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gamescom 2016: Yooka-Laylee angespielt

Am gamescom Donnerstag sitze ich abends in meinem Hotelzimmer und skimme ein bisschen über Twitter als es mich wie der Schlag trifft: Playtonic ist in Köln und zeigt Journlisten Yooka-Laylee! Ich musste es unbedingt sehen.

Yooka-Laylee, für die die gerade erst zugeschaltet haben, ist der durch Kickstarter ermöglichte spirituelle Nachfolger zu Banjo-Kazooie und ich habe seit dem Jahr 2000 kein Spiel mehr gespielt, dass genau dieses Spielgefühl trifft. Wie in Banjo werdet ihr in frei begehbare Level geworfen in denen es gilt durch Hüpfen, Klettern und andere Dinge die Jump’n Run Helden so tun, diverse Rätsel zu lösen, Gegner zu besiegen und golden-leuchtende McGuffins zu sammeln. In diesem Fall sind es keine Power-Sterne oder Puzzle-Teile sondern Buchseiten namens „Pagies“, natürlich auch mit großen Kulleraugen.

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Man merkt dem Spiel an jedem Frame die Liebe zu seinen Ursprüngen an. Farbenfrohe Figuren rennen durch bunte Landschaften mit einem Glanz den man sonst nur aus 3D Super Mario Titeln kennt. (Wo bleibt eigentlich Sunshine HD, Nintendo?) Alles läuft super flüssig, egal ob man rennt, springt oder rollt. Die Steuerung ist wunderbar präzise und ermöglicht einwandfreies 3D-Platforming wie es nur die wenigsten Entwickler drauf haben.

Die Demo bot einen Einblick in die erste Welt, die eine Mischung aus Dschungel, Bergen und Tempeln zum Erforschen bot. Dort traf man auf diverse skurille Charaktere wie eine knochige Forschern die vor Kannibalen gerettet werden musste und eine übelgelaunte Kanone. Ebenfalls mit dicken Kulleraugen versteht sich.

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Da wir es gerade von Charakteren haben, die Dialoge sind charmant und witzig. Ähnlich wie Kazooie hat die lila Fledermaus eine ziemlich große Klappe und es gibt so einige Sticheleien in Richtung der Produktion von Videospielen und dem Erfüllen von Sidequests. Ich kam aus dem Grinsen kaum raus.

Die Aufgaben in der Demo waren alle nicht sonderlich schwer oder komplex, aber es ist ja die erste Welt und ein Demo Build ist oft etwas simpler als das fertige Spiel. Wichtig ist, dass sich alles richtig anfühlt und das tut es auf jeden Fall.

Essentiell für ein Spiel im Geiste von Bär und Vogel ist natürlich eine angemessene Geräuschkulisse und oh-mein-Gott es ist so wundervoll. Von den merkwürdigen Grunzlauten mit denen die Figuren miteinander kommunizieren, zu den Jingles die bei Einsammeln von jedem gottverdammten der abertausend Collectibles agespielt wird und natürlich die wundervolle Musik der Komponisten David Wise und Grant Kirkhope. Es trifft genau den Sound von früher was einen in genau die richtige Stimmung versetzt: abenteuerlich aber verspielt, wie ein altes Spiel von Rare.

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Ein weiteres Element das seinen Weg aus Banjos Abenteuern ins Spiel gefunden hat ist die Möglichkeit den Protagonisten zu verwandeln. Eine zerstreute Wissenschaftlerin (deren tentakelige Auswüchse für einige wirklich furchtbare Wortspiele sorgen) hat einen Strahler erfunden, der die beiden Helden in gänzlich neue Kreaturen verwandelt. In der Demo wurden wir zu einer Pflanze die andere Gewächse für ein Sidequest bestäuben musste. Zur gamescom selbst wurde aber auch ein Trailer veröffentlicht, der eine etwas schrägere Verwandlung zeigt.

Nachdem ich letztes Jahr auf der gamescom ein sehr ernüchterndes Erlebnis mit der Demo von Mighty No. 9 hatte (und wir alle wissen wie das ausgegangen ist), freut es mich umso mehr, dass Yooka-Laylee genau das ist, was der Kickstarter Pitch versprochen hat. Eine liebevolle Rückkehr zu einem Sub-Genre mit Design-Sensibilitäten wie wir es seit Ende der 90er nicht mehr hatten. Yooka-Laylee macht alles richtig und mich einfach unheimlich glücklich. Mein persönlicher Gewinner der gamescom 2016.

(sorry Link)

Written by
Selbserklärter König der Nerds, Herausforderer bitte hinten anstellen. Ich bin der mit den Nunchakus und dem im Wind flatternden Bandana.

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