gamescom 2018: Metro: Exodus – Eines unserer Highlights der diesjährigen gamescom

gamescom 2018: Metro: Exodus – Eines unserer Highlights der diesjährigen gamescom

Metro: Exodus gehörte mit Abstand zu den wenigen Spielen der gamescom2018, auf die ich mich riesig gefreut habe und die mir mächtig Spaß gemacht und in keinster Weise einen faden Beigeschmack zurückgelassen haben, ganz im Gegenteil! Lest hier meinen kleinen Reisebericht durch die Tundra Russlands in der Rolle des Stalkers Artjom.

Metro Exodus - gamescom 2018 Trailer

Unser russischer Freund im Schutzanzug, Gasmaske und zusammengefriemelten Sturmgewehr ist auch im dritten Teil der Spielereihe wieder Dreh – und Angelpunkt der Geschichte. Anders als in den beiden Vorgängern verschlägt es Artjom aus der Metro heraus, hinein ins Moskauer Umland und weiter. Wer den dritten Band der Buchreihe, Metro: 2035, gelesen hat der ist mit den Ereignissen die unseren Protagonisten aus der Moskauer Metro hinaus bewegen bestens vertraut. Allen anderen sei kurz erklärt, dass noch andere Menschen ausserhalb von Moskau den Atomkrieg überlebt haben und Artjom die Hauptstadt verlassen und sich auf den Weg gemacht hat, jene Überlebenden zu finden.

In der Demo starteten wir unter der Wasseroberfläche und sind nahe des ertrinkens, als uns eine rettende Hand zurück an Land zieht. Olga heisst die nette Frau die uns zurück ins Leben holt, eine Waffe gibt und uns in Richtung eines kleinen Dorfes schickt. So machen wir also unsere ersten Schritte, in der völlig neuen Spielwelt, die einfach wunderschön designt ist. Doch zum Sightseeing bleibt hier nur wenig Zeit. Spätestens als der erste Armbrustbolzen neben uns in ein Torbogen einschlägt wird klar, in diesem Dorf sind wir nicht willkommen. In der hiesigen Außenwelt herrscht, wie auch in der Metro, das Recht der Stärkeren und mit ungebetenen Gästen wird kurzer Prozess gemacht. Wir ballern also uns wie gewohnt durch die ersten Gegnerscharen, nutzen unsere Umgebung als Deckung und durchsuchen die nahstehenden und vom Zahn der Zeit abgenagten Häuser nach nützlichem Krimskrams und natürlich Munition. So durchstreifen wir die offene Spielwelt und eines ist von Anfang an klar, auch der dritte Teil der Serie bietet eine packende und dichte Atmosphäre, die der der Vorgänger in nichts nachsteht. Metro fühlt sich noch immer wie ein typisches Metro Spiel an, sei es nun die beklemmende Stimmung innerhalb der Spielwelt oder das kaum veränderte Gameplay. Erst kürzlich habe ich die beiden Vorgänger noch einmal durchgespielt und in Exodus habe ich mich sofort wohl gefühlt. Alles ist so wie man es von einem Metro Spiel erwartet.

Nachdem ich das erste Dorf gesäubert und die Umgebung weiter erforscht habe, senkt sich langsam die Sonne gen Horizont und der Tag geht in die Nacht über. Noch einmal bekommt die Atmosphäre einen gewaltigen Schub und die Stimmung ist ab nun noch beklemmender als ohnehin schon, als wir uns durch das nächste Lager schlagen welches voll von Gegnern ist, die mit Molotov-Cocktails um sich werfen. Nach kurzer Zeit steht das halbe Lager in Flammen, Gegner brennen, wir brennen auch ein bisschen und meine Munition geht allmählich zur Neige.

Wir entledigen uns der restlichen Widersacher und suchen überall soviel Munition zusammen wie möglich, bevor wir uns zum nahegelegenen Friedhof begeben. Leichte Nebelschwaden ziehen zwischen den Grabsteinen hindurch, kleine Fackeln ringsum leuchten uns den Weg und eine Krähe irgendwo im Geäst der Bäume krächzt uns entgegen, wohl wissend was uns als bald erwarten wird. Der riesige Durchgang am Ende des Weges ist von dicken Brettern und sonstigem Schutt versperrt und als ich mich ihm nähere, bricht krachend ein riesiger sibirischer Bär, der ein wenig zu viel Strahlung abbekommen zu haben scheint, durchs morsche Holz und walzt mich brüllend nieder.

Nachdem ich mich wieder aufgerappelt habe beginnt ein Kampf der sich gewaschen hat. Von den Pranken des Bärs sollten man sich besser nicht treffen lassen und so gehe ich auf Abstand und jage Meister Petz so viel Blei in den Leib wie nur irgend möglich. Doch dem scheint das nur wenig auszumachen und jagt mich über den gesamten Friedhof und zerschmettert dabei alles was in seinem Weg steht und meine Munition ist schon bald restlos aufgebraucht. Mein letztes Mittel ist der Molotov-Cocktail den ich bei mir trage. Ein gezielter Wurf und der Bär geht brüllend in Flammen auf. Meine letzten Armbrustbolzen finden ihr Ziel im Kopf des Bären und dann…Ende. Der Bildschirm wird schwarz, das Metro: Exodus Logo wird angezeigt. Meine Spielzeit ist um und ich ziehe ein langes Gesicht. Ich wollte doch noch weiterspielen, wollte sehen was weiter geschieht, wollte weiter mit Artjom durch die Tundra Russlands streifen. Wollte mehr erleben, wollte mehr von Metro: Exodus.

Ich sind mächtig beeindruckt von dem was 4A Games hier wieder einmal entwickelt hat und wie sie es auch im dritten Spiel wieder schaffen, die selbe packende Atmosphäre und beklemmende Stimmung zu erzeugen, die ich schon in den Vorgängern so gemocht habe. Ich denke es ist nicht übertrieben, wenn ich jetzt schon sage das uns hier ein packendes Actionschwergewicht ins Haus steht, welches durchaus das Potential zum Spiel des Jahres hat. Auch technisch drehen die Entwickler ordentlich an der Schraube, denn Metro: Exodus nutzt wie einige andere neue Spiele, die neue Raytracing Technologie, die Besitzer einer neuen NVidia RTX Grafikkarte genießen dürfen. Damit werden Licht-Schatten- und Reflexionseffekte noch authentischer und eindrucksvoller. Aber auch ohne Raytracing, ist das Spiel ein optischer Leckerbissen und dürfte Grafikenthusiasten glücklich machen.

Bis zum Release müssen wir uns aber noch ein wenig gedulden. Dieser ist nämlich erst am 22. Februar 2019. Dann erscheint Metro: Exodus für PC, Playstation 4 und Xbox One.

Mehr zum Spiel, findet ihr unter: www.metrothegame.com

Shooter-Urgestein, Let´s Player und Twitch-Streamer, Abgedreht und doch freundlich

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