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gamescom 2015: Preview zu Kingdom Come: Deliverance

Als erstes viel uns die Kinnlade herunter als wir die Grafikpracht von Kingdom Come: Deliverance live zu Gesicht bekamen. Was die Warhorse Studios hier mit der CryEngine auf die Mattscheibe zaubern ist beeindruckend. So bekamen wir zum Beispiel einen dichten Wald zu sehen, der schon beinahe fotorealistsch anmutete – und damit hört der Realismus noch lange nicht auf. Die Entwickler haben eine 16 km² große Welt erschaffen, die einen Teil der tschechischen Region Bohemia widerspiegelt. Wir könnten sogar auf Google Maps Straßen und Flüsse finden, die im Spiel vorhanden sind und heute noch existieren. Aber was genau erwartet einen interessierten Spieler neben herausragender Authentizität eigentlich in Kingdom Come: Deliverance? Nun, zunächst einmal die typischen Rollenspielelemente: Handwerk, Fertigkeiten, Alchemie und Quests.

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Bevor ihr aber wisst, was ihr in dieser riesigen Welt zu tun habt, müsst ihr erst einmal euer eigenen Person bewusst sein: Heinrich, der Sohn eines einfachen Schmieds und der Protagonist des Spiels. Als dieser lebt ihr im Jahre 1403 in Böhmen. Nach dem Tode des geliebten Kaiser Karl IV. erbt dessen Sohn Wenzel die Krone des Heiligen Römischen Reiches, die ihm jedoch von den deutschen Krufürsten wieder entzogen wurde. Wenzels Halbbruder Sigismund, König von Ungarn, nutz die Schwäche seines Verwandten aus, um Böhmen unter seine Kontrolle zu bringen und das Land auszubeuten – mit euch als Nobody mitten drin. Knackpunkt von dem Spielverlauf: Ihr werdet niemals ein großer Held, wie man es aus Rollenspielen wie Skyrim kennt, sondern ihr seid nur einer von vielen. Der Charakter und sein Aussehen ist in Kingdom Come: Deliverance fest vorgegeben. Ihr sollt euch durch euer Verhalten jedoch relativ frei entwickeln können. Ob Bösewicht oder Gutmensch liegt einzig an euren Handlungen – die Geschichte könnt ihr jedoch nicht verändern.

So wie ihr nur Teil der Geschichte seid, so seid ihr auch nur ein Teil der eigenständig lebenden Gesellschaft: Da die Spielwelt von Kingdom Come: Deliverance Dörfer, Städte und Bauernhöfe beherbergt, wird sie natürlich auch von zahlreichen Bewohner bevölkert. Und die leben ihr Leben, wie es ihnen gefällt. Sie haben ein Haus, eine Arbeit und treffen in einem gewissen Rahmen eigene Entscheidungen und können sich an diese Erinnern. Wie sich das Leben eines NPC entwickelt, hängt stark von diesen Erfahrungen ab. Die Entwickler erklärten, dass Bauer Paul zum Beispiel bei einem Spieler zum Säufer werden kann, weil er in der Taverne in entsprechende Vorfälle verwickelt wurde, während Paul bei einem anderen Spieler lieber zum Angeln geht.

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Kingdom Come: Deliverance wird ausschließlich in der Ego-Perspektive gespielt. Dahinter steckt eine bewusste Entscheidung der Entwickler, die auf diese Weise dafür sorgen wollen, dass der realistische Kampf so authentisch wie möglich wirkt. In den Kämpfen ist es wichtig, mit der Ausdauer hauszuhalten. Ein müder Krieger kann keine Schläge mehr landen und kassiert dadurch schnell tödliche Treffer. Insgesamt haben die Charaktere 36 Trefferzonen, die ermitteln sollen, was für einen Schaden euer Schlag angerichtet hat. Einen Großteil davon übernimmt auch die Physik. Zwar gibt es pro Waffe rund 2.000 Animationen, wie sich das Schwert letztendlich bewegt, regelt aber die besagte Physik. Schwerter, die durch Gegner rauschen, wird es nicht geben. Das System soll relativ einfach zu beherrschen, aber sehr schwer zu meistern sein. In unseren ersten Testkämpfen schien sich dies auf jeden Fall zu bestätigen.

Fazit

Es ist noch ein weiter Weg, den Warhorse Studios mit Kingdom Come Deliverance gehen muss. Was sich aber bereits über den Bildschirm bewegt, sieht vielversprechend aus. Die Entwickler investieren unheimlich viel Kraft und Zeit in die Recherche, um sicherzustellen, dass ihr Spiel der Historie gerecht wird. Dabei vergessen sie offenbar nicht die Kernelemente eines Rollenspiels. Das neue Kampfsystem wurde ebenfalls mit viel Aufwand und Achtsamkeit erstellt. Man sieht zwar hier und da, dass Kingdom Come: Deliverence in einer sehr frühen Alpha steckt, das Potenzial hinter diesem ambitioniertem Projekt ist aber nicht zu übersehen.
Für das Mittelalter-RPG Kingdom Come: Deliverance streben die Entwickler von Warhorse Studios größtmögliche historische Korrektheit an. Auf der Gamescom 2015 konnten wir uns selbst ein Bild davon machen, wie das Team diese Philosophie auch auf Spiel übertragen hat.

Written by
Studierender Gamer und Kinogänger. Zu finden auf Playstation 4 und Nintendo Handhelds, meistens beim Rollenspielen.

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