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gamescom 2015: Overwatch – Preview

Der Team-based Shooter von Blizzard war nicht nur die Überraschung auf der Blizzcon2014 sondern auch auf der gamescom 2015, wo wir ihn zum ersten mal anspielen durften. Im Grunde schlägt das Spiel in die selbe Kerbe wie auch schon Team Fortress von Valve, nur mit dem speziellen Blizzard-Touch.

Jeder Gamer kennt das. Man spielt ein neues Spiel und muss sich erstmal einfuchsen, sowohl ins Gameplay als auch ins Waffenhandling. Vorallem auf Messen wie der Gamescom ist der Spielspass dann nicht bei jedem gegeben, denn oft braucht man etwas länger um sich einzugewöhnen und dann ist die Spielzeit auch schon wieder vorbei. Nicht so bei Overwatch. Man wählt seine Klasse und hat sofort das Gefühl das Gameplay bereits zu kennen. Alles geht intuitiv von der Hand und man glaubt ein bereits fertiggestelltes Spiel zu spielen. Wir konnten auf der Gamescom gar nicht genug davon bekommen und haben uns gleich drei mal an die Anspielstationen beim Blizzard Stand begeben. Mit seinem eingänglichen Gameplay und einer leichten Lernkurve, überzeugte uns das Spiel von der ersten Minute an.

Bei Overwatch kommt es sowohl auf die richtige Auswahl der Klassen und Charaktere, als auch auf gutes Teamplay an. Im Team zusammen zu agieren ist das Schlüsselelement des Spiels. Solisten können hier gleich einpacken. Gespielt wird im Modus 6vs6 und es gilt, je nach Map, unterschiedliche Ziele zu erfüllen. So müssen beispielsweise zwei Punkte nacheinander erobert oder ein Fahrzeug über eine bestimmte Strecke eskortiert werden. Das eigene Team muss dann die Aufgabe erfüllen oder das gegnerische Team daran hindern.

Wie sich das Team seine Klassen zusammenstellt ist ihm zwar allein überlassen, aber eine gesunde Mischung aus allen vier Kategorien (Offensiv, Defensiv, Tank und Unterstützer) ist wohl meist die beste Wahl. Der Tank zieht dabei die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich und kann einiges an Schaden einstecken, während die offensiven Klassen für die nötige Portion Schaden sorgen und die Defensiven Charaktere ihre Kameraden mit Geschütztürmen oder Kraftschilden zur Seite stehen. Die Unterstützer sollten allerdings von direkten Konfrontationen Abstand halten, denn sie verfügen nur über wenig Trefferpunkte und sollten sich darauf konzentrieren befreundete Spieler zu heilen oder deren Schadensoutput zu pushen.

Der leichte Einstieg ins Spiel ist vorallem dadurch gegeben, dass jede der Klassen über 2-3 leicht einprägsame Hauptskills und eine Ultimate Ability verfügt. Letztere muss sich erst über eine bestimmte Zeit aufladen bevor sie benutzt werden kann. Man sollte sie also mit Bedacht einsetzen. Dann ist sie allerdings für kurze Zeit auch sehr stark und kann sich unter den richtigen Umständen spielentscheident auswirken, vorallem wenn mehrere Teammitglieder gleichzeitig ihren Ultimate zünden. Das könnte in Hinblick auf kommende professionelle eSport Wettkämpfe zu sehr spannenden Matches führen.

Die 16 Charaktere wirken auf den ersten Blick hin sehr gut ausbalanciert, auch wenn uns Widowmaker und Zenyatta etwas stark vorkamen. Bis zur Beta, die im Herbst starten soll, hat Blizzard aber noch Zeit etwas an der Balancingschraube zu drehen. Das Spiel macht aber im Moment einen sehr viel ausgereifteren Eindruck als viele andere Spiele die derzeit auf dem Markt sind. Blizzard hat bewiesen das sie zum einen sehr gut in der Lage sind neue IPs aus dem Boden zu stampfen und dann das ganze auch noch in einen Genre anzusiedeln, das man bisher noch nie bedient hat. Hut ab, Blizzard!

Wir freuen uns jetzt schon auf den Release, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt, denn wir sind vollkommen angefixt. An dieser Stelle können wir euch den Titel nur wärmsten empfehlen und auch für eSport Fans steht hier ein weiterer Toptitel in den Startlöchern.

2. Meinung von Konrad
Online First-Person-Shooter sind eigentlich so überhaupt nicht mein Ding. Nicht, dass ich sie nicht mögen würde, ich bin einfach viel zu schlecht darin. Doch was mich dann doch dazu bewogen hat Overwatch auszuprobieren war das amüsante und abwechslungsreiche Design. Ein großer Gorilla in Power Armor der mit dem kleinen Zusatz einer Brille aber einen eindeutigen „Hank McCoy“-Vibe ausstrahlt? Ich liebe solches Charakter-Design, weswegen Winston auch meine erste Wahl in der Demo war.

Was einem bei Overwatch sofort auffällt, ist, dass man sich viel Mühe gegeben hat die Charaktere so unterschiedlich wie möglich zu gestalten. Damit werden Grundmechaniken wie man sie z.B. aus Team Fortress 2 kennt aber ordentlich ausgehebelt. Viele Charaktere haben einen Skill der sich in irgendeiner Form auf ihre Bewegung auswirkt und doch sehr unterschiedlich funktioniert.

Beast Winston z.B. kann riesige Sprünge machen die ihn über für andere Charaktere unüberwindbare Gräben bringt, Bogenschütze Hanzo kraxelt elegant wie Faith in Mirror’s Edge an Wänden hoch. Auch in Sachen Bewaffnung und Kontrolle unterscheiden sich die Mitglieder von Overwatch deutlich im Vergleich zum TF2 Heavy und Scout.

Ich hab zwar in der Demo ordentlich auf die Fresse bekommen, aber das lag auch daran, dass ich Shooter normalerweise nicht mit Maus und Tastatur steuere. Was mich ursprünglich zu Overwatch gezogen hat, war das starke Charakter-Design aber schon nach wenigen Minuten Spielzeit merkt man die für Blizzard so typische Sorgfalt im Gameplay. Es ist cool und abwechslungsreich und obwohl ich mit dem Genre an sich nicht viel anfangen kann, spiele ich durchaus mit dem Gedanken „richtig“ in das Spiel einzusteigen.

Und wenn Winston jetzt noch in Heroes of the Storm auftaucht, fange ich danach vielleicht sogar an MOBAs zu spielen.

Written by
Shooter-Liebhaber, Rennspiel-Enthusiast, Gelegenheits-Streamer und Bindestrich-Fetischist :-)

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