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Gladiators Online im Test

Jetzt kann man auch auf Steam seine eigene Gladiatorenschule betreiben. Dorado Games möchte Brot und Spiele betreiben, an denen jeder teilnehmen kann. Möchte man das auch? Unser Test zu Gladiators Online!

 

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Ich bin nicht Spartakus

Eine wirkliche Geschichte sucht man vergebens. Angesiedelt ist Gladiators Online in der frühen Kaiserzeit Roms, wo man zur Feier und zur Belustigung des Volkes Gladiatorenspiele veranstaltet, in denen sich ausgebildete Sklaven gegenseitig die Köpfe einschlagen. Man selbst betreibt eine Schule, in der Gladiatoren ausgebildet werden und muss seine Männer an die Spitze des Imperiums bringen. Dazu müssen sie trainiert, gepflegt und ausgebildet werden. Zu Beginn des Spiels wählt man den Namen seiner Schule, den Standort und sein Wappen. Leider hat das auf die Arena in der man kämpft keinerlei Einwirkungen. Trotz Schauplätzen über das ganze Reich verteilt, kämpft man immer in der selben Arena.

Auf dem Sklavenmarkt kauft man zunächst einen fähigen Mann und rüstet ihn aus. Danach kann man theoretisch direkt beginnen, sich in der Arena einen Namen zu machen. Doch das Kampfsystem selbst lässt doch sehr zu wünschen übrig. Eigentlich sollte man froh sein, dass es überhaupt Interaktivität gibt, doch der Ablauf ist merkwürdig schlicht und oftmals nicht nachvollziehbar. Man hat eine defensive Haltung, die aber immer wieder versagen kann, egal ob man sie rechtzeitig einnimmt oder nicht. Dazu kommen verschiedene Fähigkeiten, die man einsetzen kann, wenn man über genug Virtus verfügt, was in Gladiators Online die Art von Energie ist. Wirkungsvoll sind sie aber meist nicht – und am Ende ist der Sieger meistens derjenige, der am besten seine Ausdauer unter Kontrolle und den besten Rhythmus hat.

 

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Tabellenkalkulator

Womit wir beim richtig nervigen Teil von Gladiators Online wären: Dem Verwalten seiner Schule. Denn das Promomaterial lässt das Spiel interessanter erscheinen als es eigentlich ist. 85% seiner Zeit verbringt man nämlich in schnöden Menüs und schickt seine Gladiatoren zur Heilung oder zum Training. Heilen muss man nicht nur Wunden, sondern auch Ausdauer und Moral. Und alles kostet Zeit – und je nach Level sogar sehr viel davon. Zwar mag das für ein F2P-Spiel auf Smartphones funktionieren, aber nicht in einer PC-Version auf Steam. Selbst wenn man sich ein Premiumpaket kauft, hat man viel Zeit verschleudert und noch dazu jede Menge Silberdenari. Silberdenari sind die normale Währung im Spiel und kann über Kämpfe verdient werden. Dazu kommen Goldaurei, die man nur über Mikrotransaktionen kriegen kann.

Es sollte nicht extra erwähnt werden, dass Goldaurei einem jede Menge Vorteile bringen. So kann man sich damit spezielle Betreuer kaufen, die die Wartezeit praktisch jeder Behandlung drastisch verringern oder Trailer, die einen Gladiator schneller Fähigkeiten lernen lassen. Und sogar Premium-Gladiatoren gibt es – die einfach mal so nicht sterben können. Sollten sie in der Arena doch zu Tode kommen werden sie durch einen neuen ersetzt. Ganz anders im Vergleich zu normalen Gladiatoren, die dann permanent weg sind und komplett ersetzt werden müssen.

Noch dazu kommt, dass Gladiators Online auch ein wenig psychologisch wird, um Leute zum Geld ausgeben zu animieren. Der Knopf zum Gold kaufen ist der einzige im Spiel, der mit einer glitzernden Animation daher kommt. Außerdem kann man sich Extras verdienen, wenn man Freunde für das Spiel wirbt. Und natürlich die schon angesprochenen langen Wartezeiten, die selbst dann noch einem auf den Zeiger gehen, wenn man Geld ausgegeben hat.

 

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FAZIT: Vergiss Rom

Summary
Gladiators Online ist eine extrem dumpfe Umsetzung einer eigentlich ganz guten Idee. Doch die vielen F2P-Elemente, gepaart mit einer teilweise sehr lieblosen Umsetzung nehmen einem den ganzen potentiellen Spaß. Bestenfalls eine halbe Stunde hat man ein wenig Spaß daran, bis man die äußerst simplen Ideen dahinter durchschaut hat.
Good
  • Nette Idee...
Bad
  • ...lieblos umgesetzt
  • Langweilige Präsentation
  • Wenig Tiefe
  • Zu viele Free-To-Play Elemente
  • Deutliche Vorteile für zahlende Kunden
2
Schlecht
Written by
Redakteur, Gamer und Filmliebhaber. Mag Indie-Spiele, die PS Vita und Indie-Spiele auf der PS Vita.

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