und dennoch ist dies von der Größe so dezent gehalten worden, dass dieser von mir nicht als störend empfunden wird. Sobald ihr die Maus mit Strom versorgt, fällt euch direkt ein weiteres Gimmick auf. Denn an der rechten Seite der Handballenauflage befindet sich ein größeres Logo von ROCCAT, welches beleuchtet wird. Hierbei könnt ihr selber entscheiden, ob die Beleuchtung dauerhaft aktiv ist oder pulsierend dargestellt wird. Mittels der Treibersoftware könnt ihr das Licht auch noch nach eurem Geschmack anpassen. Leider ist dies aber nicht mehr als ein kleines Gimmick, denn sobald ihr die Maus benutzt, bedeckt eure Hand das beleuchtete Logo. Habt ihr allerdings die Kone Pure ohne Benutzung vor euch liegen, ist dies ein wahrer Blickfang.

An der Verarbeitung des ROCCAT-Nagers gibt es nichts auszusetzen. Ihr findet an der Maus keinerlei Ecken, da oberhalb alles fein abgerundet wurde. Einzig der Übergang zur Unterseite der Maus ist mit einer Kante versehen, was aber verständlich ist, da sonst wohl die Gleiteigenschaften verloren gehen würden. Es ist absolut kein Knacken oder Knarzen zu vernehmen und Spaltmassen sind ebenfalls nicht zu finden. Die Maustasten sind nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer zu betätigen und geben ein gutes Feedback. Die Klickgeräusche sind sehr angenehmen und zu keinen Zeitpunkt zu laut, bzw. als störend zu vernehmen.

Einzig und allein gibt nur das Mausrad einen kleinen Grund für Kritik. Zwar wurde das Mausrad im Gegensatz zum Vorgänger verbessert, da man nun auf ein Titan Wheel setzt und dadurch die Langlebigkeit erhöht, allerdings wurde der ROCCAT Kone Pure nur ein 2D-Scrollrad spendiert. In der heutigen Zeit finde ich dies sehr ungewöhnlich, da inzwischen fast alle gängigen Mäuse, vor allem im Gaming-Bereich, über ein 3D-Scrollrad verfügen. Den Grund dafür weiß wahrscheinlich nur ROCCAT selbst. Wer auf ein 3D-Scrollrad nicht verzichten kann, muss hierbei auf die teurere Variante, der ROCCAT Kone XTD zurückgreifen. Selbstverständlich lässt sich mittels dem EASY-SHIFT(+) das Scrollrad auch für vertikales Scrollen verwenden, allerdings bedeutet dies eine Umgewöhnung der bisherigen Nutzung.

Schauen wir uns auch noch kurz die Unterseite der Maus an. Hierbei fällt sofort der Laser ins Auge, da dieser in einem grauen Bereich mit silbernen und spiegelnden Streifen eingelassen wurde. Zudem findet ihr auf der Rückseite das ROCCAT-Logo mit ROCCAT-Schriftzug, welches in einem glänzenden Schwarz gehalten ist. Die Teflonfüße hinterlassen ebenfalls einen sehr guten Eindruck. Die Gleiteigenschaften dieser sind hervorragend, so dass ihr die Maus auf sämtlichen Oberflächen nutzen könnt. Die meiste Zeit habe ich ein etwas leicht körniges Mousepad verwendet, woraufhin die Teflonfüße relativ schnell verkratzten. Dies ist wahrscheinlich aber eher dem Mousepad, als der Maus zuzurechnen, dennoch eine Erwähnung wert, damit ihr selbst dies vermeiden könnt. Trotz der Kratzer an den Füßen werden die Gleiteigenschaften der Maus in keinerlei Hinsicht beeinträchtigt. Demnach hat ROCCAT hier echt gute Arbeit abgeliefert.

Trotz der kleinen Kritik, die sich ROCCAT aufgrund des Scrollrads gefallen lassen muss, ist die ROCCAT Kone Pure bzgl. der Verarbeitung ein Gerät der Spitzenklasse.

2-kone-pure-seite  Hardware-Test: ROCCAT Kone Pure im Langzeittest

Technische Details

In so einer Maus steckt mittlerweile viel mehr Technik, als mancher so denkt. ROCCAT verwendet bei der Kone Pure einen Pro-Aim Lasersensor R3, mit welchem ihr eine individuelle Empfindlichkeit von bis zu 8.200 DPI erreicht. Genau genommen bedeutet dies, dass sage und schreibe 12.000 Bilder und 10.8 Megapixel die Sekunde verarbeitet werden können. Das war wohl auch einer der Hauptgründe, weswegen diese tolle Maus auch über einen eigenen Prozessor verfügt. Die Weitergabe der Signale erfolgt mittels USB bei einer Übertragungsrate von 1.000 Hz, was eine Übertragung ohne spürbare Verzögerung ermöglicht. ROCCAT verspricht hier sogar eine Reaktionszeit von nur 1 ms. Neben des Prozessors verfügt die ROCCAT Kone Pure noch über einen internen Speicher von 576 kB, was auch den Vorteil bringt, dass ihr einige Makros in die Maus abspeichern könnt.

Das Kabel ist auch etwas, was besonders hervorgehoben werden sollte. Immer wieder fällt mir persönlich auf, wie wenig Hersteller auf stoffüberzogenes Kabel zurückgreifen. Hier sollten sich viele Hardwarehersteller mal ein Beispiel nehmen, denn genau ein solches Kabel wird bei der ROCCAT Kone Pure verwendet. Es sieht zum einen besser aus, aber es wirkt auch nicht ganz so störend. Allen voran bietet dieses auch ein Gefühl, dass Kabelbrüche mit solchen Kabeln viel seltener vorkommen können oder zumindest die Wahrscheinlichkeit davon gesenkt wird. Mit 1,8 m Länge ist das Kabel ordentlich lang. Es ist nicht so lang, dass es ständig blöd herumliegt, aber auch nicht so kurz, dass ihr irgendwelche Probleme am Rechner erhaltet.

Aber die ROCCAT Kone Pure hat auch noch ein technisches Feature zu bieten, was für mich recht neu ist. In der Treibersoftware, auf die ich gleich noch eingehen werde, könnt ihr eine maximale Entfernung einstellen, ab welcher die Maus die Bewegungen wahrnehmen soll. Damit meine ich, dass wenn ihr die Maus nur leicht anhebt und nur noch minimale Trackingeigenschaften vorhanden sind, der Mauszeiger bei fast jeder gängigen Maus wild umherhüpft oder plötzlich ein Eigenleben führen möchte. Dies wird euch mit der ROCCAT Kone Pure nicht passieren, denn hier wird einmal die Entfernung eingestellt bzw. zudem noch kalibriert und ab da an wird die Maus keine Bewegungen mehr wahrnehmen. Allerdings müsst ihr hier ein wenig experimentieren, denn bei meinem körnigeren Mousepad konnte ich die Entfernung nicht all so niedrig stellen, da sonst die einzelnen Abweichungen der Körner wahrgenommen wurden und so der Mauszeiger ein wenig herumgehüpft ist. Je nachdem welches Mousepad ihr verwendet, müsst ihr einen eigenen Bestwert der Einstellungsmöglichkeiten herausfinden.

Wenn ihr nun der Meinung seid, dass dies schon mehr als ausreichend für eine Maus ist, könntet ihr da nicht ganz Unrecht haben. Allerdings zählt dies nicht für die ROCCAT Kone Pure, denn diese kommt auch noch mit einem Easy-Shift(+) System daher. Ihr kennt zum Beispiel die Mäuse diverser Hersteller, die über ein kleines Zahlenfeld verfügen, um so der Maus noch zusätzliche Tasten fürs Gaming zu spendieren. Die ROCCAT Kone Pure verfügt zwar nur über insgesamt 7 Tasten, allerdings könnt ihr die Anzahl mittels Easy-Shift(+) verdoppeln, wobei dann die hintere Daumentaste als Easy-Shift(+) Taste fungiert. Wenn ihr diese Taste drückt, lässt sich eine gesonderte Aktion mit einer weiteren Maustaste durchführen. Als kleines Beispiel wäre da zu nennen, dass wenn ihr diese Taste drückt und das Mausrad nach oben scrollt, die Lautstärke eures Spiels erhöht wird. Im Browser könntet ihr so zum Beispiel die linke und rechte Maustaste in Verbindung mit der Easy-Shift(+) Taste zum vor und zurück navigieren nutzen. Bis auf die Easy-Shift(+)-Taste, lässt sich so jede Taste, inklusive des Mausrads, doppelt belegen.

3-kone-pure-software-buttons  Hardware-Test: ROCCAT Kone Pure im Langzeittest

Die Treiber-Software

Nun sind wir an einer Stelle angelangt, an der ich das erste Mal so richtig negative Kritik äußern muss. Ich weiß ja nicht wie ihr das seht, aber ich finde die aktuelle Entwicklung grauenhaft. Damit meinte ich jetzt nicht die Treiber-Software selbst, allerdings gehört dieser Teil dennoch zu dieser Überschrift. Warum? Ganz einfach: Inzwischen verfügen zig Millionen und Milliarden an Menschen über einen Internet Zugang. Dennoch gibt es welche, die keine Möglichkeit zur Nutzung des Internets haben. Stellt ihr auch mal vor, dass ihr einer dieser Personen seid, die aufgrund technischer Infrastruktur oder Sonstigem kein Internet nutzen können. Denn dann hätte ich für euch das jetzt folgende Szenario zu bieten.

Ihr seht diese tolle ROCCAT Kone Pure und seid von den angepriesenen Features so begeistert, dass ihr diese direkt kauft und mit nach Hause nehmen müsst. Zuhause angekommen, wird diese erst einmal ausgepackt und bestaunt. Voller Vorfreude verbindet ihr die Maus mit eurem Rechner und die automatische Treiberinstallation startet. Zum Glück gibt es Plug & Play und man kann direkt los starten. Bei der Benutzung fällt euch allerdings auf, dass die Maus gar nicht das alles macht, womit sie auf der Verpackung beworben wird. Sie sieht zwar schick aus und fühlt sich wahnsinnig toll an, aber dennoch ist es aktuell von der Funktionsweise her eher eine Standardmaus. Voller Freude habt ihr wohl vergessen, die Treiber-Software zu installieren. Liegt wohl daran, dass ihr ausversehen die CD übersehen haben könntet. Also schnell wieder ran an den Karton und CD herausholen. Aber dann kommt’s: Pustekuchen. Alles was ihr vorfinden könnt, ist der “Quick-Installation Guide”. Und genau in dieser steht, dass ihr für die Software ins Internet müsst, um diese herunterzuladen. Manche mögen jetzt meinen, dass sie dies immer machen und auf Treiber-CDs eh verzichten. Dies mag ja gut möglich sein und dennoch gibt es weiterhin auch sicherlich den einen oder anderen, der auch gerne spielt, allerdings über kein Internet verfügt. Zwar hat dies den Vorteil, dass immer direkt die aktuellste Version der Software heruntergeladen wird, allerdings machen mich dieser Umstand und diese Entwicklung heutzutage echt traurig. Nicht nur, dass man inzwischen bei einigen Spielen auf das Internet nicht mehr verzichten kann, sondern dieser Trend nun auch bei Hardware zu sehen ist. Für mich gehört bei Hardware immer die entsprechende Treiber-CD dazu, damit man auch alle angepriesenen Features beim Offline sein nutzen kann.

Aber nun genug mit dem Gemecker über die aktuellen Always-Online-Trends und wieder zurück zum eigentlichen Thema dieser Sparte: Der Treiber-Software. Das Interface ist in Schwarz gehalten, wobei die Schrift in einem gut lesbaren Blau dargestellt wird. Zwar findet ihr hier einiges an Einstellungsmöglichkeiten und der ein oder andere mag sich vielleicht sogar schon fast erschlagen fühlen, was hier so möglich ist und dennoch ist alles sehr strukturiert aufgebaut. Was ich persönlich an der Software merkwürdig finde, ist die Art der Lokalisierung. Deutsche Texte werdet ihr im Interface auf dem ersten Blick gar nicht erkennen, denn diese werden immer in englischer Sprache angezeigt. Stattdessen, solltet ihr dem englischen nicht mächtig sein, müsst ihr ständig den Blick ganz nach unten in die linke Ecke richten. Denn dort befindet sich, sofern ihr mit dem Mauszeiger über den gewünschten Text liegt, der Text in der deutschen Sprache. Das finde ich ein wenig suboptimal geregelt. Aber ansonsten macht die Software ihre Arbeit tadellos.

Was ich besonders lohnenswert finde, ist die Möglichkeit zur Speicherung von bis zu 5 Spielprofilen. Dies bedeutet, dass ihr bei jedem Profil ein komplett eigenes Setup der Maus einstellen könnt. Dies bringt euch ein wenig Individualität, was dem einen oder anderen sicherlich freuen dürfte. Auch die DPI-Zahl könnt ihr beliebig einstellen. Mittels dem + und der – Taste auf der Kone Pure lassen sich bis zu 5 DPI-Settings auswählen, wobei ihr diese mittels der Software mit eurer eigenen Wunsch-DPI ausstatten könnt. Der niedrigste Wert liegt hier bei 200 DPI, der höchste bei 8200 DPI, wobei ihr diese immer in 200 DPI Schritten erhöhen oder verringern könnt.

Sämtliche Einstellungen lassen sich selbstverständlich mit der Software durchführen. Ob ihr das “Tracking Unit Control” nutzen möchtet, die “Distance Control Unit” oder gar die Übertragungsrate ändert wollt. Hierbei könntet ihr beispielsweise die Werte 125 Hz, 250 Hz, 500 Hz oder gar 1.000 Hz auswählen. Die Software lässt echt keine Wünsche übrig und alles kann nach dem eigenen Geschmack eingerichtet werden. Auch die Beleuchtung des ROCCAT-Logos auf der Maus könnt ihr hier individuell anpassen. Die Software verfügt gar über einen Macro Manager, womit sich Macros erstellen und auf die Maus speichern lassen. Hierbei gibt es sogar eine vorgefertigte Auswahl für einige Top-Spiele und Programme, die ihr nur noch auswählen braucht, damit ihr nicht alle Macros selbst aufnehmen müsst.

Für die, die auf so etwas stehen, gibt es von der Treiber-Software gar eine Audioausgabe. Hier wird die entsprechende Aktion auf Englisch ausgesprochen, die ihr mit der Maus so eben durchgeführt habt. Wenn ihr Beispielsweise die Lautstärke des Rechners erhöht, ertönt eine Stimme und sagt euch: “Volume Up”. Ich persönlich benötige es zwar nicht und habe mich darüber gefreut, dass dies auch zu deaktivieren ist und dennoch ist das ein schönes Gimmick. Aber auch an die ganzen Trophäen-Jäger hat ROCCAT gedacht. Denn mit der Treiber-Software der ROCCAT Kone Pure lassen sich verstecke Trophäen freischalten. Ich selber habe bisher erst zwei Trophäen erhalten, wofür ich eine bestimmte Anzahl an Clicks durchführen musste. Ich brauche dieses Trophäen-System zwar nicht, aber dennoch ist dies sicherlich mal eine ganz nette Spielerei.

4-kone-pure-software-main  Hardware-Test: ROCCAT Kone Pure im Langzeittest

Der Langzeittest

Ich habe die ROCCAT Kone Pure nun knapp 5 Wochen getestet. Dabei wurden Spiele gespielt, aber auch der Redaktionsalltag mit dieser durchgeführt. Und was soll ich dazu großartig sagen? Aktuell habe ich mit der ROCCAT Kone Pure 107.200 Clicks und 152.157 Scrolls durchgeführt. Insgesamt ist die Maus ca. 366 m weit gerollt und sie funktioniert noch immer so perfekt, wie am allerersten Tag. Mehr braucht man dazu doch gar nicht erwähnen, oder? Naja, vielleicht doch noch das ein oder andere Wörtchen zur Dauernutzung der ROCCAT Kone Pure.

Es ist egal, wie viele Stunden ihr am Stück mit dieser Maus verbringt, denn zu keinem einzigen Zeitpunkt hat meine Hand Ermüdungsanzeichen gezeigt. Sofern ihr über eine nicht zu große Hand verfügt, könnt ihr gerne locker über mehr als 14 Stunden am Stück in einem Spiel verbringen und die Hand wird nicht “schlapp”. Aber auch die Kone Pure macht dabei eine wahnsinnig gute Figur. Es gibt noch immer keine einzige Verzögerung bei den Clicks oder sonstigen Aktionen. Das Material wirkt alles andere als abgenutzt – man könnte gar meinen, dass ich dieses Prachtexemplar erst vor wenigen Minuten aus ihrer Verpackung befreit habe. Dies spricht wirklich für ROCCAT und die Kone Pure.

Trotz der Soft-Touch-Oberfläche verfettet die Maus nicht. Es gibt keine sonderlichen Fettflecken, wie man sie zum Beispiel von Touch-Displays kennt, was ich aber ehrlich gesagt erwartet hatte. Aber meine Skepsis hat sich zum Glück nicht bestätigt und ROCCAT hat extrem gute Arbeit geleistet. Es ist auch weiterhin nix von einer Spaltmasse zu sehen, geschweige denn ein Knacken oder Knarzen zu vernehmen. Man würde einzig und allein den Teflonfüßen ansehen, dass die Maus schon einiges an Stunden hinter sich hat, da diese inzwischen ein wenig verkratzt sind. Dennoch ist dies kein Vorwurf, da dies, wie bereits oben schon einmal erwähnt, mit Sicherheit von meinem körnigen Mousepad kommt. Selbst die Clickgeräusche haben sich zu keiner Zeit verändert und die Kone Pure arbeitet so präzise wie am ersten Tag.

5-kone-pure-software-statistik  Hardware-Test: ROCCAT Kone Pure im Langzeittest

Übersicht der Spezifikationen

  • Pro-Aim Laser Sensor R3 mit bis zu 8200 dpi
  • 1000 Hz Polling Rate
  • 1 ms Reaktionszeit
  • 12000 fps, 10.8 Megapixel
  • 30G Beschleunigung
  • 3.8m/s (150ips)
  • 16-bit data channel
  • 1-5mm Lift off distance
  • Tracking & Distance Control Unit
  • 72MHz Turbo Core V2 32-bit Arm based MCU
  • 576kB interner Speicher
  • Zero angle snapping/prediction
  • 1.8m stoffüberzogenes USB-Kabel
  • Gewicht: ca. 90g (ohne Kabel)
  • Abmessungen: 7 x 12cm (B x L)

Features

  • VOLLJUSTIERBARER 8200DPI PRO-AIM (R3) SENSOR
    mit 41 DPI Einstellungsschritten, von 200 bis 8200
  • ROCCAT CLICK MASTER
    Switch Tech powered by Omron
  • EASY-SHIFT[+] BUTTON DUPLICATOR
    mit Easy-Aim + Easy-Wheel Funktion
  • 32-BIT TURBO CORE V2 PROCESSOR
    Ultra-schnelle Rechengeschwindigkeit
  • TRACKING & DISTANCE CONTROL UNIT
    ultimatives Tracking; minimiert den Pick-Up-Flight
  • 576 KB ON-BOARD MEMORY
    speichere 5 Game Profile inkl. Makros
  • 16,8 MILLION-COLOR LICHT-SYSTEM
    einstellbare Farben und Effekte
  • 7 MAUSTASTEN + SOLIDES 2D-SCROLLRAD
    programmierbar, voreingestellte Hauptfunktionen
  • SOFT-TOUCH OBERFLÄCHE
    höchster Komfort für lange Gaming-Sessions
  • ROCCAT TREIBER + MAKRO MANAGER
    inkl. vorgefertigter Makro Presets für Games & Apps
  • ROCCAT ACHIEVEMENTS DISPLAY
    erhebt Statistiken und vergibt Auszeichnungen

Systemanforderungen

  • Windows 32 Bit: ab Windows XP
  • Windows 64 Bit: ab Windows Vista
  • Linux
  • USB 2.0 Anschluss
  • Internetverbindung (Treiberinstallation)

FAZIT: Ein geiles Mäuschen

ROCCAT hat mit der Kone Pure eine wahnsinnig gute Arbeit abgeliefert. Trotz kleiner Kritiken, ist die Kone Pure eine echt geile Maus geworden. Stundenlanges Spielen und Arbeiten sind für die Maus absolut kein Problem und selbst Wochen später sieht sie noch aus, als wurde sie erst vor kurzem aus ihrer Verpackung geholt. Die Verarbeitung und die Präzision der Kone Pure ist nahezu perfekt geworden. Aber auch die Software macht trotz suboptimaler Lokalisierung eine extrem gute Figur und ist ein perfekter Begleiter, da diese euch die Maus individuell nach euren Wünschen einstellen lässt. Zwar ist die ROCCAT Kone Pure ein wenig kleiner und daher nicht für all so große Hände geeignet, aber dies sehe ich nicht als Kritikpunkt an. Ganz im Gegenteil: Ich begrüße diesen Schritt von ROCCAT sogar, dass auch Personen mit kleineren Händen Unterstützung im sonstigen Einheitsbrei finden. Vor dem Test dieser Maus hätte ich nie gedacht, dass mich ein solches Gerät so extrem positiv überraschen kann. Ich muss vor ROCCAT und ihrer Leistung echt den Hut ziehen. Wenn ihr ca. 66 € (Stand: 11 Mai 2013 bei Amazon) übrig habt und ihr euch eine neue Maus anschaffen müsst, holt euch unbedingt die ROCCAT Kone Pure. Ihr werdet nicht enttäuscht sein, eher bereut ihr es, wenn ihr eine andere Maus kauft und dann doch mal in den Genuss dieses Prachtstücks kommt.

Good

  • sehr gute Verarbeitung
  • extrem präzise Gaming-Maus
  • onBoard Speicher für Macros
  • programmierbare Tasten
  • üppige Software mit extrem vielen Einstellungsmöglichkeiten und Statistiken
  • Profilwechsel während dem Spielen
  • keinerlei spürbare Verzögerung

Bad

  • nicht für Linkshänder geeignet
  • nur 2D-Scrollrad
  • keine Gewichte
  • Treiber und Software nur mittels Download (keine Treiber-CD)
9

Großartig

Michael Bragg ist der Chefredakteur von games! Dein Gaming-Magazin. Er hat kein spezielles Genre, sondern zockt alles was er in seine Finger bekommen kann.

4 Comments

  1. Wie komme ich auf das gezeigte Einstell-Menü der Kone Pure Maus ?

    Reply
  2. Welches Einstell-Menü meinst du? Du musst den Treiber von Roccat herunterladen: http://www.roccat.org/de-DE/Support/Downloads/

    In den Treiber siehst du dann alle Einstellungsmöglichkeiten.

    Reply
  3. Lohnt es sich die Maus noch zu holen oder gibt es mittlerweile bessere Mäuse ?

    Reply
  4. Sollte dir eine kleinere Maus zusagen, lohnt es sich. Ansonsten würde ich eher noch zur Kone XTD raten, welche ich selber auch nutze. Sie ist noch mal einen Tacken besser.

    Reply

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