Hardware-Test: HD PVR 2 Gaming Edition in der Praxis

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Ihr wolltet schon immer euer Gameplay von der Xbox 360 oder PlayStation 3 auf eurem Rechner aufnehmen und wisst nicht, welche Hardware ihr dafür nutzen sollt? Da könnten wir euch eventuell bei der Entscheidung mit unserem Hardware-Test zur HD PVR 2 Gaming Edition aus dem Hause Hauppauge aushelfen, mit welcher ihr genau dies machen könnt. Wir haben von Hauppauge ein Exemplar erhalten und selbstverständlich die HD PVR 2 Gaming Edition in der Praxis unter die Lupe genommen und berichten euch, ob sich die Anschaffung dieses Wunderkasten lohnen würde. Vor allem klingen die versprochenen Features, wie zum Beispiel Aufnahmen in 1080p und das Pass-Through, extrem vielversprechend.

Leicht zu handhaben

Ihr denkt euch: “Pass-what…WTF?” Kein Problem und nicht verzweifeln, denn wir fangen nun erst einmal ganz von vorne an. Die HD PVR 2 Gaming Edition ist im Sommer des letzten Jahres veröffentlicht worden und wie es der Name schon vermuten lässt, bereits in der zweiten Version erhältlich. Hierbei handelt es sich um einen kleinen schwarzen Kasten, welcher die Aufnahme eurer PlayStation 3 und Xbox 360 ermöglicht. Eine Aufnahme mit dem Gerät zu starten könnte gar nicht einfacher sein. Lediglich zum Beispiel das HDMI-Kabel der Xbox 360 an der Hauppauge HD PVR 2 Gaming Edition einstecken, das USB-Kabel an den Rechner und schon kann es los gehen. Der kleine Wunderkasten hat sogar noch eine kleine Besonderheit, womit wir wieder beim Pass-Through wären.

Zusätzlich könnt ihr ein weiteres HDMI-Kabel mit dem externen Gerät und eurem Fernseher verbinden. Dabei wird das Bild ohne jegliche Verzögerung oder Qualitätsverluste an den Fernseher durchgeschleift. Anders ausgedrückt: Obwohl ihr das aktuelle Bild eurer Konsole auf eurem PC aufnimmt, könnt ihr ohne jeglichen Verlust weiterhin auf eurem großen TV zocken. Könnte doch gar nicht besser sein.

Besser geht immer! Denn solltet ihr Sorgen haben, dass ihr ständig zwischen TV und PC hin und her wechseln musst, damit ihr eure Aufnahmen Starten oder Stoppen könnt, kann ich euch ebenfalls beruhigen. Denn in der zweiten Version der HD PVR gibt es einen extra Aufnahmeknopf auf dem Aufnahmegerät, mit welchem ihr mittels Knopfdruck euer Recording beginnen und beenden dürft. Einfacher geht es wirklich nicht mehr.

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PlayStation 3 mit leichten Einschränkungen

Wie ihr bereits dem oberen Bild entnommen habt, wird die PlayStation 3 gar nicht am HDMI-Eingang der HD PVR 2 Gaming Edition angeschlossen. Bei dem Bild handelt es sich um keinen Fehler, da aufgrund des Blu-ray-Laufwerks ein Kopierschutz am HDMI-Ausgang anliegt und hierfür ein HDCP-fähiges Gerät notwendig ist. Die HD PVR 2 geht demnach bei der Aufnahme von der PlayStation 3 einen anderen Weg. Diese wird hier über den Komponenten-Eingang angeschlossen, was der PlayStation 3 einen kleinen Nachteil gegenüber der Xbox 360 bietet. Während Aufnahmen von der Xbox 360 mit maximal 1080p (Full-HD) möglich sind, liegt die maximale Aufnahmeauflösung bei der PlayStation 3 bei lediglich 1080i, wobei bei uns die Aufnahme automatisch auf 720p (HD-Ready) gesetzt wurde.

Aber mal ganz ehrlich: Das macht jetzt nicht einen so extremen Unterschied aus, wie ihr am Ende im Testvideo sehen könnt, welches von der PlayStation 3 in 720p aufgenommen wurde. Dennoch gibt es sicherlich den ein oder anderen Hardcore-Grafik-Fan, welcher dann eher für die Aufnahmen zur Xbox 360 greifen sollte.

Ansonsten ist der Ablauf wie bei der Xbox 360 identisch. Alle notwendigen Kabel anschließen, PC, PlayStation 3 und Aufnahmesoftware starten und schon kann es los gehen. Sobald die Aufnahme beginnen soll, einfach den Knopf auf der HD PVR 2 Gaming Edition drücken und schon landet alles, was ihr auf eurem TV sehen könnt, auf eurer Festplatte. Mit einem weiteren Knopfdruck wird die Aufnahme entsprechend gestoppt.

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Die Aufnahme

Für die Aufnahme des Gameplay dient die Software ArcSoft ShowBiz, die ihr zur HD PVR 2 Gaming Edition kostenlos dazu erhaltet. Die HD PVR 2 Gaming Edition gibt euch eine optische Rückmeldung, in welchem Status diese sich aktuell befindet. Ist der Wunderkasten bereits gestartet und bereit zur Aufnahme, leuchtet diese linksseitig herum dauerhaft Blau. Allerdings bedeutet dies auch, dass aktuell kein Videosignal an der HD PVR 2 ankommt. Wenn dies der Fall ist, leuchtet das externe Gerät links herum Grün. Wenn aktuell eine Aufnahme läuft, erkennt ihr dies daran, dass ein grüner Ring komplett um das Gerät verläuft. Solltet ihr aber ein blau blinkendes Licht sehen, braucht ihr nicht verzweifeln und denken, dass der kleine Wunderkasten einen Defekt hat. Ihr müsst lediglich die Treiber auf euren PC noch installieren.

Nun aber wieder zur Aufnahmesoftware ArcSoft Showbiz. Hier könnt ihr im Aufnahmemodus den entsprechenden Videoeingang auswählen (Xbox 360 = HDMI, PS3 = Component). Hierbei wird die Eingabeauflösung direkt automatisch an die Auflösung eurer Konsole angepasst.  Über Geräte- und Formateinstellung lassen sich beliebige Optionen, wie zum Beispiel die Bit-Rate anpassen. Allerdings heißt es von Hauppauge, dass bereits nach Installation der Software die bestmöglichen Einstellungen vorgenommen sind. Solltet ihr kein Voll-Profi sein, so braucht ihr absolut gar nichts mehr einstellen und könnt direkt mit eurer Aufnahme beginnen. Allerdings solltet ihr vorher kurz noch das gewünschte Aufnahmeformat auswählen, im welchem die Zieldatei auf dem Rechner gespeichert werden soll. Zur Auswahl stehen hierbei M2TS, TS und MP4. Ich hatte mich bei meiner Aufnahme für MP4 entschieden, da es ein sehr weit verbreitetes Format ist und konnte keinerlei Probleme feststellen. Theoretisch könntet ihr sogar aus dem Programm heraus die Aufnahme mittels dem Button “Aufnehmen” starten, allerdings rate ich eher den Knopf auf der HD PVR 2 Gaming Edition zu benutzen.

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Bei der Aufnahme gibt es allerdings noch einen kleinen Kritikpunkt, wobei ich selber gar nicht weiß, ob es sich hierbei um technische Schwierigkeiten handelt. Da die PVR 2 Gaming Edition über keinen Mikrofon-Eingang verfügt, könnt ihr dort auch kein Headset anschließen. Ist ja soweit eigentlich kein Problem, denn ein Headset lässt sich auch bequem am PC anschließen und von dort aufnehmen. Allerdings muss ich hierbei erwähnen, dass ihr eure Stimme während des Spielens nicht mit der Aufnahmesoftware direkt aufnehmen könnt. Hierbei habt ihr entweder die Möglichkeit, das Video im Bearbeitungsmodus nachzusprechen oder ihr verwendet eine weitere Software, mit der ihr nur eure Stimme aufnimmt. Ob das nachträgliche Aufnehmen der Stimme wirklich so sinnvoll ist, weiß ich leider nicht. Allerdings finde ich, dass die Stimme während dem Spielens anders herüber kommt, als wenn ihr das ganze noch mal in der Nachbearbeitung synchronisiert.

Im Bearbeitungsmodus von ArcSoft Showbiz könnt ihr zudem das Video noch ein wenig schneiden oder kleinere Effekte hinzufügen. Auch Textpassagen lassen sich problemlos und simple im Video unterbringen. Solltet ihr über ein Intro verfügen, so könnt ihr dieses mittels Drag & Drop vor eure Aufnahme schieben und es als gemeinsames Video abspeichern, sowie veröffentlichen.

Unter dem Reiter “Erstellen” könnt ihr das Video als eine Datei abspeichern, inklusive allen Effekten und weiteren Videos, die ihr hinzugefügt habt. Außerdem gibt es dort eine Schaltfläche, mit welcher ihr euer Video direkt auf YouTube hochladen könnt. Hierfür braucht ihr lediglich in den Softwareoptionen eure Zugangsdaten zu eurem YouTube-Kanal hinzufügen und das Video landet direkt in eurem Kanal. Allerdings solltet ihr beachten, dass das Video nicht länger als 15 Minuten sein sollte, da die Software sonst einfach alle 15 Minuten eine weitere Datei anlegt und hochlädt. Wenn ihr damit kein Problem habt, so ist dies für euch natürlich ein brauchbares Feature. Wir von games! verwenden allerdings ein kleines Intro am Anfang und am Ende der Videos, welches dann erst in einem weiteren Part sichtbar wäre. Hier müsstet ihr also einfach selber entscheiden, ob ihr dieses Feature nutzen möchtet.

Es wäre schön gewesen, wenn man mittels der Optionen die 15 Minutengrenze deaktivieren könnte, da auf YouTube inzwischen auch mehr als nur 15 minütige Videos hochgeladen werden dürfen.

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Der Lieferumfang

Die HD PVR 2 kommt in einer Gaming Edition daher. Dies bedeutet, dass der Lierferumfang “All Inclusive” ist. Anders gesagt müsst ihr kein einziges Kabel dazu kaufen, da ihr alles in einem Paket erhaltet.

Zunächst findet ihr selbstverständlich das Aufnahmegerät selbt, die HD PVR 2. Als weiteres sind uns diverse Kabel in die Hände gefallen: Das USB-Anschlusskabel für die Verbindung zum PC, ein HDMI-Kabel für den Anschluss an den TV oder Monitor und ein weiteres HDMI-Kabel, mit welchem ihr eure Xbox 360 an der HD PVR 2 anschließen könnt. Selbstverständlich fehlen auch das Netzteil der Aufnahmebox und Component-Video Kabel für die PlayStation 3 nicht. Die Kabel sind alle einzeln verpackt und scheinen eine gute Qualität zu besitzen, was sich allerdings erst mit der Zeit bestätigen dürfte.

Zusätzlich gibt es noch eine Installations-CD, auf der sich Treiber und die mitgelieferte Software befindet. Eine kleine Installationsanleitung liegt selbstverständlich ebenfalls im Karton der HD PVR 2 Gaming Edition.

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Übersicht der Spezifikationen

  • Hardware Encoder: H.264 AVCHD HD Video-Encoder, unterstützte Auflösung bis zu 1080p30 über HDMI oder 1080i über Komponenten-Video
  • Verzögerungsfreier Pass-Through: HDMI auf HDMI bis zu 1080p oder Komponenten-Video auf HDMI bis zu 1080i
  • Aufnahme-Datenrate: von 1 bis zu 14 Mbits/sec
  • Aufnahme-Format: AVCHD (.TS und .M2TS), .MP4
  • HDMI Eingang (für nicht-verschlüsselte HDMI Quellen wie z.B. Xbox® 360)
  • Komponenten-Video Eingang, mit Stereo-Audio
  • HDMI Ausgang
  • Größe: 155 mm x 155 mm x 40 mm
  • Power: 6 V / 1,6 A
  • Gewicht: 0,34 kg

Testaufnahme mit der PlayStation 3

FAZIT: Empfehlenswerter Wunderkasten

Was soll ich groß zur Hauppauge HD PVR 2 Gaming Edition sagen, außer das es ein wahrer Wunderkasten ist. Mit diesem Gerät werden die eigenen Gameplay-Videos auf extrem einfacher Art und Weise auf dem PC gespeichert. Der neue Aufnahmeknopf auf dem Gerät sorgt für einen tollen Komfort und auch die optische Rückmeldung, in welchem Zustand sich die HD PVR 2 Gaming Edition befindet, ist wundervoll. Einziger wirklicher Kritikpunkt ist die fehlende Möglichkeit, mit der Software direkt seine Stimmte mittels Mikro aufnehmen zu können. Das die PS3 nicht in 1080p aufgenommen werden kann, liegt am Kopierschutz der PlayStation selbst und da kann das Aufnahmegerät nichts für. Zudem ist es auch schade, dass die Aufnahme aufgrund einer Zeitverzögerung nicht direkt in der Aufnahmesoftware gespielt werden kann. Allerdings ist dies noch zu verschmerzen.

Ansonsten bietet die HD PVR 2 Gaming Edition von Hauppauge alles, was man benötigt. Es muss kein weiteres Geld investiert werden und ihr könnt nach der Installation und den Anschluss der Geräte direkt loslegen. Auch die Möglichkeit für den direkten YouTube-Upload ist für viele Benutzer sehr praktisch! Wir hatten mit dem Aufnahmegerät keine wirklichen Probleme gehabt und alles lief wie am Schnürchen. Wer für die Aufnahmen in absoluter Top-Qualität bereit ist, den aktuellen Preis von 150,56 € (Stand 10. März 2013 – Amazon.de) hinzublättern, sollte nicht länger warten und sofort zugreifen!

Wir können die Hauppauge HD PVR 2 Gaming Edition nur empfehlen. So begeistert wie wir sind, haben wir gar keine andere Wahl, als eine absolute Kaufempfehlung auszusprechen!

Good

  • Aufnahmen bis zu 1080p (Xbox 360)
  • Aufnahmebild ohne Verlust der Qualität auf TV darstellen
  • extrem leicht zu Handhaben
  • Starten und stoppen der Aufnahme mittels Knopfdruck
  • Gerät zeigt durch gut erkennbarer Farbdarstellung aktuellen Status
  • Viele Einstellungsmöglichkeiten für die Aufnahme
  • Software mit Videoschnitt und nach Wahl direkter YouTube-Upload
  • Umfangreicher Lieferumfang - All Inclusive

Bad

  • Aufnahme nur am TV spielen, da direkte Darstellung in der Software zeitverzögert ist
  • Kein Eingang für das Mikro
8.5

Sehr gut

Michael Bragg ist der Chefredakteur von games! Dein Gaming-Magazin. Er hat kein spezielles Genre, sondern zockt alles was er in seine Finger bekommen kann.

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