Halo Wars 2 Preview

PC Xbox One
   

Im Februar erscheint die Fortsetzung zu dem Strategie-Spiel um die bekannten Weltraumringe. Ob „Halo Wars 2“ bereits jetzt überzeugen kann, könnt ihr hier lesen!

In der Beta von „Halo Wars 2“, welche vom 20. Januar bis zum 30. Januar für Xbox One – und PC-Spieler verfügbar war, war lediglich der neue „Blitz-Modus“ spielbar. Bereits im Voraus haben die Entwickler von 343 Industries und Creative Asembly große Töne gesprochen: Man versuche sich hier an „eine Revolution des Strategiegenre“. Ob das wohl funktionieren kann?

Der „Blitz-Modus“

Diese Frage werde ich jetzt noch nicht endgültig beantworten, da wir erst auf die fertige Fassung warten müssen. Doch einen ersten Eindruck konnte ich mir schon bilden. Der „Blitz-Modus“ lässt sich am besten mit dem mobilen Spiel „Clash Royal“ von Supercell vergleichen. Vor Beginn der Partie erstellen wir ein Deck aus Karten zusammen, welche aus Einheiten und Spezialfähigkeiten bestehen können.

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Haben wir unser Deck zusammengestellt können wir uns in ein Spiel stürzen. In der Beta-Phase war nur die Karte „Proving Grounds“ verfügbar. Auf dieser gibt es drei Areale, die wir einnehmen müssen. Haben wir ein Areal mehr als unser Feind im Besitz, machen wir Punkte. Derjenige, welcher als erstes 200 Punkte erzielt, gewinnt das Spiel. Jeder Spieler startet dabei mit drei festen Einheiten.

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Wollen wir mehr Einheiten, müssen wir eine der vier Karten spielen. die sich auf unsere Hand befinden. Dies kostet uns Energie, welche sich aber nach und nach wieder auffüllt. Zudem werden noch Energiecontainer auf der Karte verteilt, welche unsere Regeneration der Energie erhöhen. Multitasking ist hier also schon mal gefragt. Die Einheiten folgen einem einfachen Schere-Stein-Papier-Prinzip. Was wiederum bedeutet, dass jede Einheit über Stärken und Schwächen verfügt, welche wir allerdings beim Zusammenstellen des Decks einsehen können. Die Auswahl an Einheiten ist überschaubar, jedoch gibt es auch welche mit Vorteilen. So kann eine Einheit beim Tod noch eine Explosion auslösen, um gegnerische Truppen mit ins Grab zu nehmen.

Einheiten können wir in unsere Heimatbasis oder einfach auf das Schlachtfeld rufen. Entscheiden wir uns für Letzteres, haben diese acht Sekunden lang nur die Hälfte an Lebenspunkten und verteilen nur halb so viel Schaden. Das ist eine ganz nette Idee und sorgt für ein wenig mehr Tiefgang. Die Partien sind relativ schnell vorbei, ein Match dauert selten länger als 15 Minuten. Wir können auch im zweier oder dreier Team antreten, wodurch eine große Note Chaos hinzugefügt wird.

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Die Steuerung

Die Bedingung mit Maus und Tastatur fällt leider nicht so angenehm aus, wie erwartet. Einzelne oder alle Einheiten lassen sich nur umgänglich auswählen, es gibt im „Blitz-Modus“ auf dem PC kein Mikromanagement und vor allem Luftschläge brauchen schon drei Klicks zum Auslösen. Da ich in meiner Vergangenheit viel „Stracraft 2“ gespielt habe, fühlte sich „Halo Wars 2“ geradezu schwammig an. Ebenso lassen sich in den Einstellungen bisher keine eigenen Tasten belegen und ein Zoom fehlt komplett. Stattdessen haben wir eine feste Zoom-Perspektive, welche sich zwar vor dem Spiel einstellen lässt, aber leider nicht während der Partien.

Mit dem Controller ist die Steuerung etwas gewöhnungsbedürftig. Dies liegt vor allem an der Mehrfachbelegung der Tasten. Während des kurzen Tutorials werden einen nur die wichtigsten Grundlagen beigebracht, obwohl man zum Beispiel auch Truppen eine Richtung des Steuerkreuzes zuweisen kann. Ich bin mir ziemlich sicher, das ein ausführlicheres Tutorial mit der Vollversion kommen wird und sich dann viele Probleme legen werden. Im „Blitz Modus“ auf dem PC gibt es jedoch keine Chat-Funktion oder eine andere Möglichkeit mit unseren Teamkameraden zu kommunizieren, auf der Konsole können wir wenigstens einen Ping an unsere Teamkameraden senden.

Das Balancing

Aktuell ist das Spiel zudem noch ein wenig unbalanciert, vor allem mit Artillerie lassen sich die Areale zu gut verteidigen. Für eine Beta ist dies aber vertretbar. Doch es gibt leider ein größeres Balancing Problem. Hat ein Spieler erstmals die Oberhand, ist es unfassbar schwer ihn zu besiegen. Ein Spiel ist meistens nach den ersten Spielminuten bereits entschieden, was den Spielspaß stark mindert. Auch kam es häufig vor, das ein Spieler in einen Teamspiel das Match verlässt und somit der zurückgelassen Spieler keine Chance mehr hat. Dieser sollte dann wenigstens das doppelte an Energie erhalten, dem ist aber nicht so.

Die große Gefahr

Alles in Allem macht der „Blitz Modus“ mit seinen kurzen Runden Spaß. Ob dieser auf Dauer überzeugen kann, mag ich jetzt noch nicht sagen. Vor allem bleibt immer ein ganz negativer Gedanke im Hinterkopf stecken: Die Microtransaktionen. Wir erhalten bereits jetzt tägliche und wöchentliche Aufgaben, mit denen wir neue Karten erhalten. Es ist aber sehr offensichtlich, dass wir uns auch mit Echtgeld neue Kartenpackungen kaufen können. Ich hoffe einfach, dass dies nicht dem Balancing entgegenkommt. Bei Halo 5 hat dieses bereits nicht sehr gut funktioniert. Jedoch sorgten die Microtransaktionen auch dafür, dass das Spiel bis heute noch unterstützt und um weitere Inhalte bereichert wird.

Ausblick

Eine Revolution des Strategie-Genre erwarte ich nach der Beta ganz sicher nicht. Dafür könnte „Blitz“ aber eine ganz angenehme Alternative zu dem Standard-Modus bilden und vor allem durch seine kurzen Partien überzeugen. Trotzdem muss noch an einigen Stellen gearbeitet werden: Die Steuerung, das Balancing und die Microstransaktionen dürfen das Spielgeschehen nicht negativ beeinflussen. Wenn das Entwicklerteam noch ein paar Verbesserungen übernimmt, kann „Blitz“ vielleicht auch auf einen längeren Zeitraum Spaß machen.

Halo Wars 2 erscheint am 21. Februar für Xbox One und Windows 10

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