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Hard Reset Redux Review

Flying Wild Hog scheint Neuauflagen zu mögen: Schon zum zweiten Mal bringen sie mit Gambitious ihren Erstling Hard Reset als Redux Version mit neuen Inhalten zurück. Was ist neu im Vergleich zur Extended Edition und lohnt es sich nach all den Jahren noch? Lest unser Review!

 

Gun Runner

In der fernen Zukunft des 25. Jahrhunderts leben die Menschen in riesigen, abgeriegelten Städten um sich vor den Robotern zu schützen, die weite Teile des Ödlands außerhalb der Mauern kontrollieren. Zum Schutz aller wurden die Polizeifunktionen in einer Organisation namens CLN zusammengelegt. Einer ihrer Agenten, Mjr. Fletcher, gerät bei seinen Ermittlungen wegen einer Mordserie an eine Gruppe von Robotern, die anscheinend von Dr. Percival Novak angeführt werden, einem Wissenschaftler, der einst in Ungnade verfiel.

All das bekommt man vor allem durch die Zwischensequenzen vermittelt, die im animierten Comicstil gehalten und komplett vertont sind. Eine ungewöhnliche, aber interessante Idee, die an digitale Grafiknovellen wie die zu Metal Gear Solid erinnert. Leider ergibt sich dabei ein kleines Problem, denn die Geschichte im Spiel wird wenig bis gar nicht erläutert. Dadurch wirkt sie sonderbar vom Rest des Spieles getrennt. Was schade ist, denn die dystopische Zukunft im Cyberpunk-Stil erinnert an Klassiker des Science Fiction-Genres wie Blade Runner oder Das fünfte Element und hätte Potenzial gehabt sie weiter auszubauen, wenn die Charaktere etwas besser geworden wären. Doch bleiben außer Fletcher und Novak alle anderen ohne echte Eigenschaften.

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Zwei Waffen – moment…

So nebensächlich die Geschichte auch sein mag: Am Spiel selbst ändert das nichts, denn Hard Reset Redux ist schnell und fordernd. Zur Verteidigung hat Fletcher zwei Waffen, die er auch von Anfang an bei sich trägt. Doch was auf den ersten Blick ziemlich mickrig klingt, entpuppt sich als Clou: Beide Waffen verfügen nämlich über jeweils fünf verschiedene Feuermodi, die man ausbauen und aufrüsten kann, je nach dem eigenen Spielstil. Vom einfachen Maschinengewehr über einen Raketenwerfer bis zur Rail- und Smartgun ist für jeden etwas dabei. Updatestationen geben für fast jede Waffe auch eine Zweitfunktion, mit denen man Gegner lähmen oder stärker heranzoomen kann. Darüber hinaus erwarten den Spieler Upgrades für andere Systeme wie einen Radar, verstärkte Fähigkeiten bei wenig Leben sowie Aufrüstungen für Schilde, Munition oder Lebenspunkte.

Gegen die fast ausschließlich mechanischen Gegner muss man auch sein ganzes Arsenal einsetzen, denn verschiedene Gegnertypen sind für einige Waffen anfälliger als für andere. Neu in der Redux-Version ist ein Cyberkatana, eine Nahkampfwaffe, welche Flying Wild Hogs anderer Spielereihe nachempfunden ist, die in den kommenden Monaten eine Fortsetzung erhält. Leider ist diese Waffe nicht ganz so effektiv einsetzbar wie man erwarten sollte, denn Hard Reset war eigentlich nie für Nahkampf gedacht. Viel mehr wird vom Spiel geradezu ermutigt, sich seiner Gegner mit Hilfe der Umgebung zu entledigen. Explodierende Fässer, Stromaggregate. Autos, Automaten, Gasleitungen…nahezu jedes Objekt ist zerstörbar und richtet Schaden an allen Gegnern in der nahen Umgebung an. Oftmals ist diese Methode sogar weitaus effektiver als direkt gegen Gegner zu kämpfen, aber man sollte dabei seine Distanz waren. Denn trotz des regenerierenden Schildes nimmt man sonst einfach zu viel Schaden, besonders in höheren Schwierigkeitsgraden. Sehr viel nützlicher hingegen ist der neue Schnellansturm, der Fletcher bessere Möglichkeiten zum Ausweichen gibt und immens nützlich ist, weil er auch seitwärts ausgeführt werden kann. Ebenfalls neu: Cyborgs sind eine komplett neue Gegnerart, denen man in den Levels oft auch in Gruppen über den Weg läuft. Damit einher ging auch, dass man sehr viele Gegnerpositionen abänderte, um den Spieler besser mit ihnen vertraut zu machen.

Hard Reset Redux enthält sowohl die Hauptkampagne als auch die in der Extended Edition einst hinzugefügte Exile-Kampagne, die kurz nach den Ereignissen des Hauptspiels ansetzt. Etwa 6 Stunden sollte man für alles einplanen, inklusive einiger größerer Bosskämpfe. Für Wiederspielwert sorgen ein paar gut versteckte Geheimnisse, bei denen man ein wenig außerhalb der üblichen Norm denken muss um sie zu finden.

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Schattenkrieger

Grafisch basiert Hard Reset Redux nach wie vor auf Flying Wild Hogs eigener Grafikengine, der Roadhog Engine, die auch im kommenden Shadow Warrior 2 zum Einsatz kommen wird. Allerdings sind mir Berichte zu Ohren gekommen, dass man aufgrund des Konsolenports wohl ein paar Grafikeffekte unter den Tisch hat fallen lassen. Ein wenig störend sind die vielen Blitzeffekte, die beim Einsatz der zweiten Waffe entstehen. Zwar habe ich selbst keine Probleme gehabt, aber für Leute, die auf Lichteffekte sensitiv reagieren, sollte man vielleicht etwas Rücksicht nehmen.

Auf Musik muss man außerhalb des Kampfes größtenteils verzichten, was aber verschmerzbar ist, da der Soundtrack allein nicht wirklich hervor sticht. Immerhin sorgt die restliche Tonkulisse für eine gute Atmosphäre. Auch die Steuerung geht gut von der Hand, mit einer Ausnahme: Das Mausrad kann von Haus aus nicht zum Waffenwechseln benutzt werden, was an der Zwei Waffen/Fünf Modi Mechanik liegen kann. Ärgerlich ist es anfangs trotzdem, auch wenn man sich schnell daran gewöhnt.

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FAZIT: Bessere Neuauflage eines ohnehin schon guten Spiels

Getestet wurde die PC-Version. Hard Reset Redux ist außerdem verfügbar auf PS4 und Xbox One.

Summary
Hard Reset hat seit seiner Veröffentlichung bereits versucht, an das Old-School Shooter Genre anzuschließen. Es nimmt sich dabei zahlreiche Vorbilder zu Herzen wie Painkiller: Hell & Damnation, Serious Sam, Quake u.a. und drückt ihnen seinen eigenen Cyberpunk-Stempel auf. Doch erst diese Neuauflage schafft diesen Schritt. Mit einigen cleveren neuen Funktionen wird Hard Reset in der Redux-Version erst zu einem richtig guten Titel, der sich hinter seinen Vorbildern nicht verstecken muss.
Good
  • Schnelle Action
  • Waffenvariation sorgt für Laune
  • Gute, sinnvolle Neuerungen
Bad
  • Belanglose Story
  • Etwas eintönige Präsentation
8
Sehr gut
Written by
Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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