gamescom 2017 – Warhammer 40.000: Inquisitor-Martyr: Anspiel-Preview

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Auf der gamescom 2017 schlüpften wir in die Rolle eines mächtigen Inquisitors, um die Feinde des Imperiums zu zermalmen. Erfahrt, was wir daraus mitgenommen haben.

„I came here to purge the Unclean“ getreu dieses Mottos gehen die Inquisitoren in Neocore Games neuen Diablo ähnlichen Action-RPG ihrer Arbeit nach, damit die treuen Bürger des Imperiums etwas ruhiger schlafen können. (Außer sie entscheiden sich gerade dazu, deren Heimatwelt mit einem Exterminatus einzuebenen.) Seit einiger Weile arbeitet das Entwicklerteam, das bereits die Van Helsing-Spiele schuf, zusammen mit einer treuen Fanbase an seinem Warhammer 40.000-ARPG. Dieses Jahr führte das Studio uns einen fortgeschrittenen Build vor, der im Zeichen der am 31. August beginnenden Early Access-Phase steht. Bevor wir uns in den spielbaren Build stürzten, verpassten uns die anwesenden Mitarbeiter von Neocore Games erst einmal einen groben Überblick über ihr Spiel und natürlich die Inquisitoren, die gemeinhin als die mächtigsten Agenten des Imperiums der Menschen gelten, wie der Lead Story Writer von Neocore Games den Anwesenden erklärte.

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Zu Beginn der Story requisiert der spielereigene Inquisitor ein Schiff von einer augenscheinlich vom Pech verfolgten Kapitänin des Imperiums. Das ist so eine Inquisitorensache, da diese quasi alles beschlagnahmen und herumkommandieren können, was ihnen in den Sinn kommt. Das somit erlangte Schiff dient im Verlauf des Spiels als Hauptquartier, indem man sich das nächste Ziel im offenen Sektor sucht, Kampfdrogen bei einem NPC craftet, mit Händlern handelt, seinen Loot verwaltet und so weiter. Ergo beschafft sich der Inquisitor auf diese Weise seine eigene mobile Stadt, in der man alles so machen kann, was das Action RPG-Herz begehrt. Natürlich ist Inquisitor nicht gleich Inquisitor. Jeder Inquisitor hat einen eigenen Hintergrund, der ihn beim Erlangen seiner Position begleitet hat, derzeit gibt es von diesen Quasi-Klassen drei: Ein Inquisitor von Inquisitor-Martyr ist entweder ein Crusader, Assassine oder Psioniker. Darüber hinaus lassen sich diese Ausgangspunkte mit einem aktiven und passiven Skillbaum ausbauen. Beide sollen groß und verzweigt sein, allerdings haben wir sie nicht zu Gesicht bekommen.

Auf jeden Fall soll man jede der Hintergründe in verschiedenen Rollen spielen können, was uns dadurch nähergelegt wurde, dass der spielbare Build über verschiedene Presets jeder „Klasse“ verfügte. So konnte man eine Assassine mit Scharfschützengewehr und Shotgun oder beispielsweise eine mit einem Sturmgewehr ausgerüstete spielen. Okay, soweit so unspektakulär, immerhin verfügt quasi jedes Action-RPG über Klassen. Richtig interessant wird es, wenn man sich den Scope von Wh 40k: Inquisitor vor Augen führt: Der Spielplatz des eigenen Inquisitors umfasst der gesamte Caligari Sektor, was das Spiel zu einem echten und auch noch großen Sandbox Open World Action-RPG werden lässt. Die Missionen und Objectives für die einzelnen Point of Interests auf den unterschiedlichen Welten der Subsektoren von Caligari werden zufällig ausgewählt. Die dabei zustande kommenden Level werden wiederum zufällig bestimmt, folgen hierbei jedoch einem dreistufigen Set von Layern.

Der Unterste wird vom Setting des Levels bestimmt: Hier entscheidet sich beispielsweise, ob das Level ein imperiales inneres oder ein imperiales äußeres Areal abdeckt. Je nach einem solchen Setting steht dem darunter liegenden Algorithmus eine Auswahl von Tiles zum Zusammenbauen des Levels offen. Darauf setzt sich auf was für einem Typ Welt das Level angesiedelt ist, handelt es sich zum Beispiel um eine Bergbauwelt wird das Spiel allerlei Bergbau-typische Props im Level platzieren. Schließlich fügt das dritte Layer zusätzliche Bedingungen wie Wetter, Jahreszeiten und Lichtstimmung zum Level hinzu. Im Verlauf dieses Zusammenbauens wandern ebenso die Gegner ins Level, die prinzipiell immer einer Fraktion angehören und wieder zufällig generiert werden. In der Demo konnte ich Nurgle Dämonen, Chaos Space Marines und Imperiale Rebellen erhaschen. Der Schwierigkeitsgrad jedes Levels wird vorab ausgezeichnet. Momentan plant Neocore Games die Level nicht mit den Spielern mitskalieren zu lassen, wird sich aber ansehen, ob dies für den Koop nötig werden könnte. Auch beim Kampfsystem geht Neocore über das gewohnte Einerlei hinaus, davon abgesehen, dass Wh 40k: Inquisitor viel auf Schusswaffen setzt, die auch nachgeladen werden müssen, bietet es außerdem ein Deckungssystem und die zerstörbare Umgebung der Levels lässt sich zu einem Tötungswerkzeug umfunktionieren. Auf diese Weise lassen sich an Säulen herumlungernde Gegner rigeros mit diesen Zerquetschen, sobald der Spieler sie zerstört. Des Weiteren lässt sich die Kamera während der Gefechte drehen.

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Anders als Grim Dawn legt Wh 40k: Inquisitor viel Wert auf Koop. Alle Missionen auf der Sternenkarte, außer die der Story-Kampagne, lassen sich mit bis zu 4 Spielern zusammenspielen. Beginnt man das Spiel, müsse der Spieler zunächst einmal die Anfangsmission spielen, so dass diese einem die Sternenkarte öffnen kann. Danach steht ihm die Sternenkarte mit ihren Subsektoren offen. Apropos Story, Wh 40k: Inquisitor ist in den aktuellen Geschehnissen der 8. Edition von Warhammer 40.000 angesiedelt, bekommt von diesen aber nicht wirklich alles mit, da der Calligari Sektor vom Rest des Imperiums abgeschnitten ist. Um die Kontinuität der Marke nicht zu verletzen, wird es zunächst auch keine Schlüsselcharaktere des Universums im Spiel geben. Dies hebt sich der Entwickler für später auf, sofern sie dann sichergestellt haben, dass deren Auftreten nichts kaputt macht.

Neben der Kampagne und der Open World umfasst das Action RPG zusätzlich einen PvP-Modus, in dem bisher in experimentellen Modis 1gg1, 2gg2 und 4gg4 möglich sind. Eine weitere Variante des indirekten PvP in Form der Inquisitor Fortress wurde zu Gunsten dieses direkten PvP nach hinten verschoben. Um das Finden und Zusammenspielen in den unterschiedlichen Spielbereichen zu erleichtern, wird es Inquisitor Kabals geben, quasi Clans oder Gilden. Nach dem Release von Warhammer 40.000: Inquisitor – Martyr soll noch lange nicht Schluss sein: Neocore Games verspricht früher oder später sämtliche Feindfraktionen des Imperiums von Grünhäuten, über die Dark Eldar bis hin zu Dienern aller Chaosgötter mit ihren Seasons-Updates einzuführen. Jede dieser komplett kostenlosen Seasons wird sich auf eine Thematik oder Gegnerfraktion fokussieren und gleichzeitig neue Waffen und Storyabschnitte einführen. Des Weiteren sollen diese Seasons großen Einfluss auf die Handlung des Caligari Sektors haben und die Inquisitoren vor Entscheidungen stellen, die das Schicksal des Sektors spürbar verändern. Ein Clou des Aufbaus von Wh 40k: Inquisitor unterstützt dieses Vorhaben: Alle neuen Inhalte werden rückwirkend, den gesamten Sektor bevölkern, weshalb jeder Spieler, ob fortgeschritten oder gerade erst mit dem Spiel begonnen, etwas von den Content-Updates haben wird.

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Anspiel-Erfahrung

Nach der Präsentation der Entwickler durfte ich selbst an einen Preview-Build Hand anlegen und stürzte mich ins Gefecht. Dabei viel mir auf, dass sich die Inquisitoren je nach Ausrüstung und Klasse schwerfälliger spielen. Die Assassinen sind leichtfüßig und flink, Crusader hingegen stapfen träge durch die Level und sind nicht in der Lage schnell Distanz zwischen sich und ihre Gegner zu bringen. Insgesamt geizt das Action RPG nicht gerade mit Gegnern und scheint ebenfalls nicht besonders einfach zu sein. Es bereitet ordentlich Spielspaß die Gegner des Imperiums mit den Waffen und Fähigkeiten niederzumähen, wenn auch der optische Unterschied der verschiedenen Fernkampffähigkeiten teilweise nicht besonders hoch war. Leider konnte ich noch keinen Blick auf das Inventar von Wh 40k: Inquisitor werfen, da dieses deaktiviert worden war. Ergo blieb der gesamte Lootteil für mich noch verschlossen, womit ein sehr wichtiger Teil des Spiels noch vor mir verborgen blieb. Dafür hat mich die Grafik wirklich beeindruckt: Die selbstentwickelte Engine von Warhammer 40.000: Inquisitor – Martyr lässt die Konkurrenz aus Diablo 3, Path of Exile und Grim Dawn weit hinter sich. Leider war der Sound an meiner Anspielstation etwas buggy, am in der Booth hängenen großen Screen konnte ich dennoch herausfinden, dass das Spiel mit wirklich wuchtigen Sounds daherkommt, die das dunkle Setting unterstreichen. Einen tiefen Einblick in das Spiel ermöglichte mir die kurze und beschränkte Anspielphase leider nicht, dennoch wirkte es vielversprechend und hat wirklich Potenzial.

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Ausblick

Warhammer 40.000: Inquisitor – Martyr hat gutes Potenzial sich gegen die Genre-Riesen zu behaupten: Dabei werden ihm seine Sandboxnatur, seine tolle Marke, das beeindruckende Technikgerüst und die guten Ideen der Entwickler von Neocore Games behilflich sein. Dazu ist es erfreulich, dass die Entwickler von Anfang an einen Langzeitplan vor Augen haben, was viele Studios bis heute missen lassen oder lieber nicht mit der Öffentlichkeit kommunizieren. Nächste Woche geht Warhammer 40.000: Inquisitor – Martyr am 31. August ins Early Access auf Steam, dort wird es dann beweisen können, inwieweit es den Qualitäten eines Action RPGs mit dem Schnetzeln von Feinden des Imperiums und Sammeln von Loot gerecht werden kann. Ich hatte das neue Action RPG vor der gamescom 2017 nicht auf dem Schirm, jetzt hoffe ich, dass diese Messe-Überraschung auf dem guten Ersteindruck wird aufbauen können.

 

Meist zu finden in Shootern, Rollenspielen oder Strategiespielen. Zudem Student der Informatik.

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