gamescom 2017: Aquanox Deep Descent Preview

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Wie macht sich die Aquanox-Wiederauferstehung? Digital Arrow präsentierte uns auf der gamescom 2017, wie weit das Team inzwischen gekommen ist.

Seit mehreren Jahren arbeitet Digital Arrow daran, die alte Aquanox-Reihe mit Aquanox Deep Descent wiederzubeleben. Um dieses Vorhaben zu meistern, stützte sich das Team auf eine Kickstarter-Kampagne dessen Backer dem Projekt schon 2013/2014 grünes Licht gaben. Auf der diesjährigen gamescom präsentierte uns das Studio nun einen Build, der den nahenden Release bereits erahnen lässt. Doch mal langsam: Was erwartet einen überhaupt in dem Spiel? Gemeinhin lässt sich Aquanox Deep Descent recht treffend als „Spaceshooter unter Wasser“ auszeichnen, wie die Entwickler selbst bestätigten. Während seiner Handlung fokussiert sich Aquanox Deep Descent auf ein vierköpfiges Team, das aus dem Kryoschlaf erwacht ist, in einer postapokalyptischen Welt, in der die Menschen sich durch einen Nuklearkrieg unter die Wasseroberfläche getrieben haben. Doch damit nicht genug: Kaum aus dem Kryoschlaf erwacht, begegnet das Team einem grünlichen Material, das sich durch sämtliche Strukturen fressen kann. Die damit beginnende Hauptstory soll einen allein um die 10 bis 12 Stunden unterhalten.

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Das Spielen von Nebenquests, Erkunden und jagen von Kopfgeldern treibt dies in die Höhe. Generell ist hierbei anzumerken, dass Aquanox sich vornehmlich auf seine Schiffe fokussiert, der Spielcharakter und sein Schiff sind also eine Entität. Die Detailverliebtheit des Studios zeigt sich unter anderem im volldesignten Cockpit seiner Schiffe, die auf interaktives Equipment statt auf UI-Elemente setzen. Deshalb reduziert das Team die Erfahrung mit den Stationen von Aquanox auf interaktive Menüs und dort stattfindende Dialoge. Es wird also kein immersives Laufen durch Stationen geben. Dafür haben die Entwickler ihre ganze Schaffenskraft in ihre Schiffe investiert.

Diese teilen sich grundsätzlich in die drei Trunk-Klassen Recon, Combat und Siege. Ein Reconschiff ist ein Aufklärer, Sniper oder Assassine, die Combat-Schiffe fungieren als Allrounder, während die Siege-Sparte mit massiver Panzerung, schwerer Bewaffnung aber auch sperrigen Ausmaßen daherkommt, wodurch sie nicht jeden Bereich der Spielwelt erkunden können. Diese grundsätzliche Rümpfe bilden den Startpunkt der Schiffsentwicklung. Sie lassen sich fortlaufend durch Module, Waffen und weitere Ausrüstung individualisieren, wobei Digital Arrow wichtig ist, dass es viel wichtiger ist, wie kompetent der Spieler spielt, als welches Ausrüstungslevel er wirklich habe. Des Weiteren bestimmt nicht ewiges Looten, sondern der Storyfortschritt per sogenanntem Powerlevel, welche Ausrüstung das eigene Schiff slotten kann.

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Doch selbst die beste Ausrüstung entscheide sich vom Anfangsgerüst nicht so erheblich. Vielmehr sollen neue Ausrüstung und neue Waffen den Spielern mehr und neue Möglichkeiten bieten, Aquanox zu spielen. Ein Power-Creep ist also nicht zu befürchten. Damit das eigene Schiff nicht irgendwann wehrlos dasteht, muss für Munitionsnachschub gesorgt werden. Statt Autoreparatur gilt es Reparaturkits zu sammeln. Beide Güter sollen selten und kostbar sein. Wodurch die Entwickler einen zur Erkundung der semi-offenen Welt von Aquanox antreiben wollen.

Was es mit „semi-offen“ auf sich hat? Aquanox Deep Descent lässt euch nicht sofort auf alle seine Gebiete los, stattdessen müssen diese nach und nach mit der Erfüllung bestimmter Voraussetzungen freigeschaltet werden. Hiernach öffnen die Gebiete sich zur vollständigen freien Erkundung mit allem drum und dran. In ihnen lassen sich, intensives Suchen vorausgesetzt, beide lebenswichtigen Güter auftreiben und gleichzeitig Ressourcen für das Craftingsystem aus Schiffwracks bergen. Außerdem finden sich Caves in der Unterwasserwelt, quasi Dungeons, die mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad in einen Cave-Bosskampf gipfeln: Für das Bestreiten dieser herausfordernden Abschnitte winkt natürlich ordentlich Loot – warum sollte man sich auch sonst in sie hineinwagen?

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Alle Inhalte von Aquanox lassen sich allein und mit bis zu vier Mitspielern im Drop-In-Koop spielen. Andere Spieler können sich mit ihrem jeweiligem Singleplayerschiff einem Savegame anschließen, worauf der Unterwassershooter mit erhöhtem Gegneraufkommen reagiert, damit die Kämpfe nur nicht zu einfach werden. Die Boss-Begegnungen sollen hingegen nicht angetastet werden: Der Koop wird die Bosse also nicht zu Übergegnern aufblasen. Drüber hinaus wird es einen PvP-Teil mit mehreren Modi geben. Zwei dieser Modi hat Digital Arrow uns bereits an geteasert: Bei einem handelt es sich um King of the Hill, der quasi selbsterklärend ist, und beim anderen um Capital Ship Siege, in dem mehrere Spieler ein Großschiff angreifen und versuchen zu zerstören. Ob es für Aquanox Deep Descent auch eine VR-Unterstützung geben wird, wollten die Entwickler von Digital Arrow zwar nicht endgültig ausschließen, aber meinen es sei nicht besonders wahrscheinlich. Denn das Spiel sei einfach nicht auf VR ausgelegt und ihre ersten Versuche seien nicht so erfolgreich gewesen.

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Ausblick

Bereits 2014 war ich bei Digital Arrow zu Gast, um eine sehr frühe Version von Aquanox Deep Descent zu sehen. Im Vergleich zu damals hat sich wirklich viel getan und es sieht langsam danach aus, dass der Reboot der alten Reihe 2018 wirklich erscheinen könnte. Vor allem Fans von Spaceshootern und Raumsims sollten ein Auge auf Aquanox behalten, da es mit diesen beiden Genres vergleichsweise viel gemein hat, aber durch sein ganz eigenes Setting komplett eigene Ideen mit sich führt.

Meist zu finden in Shootern, Rollenspielen oder Strategiespielen. Zudem Student der Informatik.

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